Re: Biolumineszenz bei heimischen Pilzen?
Moin Roos,
eine recht interessante Seite findest du auch hier (in englisch):
http://www.lifesci.ucsb.edu/~biolum/chem/
Leuchtendes Hallimasch-Mycel konnte ich auch schon beobachten. Meist war das Leuchten aber so schwach, dass man es nur sehen konnte, wenn man nicht genau hinschaute, sprich: wenn man sozusagen nicht auf die leuchtende Stelle sah, sondern ganz knapp daneben. Bei diesem Vorgang, den ich mal als „indirektes Sehen“ bezeichnen möchte, sieht man mit den wesentlich lichtempfindlicheren Stäbchen auf der Netzhaut und nicht mit den Zäpfchen. Da die Stäbchen aber nicht farbempfindlich sind, sieht man nur ein weißliches Leuchten und das auch eher diffus. Bei Fokussierung auf diese Stelle verschwindet dann das Leuchten. Diese Erscheinung ist im wahrsten Sinne des Wortes „geisterhaft“.
Ich vermute mal, dass die Intensität des Leuchtens stark abhängig ist von der Umgebungstemperatur, denn ich fand leuchtende Mycele meist beim spätsommerlichen Aalangeln in der Nacht bei Außentemperaturen um 15° C. Diese Temps regen wohl das Wachstum des Mycels an, und je stärker diese Aktivität ist, desto stärker ist auch das Leuchten.
Grüßlis
Thomas