Pfingstliches Hilfsersuchen
Hallo Pilzfreunde!
Am gestrigen verregneten Tag hatte ich nichts Besseres zu tun, als ein altes Rätsel hervorzukramen und nochmal zu besehen. Das Pilzchen macht einen interessanten Eindruck, zeigte sich mir aber bislang unnahbar. Gefunden im September in einem Kiefern-Laubmischwald an einer grasigen Wegböschung (stark besonnt).
Hut 1-2 cm Durchmesser, deutlich genabelt, graubraun (mit leichtem Olivstich), etwas schülferig, samtig wirkend.
Lamellen mäßig dicht, untermischt, herablaufend, manchmal gegabelt und am Grunde kräuselig verbunden.
Stiel bis 3 x 0,2-0,4 cm, etwas heller als der Hut, weißlich überfasert, zäh, manchmal doppelröhrig-breitgedrückt, aber nicht hohl.
Fleisch weißlich, Geruch schwach "Pilz".
Mikromerkmale:
Sporen 6,2-6,9 x 3,7-5 µm, farblos; nur sehr wenige gefunden und vermutlich nicht reif. Ich konnte nicht recht klären, ob glatt oder etwas warzig (wahrscheinlich). Nicht amyloid, nicht dextrioid (zumindest nicht erkannt).
Basidien: 19,9-24,6 x 5,5 µm
Zystiden: An Schneide keine gefunden. An Flächen sehr zahlreich, 27-55 x 5,5-8 µm (meist um 40 x 6 µm), selten bauchiger. Sowohl bei Frischmaterial als auch in KOH und Ammoniak mit goldbraunem (nicht goldgelbem!) Inhalt, in m.o.w. großen Topfen. Wohl keine Chrysozystiden.
Huthaut hyphig mit angelagertem braunem Pigment.
Schnallen nirgendwo gefunden.
Ich habe nicht mal so recht eine Denkrichtung...Ist jemand in der Runde da ideenreicher?
Vorauseilenden pfingstlichen Dank und Beste Grüße! Pilzmel