Untreue wird bestraft. Mit Rißpilz! *PIC*
Hallo Pilzfreunde,
am (in Sachsen) langen Wochenende bin ich mir selber untreu geworden und habe den nächst erreichbaren Wald aufgesucht. Immerhin schon zum zweiten Male in diesem Jahr. Allererster Eindruck, nachdem ich mich an das Halbdunkel gewöhnt hatte: C. metachroa (Staubfüßiger Trichterling) steht in voller Blüte, und es wird Zeit sich zu erinnern, wo der Weihnachtsbaumständer abgeblieben ist.
Und prompt fand ich Rißpilze, eine Riesenmenge unter Kiefern.
Kleine Burschen, Hut max. 3 cm breit. Jung mit Velum, Stiel knollig und gänzlich bereift. Kein auffälliger Geruch. Nicht selten langgezogene rötliche Flecken auf dem Hut. Dort ist das Fleisch ca. 1 mm tief weinrot bis fast violett, sonst überall weißlich.
Mikroskopisch habe ich die Pilze noch nicht allzu gründlich examiniert, aber in etwa sieht das so aus:
Sporen 7,5-9,4 x 5-6,2 µm.
Hat da jemand einen hilfreichen Wink?
Dafür verspreche ich auch, nichts zu den ebenfalls entdeckten Weichritterlingen zu fragen.
In den heimatlichen Gefilden gab´s (für mich) noch ein Highlight auf altem Pappelschredder einer Rodungsfläche. Ich schaue mir den Ort regelmäßig an, weil dort hin und wieder interessante Arten erscheinen, z.B. Falbe Ackerlinge. Diesmal war es eine gigantische Menge des Steifstieligen Mürblings Psathyrella conopilus. Den Pilzwald hat ja Georg patentieren lassen, also zeige ich nur Einzelexemplare von ganz frisch bis vornehm verblasst.
Beste Grüße! Pilzmel