Link und Text
Hier der Link:
http://www.spiegel.de/spiegel/nf/0,1518,90836,00.html
Und Textaussug:
So haben sich im Dunstkreis der Esoterik- und Schamanenszene im Netz Foren für
Drogenexperimente entfaltet, die kaum noch Fragen zu Rezepten, Fundorten oder
Wirkungen offen lassen. "Im November 1998", berichtet etwa ein Georg Müller auf
einer psychogenen Pilzen gewidmeten Seite, "fand ich in der Nähe von Karlsruhe
eine stattliche Kolonie von kleinen Blätterpilzen." Was er mit den schwammigen
Waldbewohnern (Wirkstoff: Psilocybin) dann angestellt hat, wird minutiös
beschrieben: Müller bereitete sich flugs eine "modrig-bitterlich schmeckende
Flüssigkeit", trank und "spülte mit Wasser nach".
Ihn fröstelte, ihm wurde übel, und dann, plötzlich, schienen seine "an der Wand
hängenden Poster ... in der Wand zu versinken": "Verwundert starrte ich die
Wände an." Später, "das Gesicht meiner Freundin war von farbigen Schlieren
überzogen", überkamen ihn Angstgefühle, dann versank er "im wirbelnden Strom
der Eindrücke". Warum die Indianer, schließt der Naturfreund, den Pilzen
Zauberkräfte nachsagten, sei ihm "nun sehr eindrucksvoll klar geworden".