Re: kultivieren Rötelritterlinge?
Herlichen Dank Josy für die ausführliche Hilfe und vorallem die Links.
Ich werde es nächstes Jahr mal probieren, wahrscheinlich dann mit Stockschwämmchen (sammel die nicht mehr wg. der Verwechslungsgefahr) und mit den Rötelritterlingen - da das anscheinend was schneller geht als die Holzbewohner. :))
Sollte ich Erfolg haben,
werde ich beizeiten Bericht erstatten. Falls nicht, bleibt als Trost der eigene Garten, dort wachsen bei uns z.Z. erstaunlich sehr viel verschiedene Pilze - als da wären:
Glimmertintlinge on mass
Kartoffelboviste
Kahle Kremplinge
irgendwelche Champignons
graue Täublinge (weiß nicht ob man die essen kann)
viele Fichtenreizker (schmecken gar nicht mal schlecht)
eine ganze Kolonie Schwarzblauende Röhrlinge (liegen nun im Froster *g*)
und noch grünfleckige Röhrlinge.
Alles in allem haben wir dieses Jahr mehr Pilze im Garten als im Wald gefunden. Und heut ist übrigens zum ersten mal im Garten auch ein Fliegenpilz erschienen.
Pilzreste werde ich zukünftig unter die Bäume im Garten werfen, vielleicht bringt das ja auf Dauer auch mal was hervor.:)
xo olaf
Hallo Olaf,
das sicherste und auch billigste ist, du besorgst dir im Frühjahr frisches
Laubholz mit intakter Rinde (ganz wichtig!!!) (am besten Eiche, Ahorn,
"borkige" Birke, Kastanie oder Obstbaumholz, z.B. Äste ab 10 cm
Dicke aufwärts, lieber keine Buche, wie vielfach empfohlen, da die Rinde
der Buche sehr dünn ist und leicht abblättert und dies für die Kultur
extrem nachteilig ist)...
suchst dir einen schattigen und windgeschützen Platz im Garten, klopfst ein
paar Impfdübel von Austernpilz, Shiitake oder Samtfußrübling rein ...(gute
Erfahrungen wie bereits genannt mit www.fungi.at ) , informierst dich
noch ein wenig im Netz (gute Infos siehe obiges Posting) und wartest der
Dinge die dann so kommen...
Der Aufwand ist sehr gering (eigentlich nur das Impfen und später ggf. das
Eingraben der Stämme bzw. Äste) und der Preis der Impfdübel auch recht
erträglich (35 Stück 3,00 €, du brauchst pro Stamm mit einem Meter Länge
etwa 10-12 Stück).
Sofern du keine riesigen Fehler machst (z.B. die Stämme in der prallen Sonne
lagerst oder die Impfdübel vorher verschmutzt) ist das Auftreten von
Pilzen nahezu sicher! Es kann wie ich bereits erwähnt habe allerdings - je
nach Pilz- und Holzart bis zu 3 oder auch 4 Jahren dauern - bis die ersten
Pilze wachsen. Eher lange dauert vor allem Shiitake, Austernpilz geht
etwas schneller (meist 1 bis 2 Jahre).
Die Pilze erscheinen dann unregelmäßig meist nach Regenperioden oder auch
nach Nachtfrösten in Schlechtwetterperioden im Herbst, teilweise auch im
Frühjahr (so hat das Sauwetter auch sein Gutes). Am besten baust du gleich
ein paar verschiedene Pilzarten an, so hast du öfters welche. Der Grund
ist der, dass die Pilze immer zu unterschiedlichen Zeiten fruchten, und
man nie genau weis wann. Austernpilze z.B. hab ich schon geerntet bei
Trockenheit und 30 Grad im August genauso wie nach einer harten
Frostperiode mit bis zu -25 Grad im Februar. Als der Schnee weg war, waren
sie da...
Also wie gesagt, die Holzmethode ist auch was für Anfänger wie dich, du musst
nur Geduld haben.
Dann viel Erfolg! Vielleicht kannst du dann ja von deinen Erfolgen
berichten...
Josy