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Riesen-Champignon?

interhias ⌂, (vor 9565 Tagen)

Hatte gestern leichte Schwierigkeiten bei der Bestimmung eines Anischampignons. Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.

Im ersten Moment dachte ich wegen des grob geschuppten Hutes an einen Waldchampignon, da lag ich aber daneben, da der ganze Schwamm gilbt und fast überhaupt nicht rötet. Außerdem sind die Lammellen fast reinweiß mit leichtem rosa Schimmer, obwohl der Pilz schon halt aufgeschirmt ist. Für einen Anischampignon, was es dem Geruch nach 100%ig ist, hatte er aber einen zu grob geschuppten Hut, kann also keine agaricus arvensis sein, die kenne ich außerdem ganz gut.

Dann fand ich im BLV-Führer vom Gerhardt die Beschreibung des "Rissig-schuppigen Champignons" (Agaricus fissuratus), die eigentlich bis ins Detail paßte, nur ... nur daß ich da am Schluß noch lesen mußte, daß der fissuratus auf Wiesen in Küstennähe wächst, während mein Anisschwammerl im Mischwald in der Nähe der Küste des Starnberger Sees wuchs.

Jetzt bleibt eigentlich nur noch die Möglichkeit, daß es sich um einen kleinwüchsigen Riesenchampignon (Agaricus augustus) handelt. Oder gibt's noch andere Möglichkeiten?

Interhias

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Re: Riesen-Champignon?

Doris Kreißl, (vor 9565 Tagen) @ interhias

Hatte gestern leichte Schwierigkeiten bei der Bestimmung eines
Anischampignons. Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.
Im ersten Moment dachte ich wegen des grob geschuppten Hutes an einen
Waldchampignon, da lag ich aber daneben, da der ganze Schwamm gilbt und
fast überhaupt nicht rötet. Außerdem sind die Lammellen fast reinweiß mit
leichtem rosa Schimmer, obwohl der Pilz schon halt aufgeschirmt ist. Für
einen Anischampignon, was es dem Geruch nach 100%ig ist, hatte er aber
einen zu grob geschuppten Hut, kann also keine agaricus arvensis sein, die
kenne ich außerdem ganz gut.
Dann fand ich im BLV-Führer vom Gerhardt die Beschreibung des
"Rissig-schuppigen Champignons" (Agaricus fissuratus), die
eigentlich bis ins Detail paßte, nur ... nur daß ich da am Schluß noch
lesen mußte, daß der fissuratus auf Wiesen in Küstennähe wächst, während
mein Anisschwammerl im Mischwald in der Nähe der Küste des Starnberger
Sees wuchs.
Jetzt bleibt eigentlich nur noch die Möglichkeit, daß es sich um einen
kleinwüchsigen Riesenchampignon (Agaricus augustus) handelt. Oder gibt's
noch andere Möglichkeiten?
Interhias

Hallo Interhias,

Habe im Winkler nachgesehen,könnte auch evtl. der Strohgelbe Egerling oder auch der Sommeregerling sein.Hier die Steckbriefe der beiden Pilze:

Strohgelber Egerling:
H:8-15cm, strohgelb mit ockergelben, angedrückten Schüppchen, bei Trockenheit Huthaut rissig, Druckstellen gilbend.L:hellrosa,graurötlich,später Schwarzbraun.ST:eher gedrungen,evtl. etwas spindelig,Ringunterseite und Stielabwärts schuppig-flockig, Gilbend. F:fest,weiß,im Stiel etwas roströtlich anlaufend. Ger:frisch nach Anis. Vorkommen: auf Wiesen(?) ,Sommer bis Herbst.

Sommeregerling:H: 5-10 cm,weiss mit seidig angedrückten Fasern, strohgelblich, Rand bisweilen rosa durchschimmernd, bei Berührung gilbend. L: bereits jung rosa, später dunkelbraun, Schneiden gleichfarbig. St:Weisslich gegen die Spitze etwas rötlich, gilbend wie der Hut, Ring einfach und dünn. F: relativ dünn, weiss, evtl.leicht rötlich im Schnitt.Ger:schwach mandelartig oder anisartig.
Vorkommen: in lichtem Nadelwald; Sommer.

Grüße Doris