Hi ajuga,
Besser als ich erwartet hatte.
Der Geruch bei der Zubereitung (wie die anderen auch mit einem Schuss
Olivenöl und einer Prise Salz gebraten) und der Geschmack errinnern sehr
an Coprinus comatus (Schopftintling). Das Fleisch ist aber wesentlich
fester als das des Schopftintlings, was ich als Pluspunkt gegenüber diesem
werte.
den Geruch bei der Zubereitung empfinde ich als Zumutung, stärker als bei L. nuda, der Geschmack entschädigt einen dann aber.
Wer also auch mal probieren will - ich kann ihn empfehlen. Außerdem versteckt
er sich nicht im Wald, sondern wächst auf Wiesen und Weiden und wenn man
einen hat, hat man meist eine ganze Mahlzeit, da der
Lilastiel-Rötelritterling oft massenhaft in Hexenringen auftritt.
tja, wenn er denn überhaupt mal da ist, kann er in größeren Mengen auftreten, aber leider ist er ziemlich selten, manche Pilzbuchautoren sprechen sogar davon, daß man ihn schonen sollte. bei mir hat er sich schon einige Jahre rar gemacht, ich hatte mal einen schönen Ring auf meinem Mistbeet. Ich denke es ist einer der Pilze, die "naturbedingt" nur alle Jubeljahre mal auftreten und dann kann man ihn essen oder auch nicht. Wenn man ihn nicht sammelt scheint er auch nicht häufiger zu wachsen. Vielleicht spielt auch eine Rolle, daß er vielleicht nicht mit den mit Kunstdünger vollgestopften Wiesen zurechtkommt.
Birgit
ajuga