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Pilze und Goethe

Roland Brückner, (vor 7690 Tagen)

Liebe PilzliebhaberInnen

Ich mag es nicht mehr verschweigen. Ein höchst geheimes, möglicherweise illegales Dossier erreichte mich heute. Zugegeben, die Person die es mir zuspielte hält es mit der Redlichkeit im Allgemeinen und manchmal im Besonderen nicht unbedingt genau.
Andererseits glaube ich dass eine bestimmte pekuniäre Gier bei dieser Person zu Ihrer „Wahrheitsliebe“, genutzt werden kann. Ich habe jedenfalls erst mal die Hälfte des Honorars einbehalten.
Nun zu dem geheimnissumwitterten Dossier. Es wurde, ich wage es fast nicht zu sagen, aus einem der bestgeschützten Panzerschränke, des unterirdisch, atombombensicher angelegten Bunkern des berühmten Göte-Instituts entwendet.
Was ist nun so aufregend an dieser Sache? Nun, es geht um ein Werk des größten deutschen Poetikers, ach was sage ich des größten der Welt überhaupt. Es geht um unseren großen Giganten der Sprache, Joseph Wolfram von Goethe.
Es geht um seine bislang, mit allen Mitteln geheim gehaltene Leidenschaft. Eine Leidenschaft, die zu Ihrem Recht kommend, nie ganz offen erklärt oder dem gemeinen Volke bekannt gemacht werden konnte. Ging es doch dabei nicht nur um Ihn, unsern Großen Dichter, nein auch sein Arbeitgeber, der Kurfürst, war ja hier betroffen. Da in dieser ganzen kulturpolitischen Affäre ein enormer Sprengsatz verborgen ist, möchte ich den Statements
Des Göte-Instituts nicht vorgreifen.
Um aber auch Eure Neugier fürerst ein wenig einzuschläfern füge ich unten an ein Gedicht, verfasst von unserem großen deutschen Dichterfürsten Joseph Wolfram von Goethe.
Alle Texte, die sich mit diesem Thema befassten wurden, offensichtlich aus Geheimhaltungsgründen, von unserem großen Genie, in altassyrisch, höchstwahrscheinlich aus vorbuddhistischer Han-Dynastie Ära, stammenden Zeit verfasst. Um Euch das Lesen zu erleichtern habe ich mich heute hingesetzt und die Texte in`s deutsche übersetzt. (Ich hoffe, Ihr dankt es mir)

Roland Brückner 09.10.05

Der Pilzkönig

Joseph Wolfram von Goethe

Wer stapft schon in nebliger Früh, fast ist es noch Nacht,
in den düsteren Wald?
Es ist der Pilzmann mit seinem Korb;
Er hält den Korb wohl in der Hand,
er fasst ihn sicher, er wechselt Hand zu Hand.

Im düstrem Tann sein inn´res Stimmchen spricht;
Siehst Alter, du den Pilzkönig nicht?
Den Pilzkönig mit Kron und Schweif?
Mensch Alter, das ist ein Schleierling.

Es flüstert, es wispert und rauscht und raunt.

Komm Alter, komm geh mit mir!

Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
Manch bunte Pilzlein sind da in Wald,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.>Ich liebe dich nicht, mich reizt dein blöder Korb;
Und wirfst ihn nicht fort, so brauch ich Gewalt.<<
Oh Alter, Oh Alter, spürst Du`s nun packt er dich an!
Pilzkönig wird ein Leides dir tun!

Dem Manne dem grauset`s er rennet geschwind,
er ächzt, er stöhnt, seine Arme sind schwer,
sein Auto er findet`s mit Mühe und Not!
An seinem Arm der Korb war leer.

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Re: Pilze und Goethe

Huperzia ⌂, (vor 7690 Tagen) @ Roland Brückner

Alle Texte, die sich mit diesem Thema befassten wurden, offensichtlich aus
Geheimhaltungsgründen, von unserem großen Genie, in altassyrisch,
höchstwahrscheinlich aus vorbuddhistischer Han-Dynastie Ära, stammenden
Zeit verfasst. Um Euch das Lesen zu erleichtern habe ich mich heute
hingesetzt und die Texte in`s deutsche übersetzt. (Ich hoffe, Ihr dankt es
mir)

Nee, nee du, das ist doch schon alles kalte Stockschwämmchensuppe!
Die Texte sind doch längst bekannt. Ein Auszug aus meinem Betthupferl-Gedichtbändchen mit einer Auflage von 1000000 Stück:

Wer nie sein Brot mit Tränen ass,
Wer nie nach kummervollem Tage
vor seinem Teller weinend sass,
Der kennt euch nicht, ihr pilzlichen Mächte.

Ihr führt in Wälder uns hinein,
ihr lasst den Armen fündig werden
dann stolpert er über ´nen Stein
und alle Pilz´ liegen auf Erden.

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Re: Pilze und Goethe

Huperzia ⌂, (vor 7690 Tagen) @ Huperzia

....wurde übrigens bereits 1816 von Schubert vertont.

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Re: Pilze und Goethe

Roland Brückner, (vor 7690 Tagen) @ Huperzia

Nee, nee du, das ist doch schon alles kalte Stockschwämmchensuppe!
Die Texte sind doch längst bekannt. Ein Auszug aus meinem
Betthupferl-Gedichtbändchen mit einer Auflage von 1000000 Stück: Wer nie
sein Brot mit Tränen ass,
Wer nie nach kummervollem Tage
vor seinem Teller weinend sass,
Der kennt euch nicht, ihr pilzlichen Mächte.
Ihr führt in Wälder uns hinein,
ihr lasst den Armen fündig werden
dann stolpert er über ´nen Stein
und alle Pilz´ liegen auf Erden.

He, was ist denn mit Dir los! erstens kannte ich Deine Ergüsse nicht, zweitens interessieren sie mich nicht und drittens wäre ich nie so unhöflich geworden wie Du. Aber jetzt muss ich schon sagen behalte doch Deinen alten Hut und Deine 100000 Auflage. Ich bin nicht interessiert. Ich habe einfach im Forum ein bißchen beitragen wollen. Nicht ´mehr auch nicht weniger. Hat mich übrigens schon vor zwei Wochen irritiert, die 0,000Reaktion auf Berts Beitrag bzgl Wahl und Pilze. Der Beitrag war intelligent und wizig.

Gruß Roland Brückner

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Stimmt gar nicht!

Harald Andres Schmid, (vor 7690 Tagen) @ Huperzia

....wurde übrigens bereits 1816 von Schubert vertont.

Im Gegenteil, er weigerte sich, es zu vertonen.
Tut mir leid, wenn ich mich in Euren Streit mische...
Er litt seit einer üppigen Pilzmahlzeit an einem zeitlich vorgezogenen, quasi anachronistischen Equestre-Syndrom und konnte nur noch unter Schmerzen Klavier spielen.
Das hielt ihn davon ab, irgend etwas, das mit Pilzen zu tun hatte, zu vertonen.
Als ihn allerdings ein Freund darauf hinwies, dass das fragliche Gericht nicht Grünlinge, sondern gewöhnlichen Fenchel enthalten hatte, hörten die Beschwerden schlagartig auf.
Musste doch mal richtiggestellt werden, was glaubt ihr eigentlich!!!
Harald Andres

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Re: Stimmt gar nicht!

Roland Brückner, (vor 7690 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Im Gegenteil, er weigerte sich, es zu vertonen.
Tut mir leid, wenn ich mich in Euren Streit mische...
Er litt seit einer üppigen Pilzmahlzeit an einem zeitlich vorgezogenen, quasi
anachronistischen Equestre-Syndrom und konnte nur noch unter Schmerzen
Klavier spielen.
Das hielt ihn davon ab, irgend etwas, das mit Pilzen zu tun hatte, zu
vertonen.
Als ihn allerdings ein Freund darauf hinwies, dass das fragliche Gericht
nicht Grünlinge, sondern gewöhnlichen Fenchel enthalten hatte, hörten die
Beschwerden schlagartig auf.
Musste doch mal richtiggestellt werden, was glaubt ihr eigentlich!!!
Harald Andres

Danke, hab grade meine Frua in Holland angerufen und Ihr das vorgelesennachdem ich Ihr vorher lang und Breit meinen Ärger über H. versucht habe klarzumachen. Wir habenwirklich viel gelacht.
Trags mit Humor, H.

Gruß Roland

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@Roland *PIC*

elfi ⌂, (vor 7690 Tagen) @ Roland Brückner

Hallo Roland,
der tolle Eintrag von Bert ist nicht echolos verhallt,
ich habe mir im Chat die Erlaubnis von Bert zur Kopie
geholt und weltweit verschickt!

Wenn Du mir gestattest Deine Übersetzung zu kopieren,
werde ich sie ebenfalls weitergeben, weil ich sie für
alle Pilzler interessant finde,
also dieser Wolfram, einfach gut!
Grüße
elfi [image]

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Re: @Roland

Huperzia ⌂, (vor 7689 Tagen) @ elfi

Hallo ihr zwei,

was war das denn für ein beitrag?

VG, Tanja

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Re: Pilze und Goethe

Huperzia ⌂, (vor 7689 Tagen) @ Huperzia

Nee, nee du, das ist doch schon alles kalte Stockschwämmchensuppe!
Die Texte sind doch längst bekannt. Ein Auszug aus meinem
Betthupferl-Gedichtbändchen mit einer Auflage von 1000000 Stück: Wer nie
sein Brot mit Tränen ass,
Wer nie nach kummervollem Tage
vor seinem Teller weinend sass,
Der kennt euch nicht, ihr pilzlichen Mächte.

Opfer meiner Müdigkeit ist der text geworden .-(. Es gab nämlich zwei Versionen, einen für die Früh-Pilzsammler und einen für die Abendpilzsammler und ich hab sie leider vermischt. Nun die beiden Originalfassungen von Goethe:

sein Brot mit Tränen ass,
Wer nie nach kummervollem Tage
vor seinem Teller weinend sass,
Der kennt dich nicht, du pilzliche Plage.

oder (auch für jene, die lieber Gallenröhrlinge als gar nichts sammeln):

sein Brot mit Tränen ass,
Wer nie bei bittrem Pilzgerichte
an seinem Teller weinend sass,
Der kennt euch nicht, ihr pilzlichen Mächte.