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Und wieder fällt ein Wald dem Holzschlag zum Opfer *PIC*

Mäxle, (vor 7680 Tagen)

Hallochen

Einer meiner Lieblingswälder ist heute dem Holzschlag zum Opfer gefallen, als ich mich anschickte, diesen Wald wegen seines Reichtums an Herbsttrompeten aufzusuchen. Ich ahnte bereits Schlimmes, als ich mich auf dem Weg dorthin befand und von Ferne die Motorsägen ihres Amtes walten und das dumpfe Dröhnen der zu Boden fallenden Bäume hörte. Ein Seil mit Durchgangsverbotstafeln für Wanderer und Reiter sperrte mir nun auch noch den Weg zu meinem Wald ab. Auf ziemlichen Umwegen gelang es mir schliesslich, meinen Maronenwald zu erreichen, lange begleitet vom mörderischen Klang der Sägen und dem Fallen der mächtigen Bäume. Es ist bereits der fünfte Wald in meiner Gegend, der dieses Jahr dem Holzschlag zum Opfer fällt und damit für lange Zeit unbegehbar sein wird. Noch nie zuvor wurden so viele Wälder in so kurzer Zeit abgeholzt - ein oft trauriger Anblick.

Nun aber zu meinen heutigen Funden: Der gestrige Regen und das milde Wetter haben dem Wachstum der Pilze noch einmal einen Schub versetzt, und ich konnte einen ganzen Korb voller knackiger Maronen und Herbstrotfüssli, Semmelstoppelpilze und Violette Rötelritterlinge nach Hause tragen. Wenn auch die Suche wegen des bereits gefallenen Laubes etwas mühsamer wird, lohnt sich ein Waldgang immer noch (speziell an Hans Hurter gerichtet!).

Sind sie nicht schön?

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Eine Augenweide sind auch sie immer wieder:

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Rosarote Schleimpilze bedecken einen Baumstumpf:

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Sie versteht es immer wieder, durch ihren Geruch auf sich aufmerksam zu machen:

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Zu guter Letzt eine (Perl?)-Pilzin im Hochzeitskleid:

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Nachdem es die nächsten Tage noch mild bleiben soll, dürfen wir wohl auch weiterhin mit einigen Funden rechnen.

Pilzige Grüessli vom Mäxle.

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Re: Und wieder fällt ein Wald dem Holzschlag zum O

amanita, (vor 7680 Tagen) @ Mäxle

Hallochen
Einer meiner Lieblingswälder ist heute dem Holzschlag zum Opfer gefallen, als
ich mich anschickte, diesen Wald wegen seines Reichtums an Herbsttrompeten
aufzusuchen. Ich ahnte bereits Schlimmes, als ich mich auf dem Weg dorthin
befand und von Ferne die Motorsägen ihres Amtes walten und das dumpfe
Dröhnen der zu Boden fallenden Bäume hörte. Ein Seil mit
Durchgangsverbotstafeln für Wanderer und Reiter sperrte mir nun auch noch
den Weg zu meinem Wald ab. Auf ziemlichen Umwegen gelang es mir
schliesslich, meinen Maronenwald zu erreichen, lange begleitet vom
mörderischen Klang der Sägen und dem Fallen der mächtigen Bäume. Es ist
bereits der fünfte Wald in meiner Gegend, der dieses Jahr dem Holzschlag
zum Opfer fällt und damit für lange Zeit unbegehbar sein wird. Noch nie
zuvor wurden so viele Wälder in so kurzer Zeit abgeholzt - ein oft
trauriger Anblick.
Nun aber zu meinen heutigen Funden: Der gestrige Regen und das milde Wetter
haben dem Wachstum der Pilze noch einmal einen Schub versetzt, und ich
konnte einen ganzen Korb voller knackiger Maronen und Herbstrotfüssli,
Semmelstoppelpilze und Violette Rötelritterlinge nach Hause tragen. Wenn
auch die Suche wegen des bereits gefallenen Laubes etwas mühsamer wird,
lohnt sich ein Waldgang immer noch (speziell an Hans Hurter gerichtet!).
Sind sie nicht schön?

Eine Augenweide sind auch sie immer wieder:
Rosarote Schleimpilze bedecken einen Baumstumpf:
Sie versteht es immer wieder, durch ihren Geruch auf sich aufmerksam zu
machen:
Zu guter Letzt eine (Perl?)-Pilzin im Hochzeitskleid:
Nachdem es die nächsten Tage noch mild bleiben soll, dürfen wir wohl auch
weiterhin mit einigen Funden rechnen.
Pilzige Grüessli vom Mäxle.

hHlloMäxle.
Lass Dich nicht entmutigen!!!
Auch bei mir haben Sie die Wälder abgeholzt und trotzdem kommen die Pilze auch dort wieder. Manchmal sogar mehr als vorher.
MlG
Amanita

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Re: Und wieder fällt ein Wald dem Holzschlag zum O

Schwammerlkönig, (vor 7679 Tagen) @ Mäxle

Hallo Mäxle,
schade wenn man sowas hört, da blutet einem immer wieder das Herz :-((
Aber leider nicht zu ändern.
Übrigens der rosarote Schleimpilz ist ein Blutmilchpilz. Schön deine Grünspanträuschlinge :-)

LG Peter

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Re: Und wieder fällt ein Wald dem Holzschlag zum O

Dedimyk, (vor 7679 Tagen) @ Mäxle

Hallo Mäxle,

nicht traurig sein, das ist nun mal der Lauf der Dinge.Die Waldbesitzer wollen auch mal cash machen. Natürlich ist es für die Mykologen traurig, wenn ein gutes "Jagdrevier" den Motorsägen zum Opfer fällt, mir geht es immer genauso.
Ich habe aber die Erkenntnis gewonnen, daß das Ausholzen auch von Vorteil sein kann, denn erfahrungsgemäß erholt sich das entsprechende Gebiet nach 1 -3 Jahren komplett wieder und ist meistens ertrags,- und artenreicher als vorher.
Natürlich einigermaßen pflegliche Fällung und Abtransport unterstellt.In einigen meiner Sammelgebieten wird sogar noch mit Rückepferden gearbeitet, die den geringsten Schaden hinterlassen.
Also Mäxle, das wird schon wieder.

Herzliche Grüße Detlef

Hallochen
Einer meiner Lieblingswälder ist heute dem Holzschlag zum Opfer gefallen, als
ich mich anschickte, diesen Wald wegen seines Reichtums an Herbsttrompeten
aufzusuchen. Ich ahnte bereits Schlimmes, als ich mich auf dem Weg dorthin
befand und von Ferne die Motorsägen ihres Amtes walten und das dumpfe
Dröhnen der zu Boden fallenden Bäume hörte. Ein Seil mit
Durchgangsverbotstafeln für Wanderer und Reiter sperrte mir nun auch noch
den Weg zu meinem Wald ab. Auf ziemlichen Umwegen gelang es mir
schliesslich, meinen Maronenwald zu erreichen, lange begleitet vom
mörderischen Klang der Sägen und dem Fallen der mächtigen Bäume. Es ist
bereits der fünfte Wald in meiner Gegend, der dieses Jahr dem Holzschlag
zum Opfer fällt und damit für lange Zeit unbegehbar sein wird. Noch nie
zuvor wurden so viele Wälder in so kurzer Zeit abgeholzt - ein oft
trauriger Anblick.
Nun aber zu meinen heutigen Funden: Der gestrige Regen und das milde Wetter
haben dem Wachstum der Pilze noch einmal einen Schub versetzt, und ich
konnte einen ganzen Korb voller knackiger Maronen und Herbstrotfüssli,
Semmelstoppelpilze und Violette Rötelritterlinge nach Hause tragen. Wenn
auch die Suche wegen des bereits gefallenen Laubes etwas mühsamer wird,
lohnt sich ein Waldgang immer noch (speziell an Hans Hurter gerichtet!).
Sind sie nicht schön?

Eine Augenweide sind auch sie immer wieder:
Rosarote Schleimpilze bedecken einen Baumstumpf:
Sie versteht es immer wieder, durch ihren Geruch auf sich aufmerksam zu
machen:
Zu guter Letzt eine (Perl?)-Pilzin im Hochzeitskleid:
Nachdem es die nächsten Tage noch mild bleiben soll, dürfen wir wohl auch
weiterhin mit einigen Funden rechnen.
Pilzige Grüessli vom Mäxle.

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Und wieder waechst auch in der Schweiz...

Christoph G, (vor 7679 Tagen) @ Mäxle

.... dieses Jahr MEHR Holz nach wie geerntet wird. Klar ist es traurig, wenn es grad der Lieblingswald ist, der im Forstwirtschaftsplan an der Reihe ist.Und ueber verschiedene Holzernteverfahren kann man trefflich streiten und diskutieren. Aber wer lieber heimisches Holz nutzt, als ueber tausende von Km aus Sibirien herbeigekarrtes, das oft aus echten Urwaeldern stammt, der wird auch ein gewisses Verstaendnis dafuer aufbringen, das zum Wald auch die Holznutzung gehoert. Und die Maenner mit der Motorsaege, verdienen ihre Broetchen mit harter koerperlicher und sehr gefaehrlicher Arbeit....

LG Christoph

Hallochen
Einer meiner Lieblingswälder ist heute dem Holzschlag zum Opfer gefallen, als
ich mich anschickte, diesen Wald wegen seines Reichtums an Herbsttrompeten
aufzusuchen. Ich ahnte bereits Schlimmes, als ich mich auf dem Weg dorthin
befand und von Ferne die Motorsägen ihres Amtes walten und das dumpfe
Dröhnen der zu Boden fallenden Bäume hörte. Ein Seil mit
Durchgangsverbotstafeln für Wanderer und Reiter sperrte mir nun auch noch
den Weg zu meinem Wald ab. Auf ziemlichen Umwegen gelang es mir
schliesslich, meinen Maronenwald zu erreichen, lange begleitet vom
mörderischen Klang der Sägen und dem Fallen der mächtigen Bäume. Es ist
bereits der fünfte Wald in meiner Gegend, der dieses Jahr dem Holzschlag
zum Opfer fällt und damit für lange Zeit unbegehbar sein wird. Noch nie
zuvor wurden so viele Wälder in so kurzer Zeit abgeholzt - ein oft
trauriger Anblick.
Nun aber zu meinen heutigen Funden: Der gestrige Regen und das milde Wetter
haben dem Wachstum der Pilze noch einmal einen Schub versetzt, und ich
konnte einen ganzen Korb voller knackiger Maronen und Herbstrotfüssli,
Semmelstoppelpilze und Violette Rötelritterlinge nach Hause tragen. Wenn
auch die Suche wegen des bereits gefallenen Laubes etwas mühsamer wird,
lohnt sich ein Waldgang immer noch (speziell an Hans Hurter gerichtet!).
Sind sie nicht schön?

Eine Augenweide sind auch sie immer wieder:
Rosarote Schleimpilze bedecken einen Baumstumpf:
Sie versteht es immer wieder, durch ihren Geruch auf sich aufmerksam zu
machen:
Zu guter Letzt eine (Perl?)-Pilzin im Hochzeitskleid:
Nachdem es die nächsten Tage noch mild bleiben soll, dürfen wir wohl auch
weiterhin mit einigen Funden rechnen.
Pilzige Grüessli vom Mäxle.

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Re: Und wieder waechst auch in der Schweiz...

Werner, (vor 7679 Tagen) @ Christoph G

.... dieses Jahr MEHR Holz nach wie geerntet wird. Klar ist es traurig, wenn
es grad der Lieblingswald ist, der im Forstwirtschaftsplan an der Reihe
ist.Und ueber verschiedene Holzernteverfahren kann man trefflich streiten
und diskutieren. Aber wer lieber heimisches Holz nutzt, als ueber tausende
von Km aus Sibirien herbeigekarrtes, das oft aus echten Urwaeldern stammt,
der wird auch ein gewisses Verstaendnis dafuer aufbringen, das zum Wald
auch die Holznutzung gehoert. Und die Maenner mit der Motorsaege,
verdienen ihre Broetchen mit harter koerperlicher und sehr gefaehrlicher
Arbeit....

Nun ja, Du hast damit sicherlich tlw. recht. Aber hier werden halt wunderschöne alte Baumbestände oft ratzekahl mit großen Maschinen niedergemäht, die noch dazu eine Mondkraterlandschaft hinterlassen. Bei Forsten halte ich die Nutzung auch für normal. Komisch wird es allerdings, wenn man zum Beispiel in NSGs abgeholzte Bäume findet - dort, wo andererseits das Betreten zum Pilzesammeln verboten ist, weil die Natur ja vor uns Trampeltieren geschützt werden muß. Oder wenn wirklich alte, naturbelassene Mischwälder plötzlich niedergewalzt wurden. Siehe dazu auch das neue bayerische Forstgesetz, das nur die wirtschaftliche Nutzung nur noch weiter ausgedehnt hat. Dagegen werden immer mehr der wenigen naturbelassenen Waldstückchen als NSG ausgewiesen und wir hätten dort eigentlich gar kein Recht mehr, nach Pilzen zu suchen. Seltene Arten wachsen halt meist nicht in den Forsten und sind mit dem Abholzen oft rettungslos verloren. Klar, für Steini- und Pfiffifreunde gibt es immer noch genug. Trotzdem sehe ich das radikale Abholzen von Waldstücken mit Grausen - nicht das sinnvolle Ausholzen und Stehenlassen von Bäumen. Das kommt aber leider viel zu selten vor, da es ja wirtschaftlich viel ertragreicher ist, eine Fläche komplett abzusägen, als einzelne Bäume rauszuholen.

Gruß,

Werner