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Erlenschnitzlinge mit Frage (6 Fotos) *PIC*

interhias ⌂, (vor 7679 Tagen)

Servus,

am Wochenende habe ich am Rand einer gemähten Feuchtwiese bei Schwarzerlen diese Erlenschnitzlinge gefunden. Diese Gattung ist neu für mich und ich weiß nicht, ob es sich um den Honiggelben (Alnicola melinoides) oder möglicherweise um den Kahlen Erlenschnitzling (A. scolecina) oder gar eine dritte Art handelt. Die realtiv dunklen Farben und der durchscheinend geriefte Hut sprechen wohl für letzteren, der feinschuppig schorfige Hut wohl eher für ersteren. Wer kennt diese Arten auseinander?

Hier die Fotos mit Beschreibung:
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Beschreibung:
Hut: 1,5-2,5 cm breit, trocken, angedrückt feinschuppig, kastanien- bis haselnussbraun, hygrophan und so ockerbraun ausblassend, Mitte meist etwas dunkler, Rand schwach durchscheinend gerieft;
Stiel: 4-7 cm lang, 0,2-0,3 cm breit, brüchig, hohl, hutfarben, zur Basis hin dunkler werdend bis fast schwarzbraun, längsfaserig, teils drehwüchsig längsfaserig, vor allem in der oberen Hälfte mit weißlichen Faserschuppen, basal weißlich längsfaserig überzogen;
Lamellen: ockerbraun bis haselnussbraun, oft fleckig, bauchig, breit am Stiel angewachsen;
Fleisch: sehr dünnfleischig, schmutzig cremeweiß, am Stielrand wässrig braun; Geruch: schwach, undefinierbar; Geschmack: mild, nussartig;
Sporen: elliptisch bis apfelkernförmig, ohne Keimporus, dickwandig, 9-12 x 5-6, warzig;
Cheilozystiden: nadel- oder säbelförmig schmalzylindrisch, apikal oft kopfig, basal eher spindelig;
Kaulozystiden an der Stielspitze: ähnlich wie Cheilozystiden;

Gruß aus München
Hias

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Re: Erlenschnitzlinge mit Frage (6 Fotos)

Andreas 2, (vor 7679 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,

da hast du recht. Alnicola melinoides ist deutlich heller, gelbockerlich. Deine 2. Art, A. scolecina kann ich nicht ganz ausschließen, diese sollte aber längere, schlankere Sporen (Q>2)haben und im Geschmack deutlich bitter sein. Vielleicht bist nach Abb. und Beschreibung in P.d.Schweiz gegangen? Da bin ich mir aber nicht sicher, ob es sich da wirklich um A. scolecina handelt. Ich komme bei deinem Fund entsprechend deinen ausführlichen Angaben eher auf Alnicola (Naucoria) sphagneti. Den Hut finde ich auf deinen Bildern eher schwach hygrophan und wenig durchscheinend gestreift. Deine Sporenmaße sind zwar schon wieder relativ groß für diese Art, passen aber wohl noch ins Konzept (?)

Gruß Andreas

Servus,
am Wochenende habe ich am Rand einer gem�hten Feuchtwiese bei Schwarzerlen
diese Erlenschnitzlinge gefunden. Diese Gattung ist neu f�r mich und ich
wei� nicht, ob es sich um den Honiggelben (Alnicola melinoides) oder
m�glicherweise um den Kahlen Erlenschnitzling (A. scolecina) oder gar eine
dritte Art handelt. Die realtiv dunklen Farben und der durchscheinend
geriefte Hut sprechen wohl f�r letzteren, der feinschuppig schorfige Hut
wohl eher f�r ersteren. Wer kennt diese Arten auseinander?
Hier die Fotos mit Beschreibung:

Beschreibung: Hut: 1,5-2,5 cm breit, trocken, angedr�ckt feinschuppig,
kastanien- bis haselnussbraun, hygrophan und so ockerbraun ausblassend,
Mitte meist etwas dunkler, Rand schwach durchscheinend gerieft;
Stiel: 4-7 cm lang, 0,2-0,3 cm breit, br�chig, hohl, hutfarben, zur Basis hin
dunkler werdend bis fast schwarzbraun, l�ngsfaserig, teils drehw�chsig
l�ngsfaserig, vor allem in der oberen H�lfte mit wei�lichen Faserschuppen,
basal wei�lich l�ngsfaserig �berzogen;
Lamellen: ockerbraun bis haselnussbraun, oft fleckig, bauchig, breit am Stiel
angewachsen;
Fleisch: sehr d�nnfleischig, schmutzig cremewei�, am Stielrand w�ssrig braun;
Geruch: schwach, undefinierbar; Geschmack: mild, nussartig;
Sporen: elliptisch bis apfelkernf�rmig, ohne Keimporus, dickwandig, 9-12 x
5-6, warzig;
Cheilozystiden: nadel- oder s�belf�rmig schmalzylindrisch, apikal oft kopfig,
basal eher spindelig;
Kaulozystiden an der Stielspitze: �hnlich wie Cheilozystiden;
Gru� aus M�nchen
Hias

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Re: Erlenschnitzlinge mit Frage (6 Fotos)

interhias ⌂, (vor 7679 Tagen) @ Andreas 2

Hallo Hias,
da hast du recht. Alnicola melinoides ist deutlich heller, gelbockerlich.
Deine 2. Art, A. scolecina kann ich nicht ganz ausschließen, diese sollte
aber längere, schlankere Sporen (Q>2)haben und im Geschmack deutlich
bitter sein. Vielleicht bist nach Abb. und Beschreibung in P.d.Schweiz
gegangen?

Stimmt, Andreas, ich habe mich an den Beschreibungen in PdS orientiert. Dort ist scolecina als mild beschrieben. A. sphagneti habe ich wohl nicht ausreichend beachtet, weil in PdS für diese Art keine kopfigen Cheilozystiden angegeben sind.
Grade habe ich mal in den Horak reingeschaut, dort ist A. scolecina als stark bitter angegeben, was wohl definitiv ein Ausschlussgrund wäre. Im selben Horak sind allerdings für A. sphagneti leicht verdrießliche Sporenmaße angegeben (7,5-10 x 5-6).

Jedenfalls bin ich schon nahe dran und die Arten scheinen in der Literatur nicht eben einheitlich beschrieben zu sein.
Vielen Dank für deinen Hinweis!

Gruß
Hias