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Erlentäubling mit Mikroskopierfrage, 4 Fotos *PIC*

interhias ⌂, (vor 7672 Tagen)

Servus,

beim Streifzug durch sumpfige Erlenbrüche im Oberland (700 m) bin ich vermutlich auf den Erlentäubling (Russula alnetorum) gestoßen:

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Ein paar Fragen hätte ich zu den folgenden Huhautbildchen dieses Täublings:
Die keuligen Zellen mit dem körnigen Inhalt sind Pileozystiden, oder? Und was sind diese relativ kurz septierten Hyphenketten, einfach Huthauthypen oder "Haare"? Und in welchen Elementen steckt das rötliche Pigment?

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In Pilze der Schweiz habe ich gelesen, dass zur Untersuchung der Huthaut ein Stück davon "in feinste Teile zerrissen und eingefärbt" wird. Womit eingefärbt? Und was sieht man dann, was man in Wasser nicht sieht?

Gruß aus München
Hias

Fast vergessen,
hier noch die Beschreibung des Täublings:
Hut: 3,5 cm breit, rosaviolett, in der Mitte dunkler, am Rand schwach wellig gerieft, Huthaut zu 2/3 abziehbar;
Lamellen: cremefarben, dick, Schneiden fein bereift;
Stiel: 4,5 cm lang, bis 1,2 cm breit, orangebräunlich und weißlich längsfaserig, voll bis schwammig;
Fleisch: blass cremegelb, im Stiel am Rand dunkler braun; Geruch: fehlend; Geschmack: schärflich bis scharf, nach kurzer Zeit jedoch mild;
Basidien: 4-sporig; Cheilozystiden: eiszapfenförmig, fast alle mit zipfeligem Fortsatz; Pleurozystiden: keine gesehen; Sporen: rundelliptisch, 9,5-11 x 6-8, Ornament aus groben Warzen und kurzen Graten, bisweilen mit netzigen Verbindungen, Ornament 0,8-1 µm vorstehend; Sporenpulver: cremefarben;

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Re: Erlentäubling mit Mikroskopierfrage, 4 Fotos

Markus Wilhelm ⌂, (vor 7672 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,

das könnte durchaus der Erlentäubling sein. Die grossen, keulenförmigen Elemente sind Pileozystiden, die schmalen
Endzellen nennt man Haare oder auch Primordialhyphen. Das Pigment ist meist in diesen und in den darunterliegenden Hyhen vorhanden.
Ich betrachte die Huthaut (man zieht ein sehr kleines Stückchen ab) immer zuerst in Wasser, dann manchmal in Kongo. Die eventuell vorhandenen Inkrustierungen sieht man meist auch so, es braucht aber etwas Übung! Die Anfärbung mit Karbolfuchsin mache ich kaum, da man da mit starken Säuren hantieren muss.
Wichtig ist einfach, dass man wirklich nur mit sehr kleinen Stücken arbeitet, die Huthaut ist nämlich oft recht zäh!

Mit Grüssen, Markus

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Re: Erlentäubling mit Mikroskopierfrage, 4 Fotos

interhias ⌂, (vor 7671 Tagen) @ Markus Wilhelm

Danke für deine Tipps, Markus!

Mal sehen, ob die Saison noch ein paar Täublinge zum Üben hergibt...

Gruß
Hias