Re: Himbeerrote Hundsrute - M.ravenelii - sehr sel
Ein Schüler in Borken-Marbeck(Westfalen)hat beim Rasenmähen die Himbeerrote
Hundsrute (Mutinus ravenelii) gefunden, die ich eindeutig als solche
bestimmen konnte. Hierüber hat die Lokalpresse mit schönen bunten Fotos
berichtet. Nach meinen Recherchen wurde das Vorkommen als sehr selten,
vermutlich Erstfund in NRW, angegeben. In der mir vorliegenden Literatur
und im Internet wurde ich in Sachen Seltenheit bestätigt. Auch
G.J.Krieglsteiner hat in seinem "Verbreitungsatlas der Großpilze
Deutschlands" nur wenige Fundpunkte um Bremen, Hamburg, Berlin und
Dresden angegeben.
Gleich nach der Veröffentlichung des Artikels meldeten sich verschiedene
Anrufer bei der Zeitung und bei mir, um von Funden des gleichen Pilzes zu
berichten. Es sieht tatsächlich so aus, dass diese Meldungen richtig sind,
also keine Verwechslungen mit der Gemeinen Hundsrute (Mutinus
caninus)vorliegen.
Wer hat die Himbeerrote Hundsrute auch schon gefunden oder hat ähnliche
Erfahrungen gemacht? Gibt es inzwischen weitere Fundpunkte in Deutschland?
(Die Angaben im Verbreitungsatlas sind immerhin schon über 10 Jahre alt).
Bitte meldet Euch. Ich möchte einer inzwischen erschienenen Glosse in der
Zeitung etwas Ernsthaftes entgegensetzen. Danke!
Eine gute Übersicht über das Vorkommen der Art in Deutschland und Europa geben Dieter Benkert & Helmut Jentsch in der Zeitschrift "Gleditischia" 13/2: 231-234, 1985. Sie vergleichen die Art auch mit M. elegans.
Neueren Datums ist ein zusammenfassender Aufsatz über die Gattung Mutinus, incl. Bestimmungsschlüssel von M. Z. Szczepka in Documents mycologiques, t. 25, fasc. 98-100, Dec. 1995: 453-458
Bei Interesse kann ich gerne Kopien der Artikel schicken (per Post).
Gruß, Till