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Fotos von heute *PIC*

Andreas W, (vor 7662 Tagen)

Ich war heute mit Marcel (Nickname Abt) auf Tour nach Boitze (Lk Lüneburg).
Gesichtet wurden Krause Glucke, parasitische Scheidlinge, Nebelgraue Trichterlinge, schwärzende Saftlinge, Erd-Ritterlinge, gelbblättrige Hautköpfe (noch in Lüneburg), Maronenröhrlinge (viele schon angeschimmelt), Pfifferlinge, Wald-Champignons, Anis-Champignons, Pfeffer-Röhrlinge, Safran-Schirmlinge, Butter-Röhrlinge und einige mehr. So langsam scheint sich das Pilzjahr jedoch zu verabschieden. In der Nähe unseres Parkplatzes in Boitze fanden wir zur Einstimmung ein wahres Prachtexemplar:

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Flockenstieliger Hexenröhrling (Boletus erythropus)

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Erd-Warzenpilze (Thelephora terrestris)

Und natürlich gibt es auch ein paar Pilze, die wir beide nicht kannten:

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1. Dieser Helmling (?) ist an den Enden des Stiels gelb gefärbt.

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2. Diesen Helmling hab ich leider nicht von unten fotografiert (Ich Dussel!)

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3. Auch zu diesem Pilz fiel uns nicht viel ein...

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4. ... und hierzu fällt evtl. Euch nicht viel ein :-)

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5. Von unten sah dieser Pilz so ähnlich aus wie Hallimasch, jedoch bißchen schwarz von unten am Ring. Die rötliche Farbe der Lamellen kommt daher, daß bei dem herrlichen Wetter das Licht durch den Hut schien, eigentlich waren die Lamellen schmutzig-weiß bis beige. Die Hutform erscheint mir eigentlich aber einem Schirmpilz eher angemessen als einem Hallimasch. Leichte Schuppung auf dem Hut ist vorhanden, auf dem Foto jedoch nicht sonderlich gut zu erkennen.

Wer kann weiterhelfen?

Liebe Grüße

Andreas

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Tipp - Becherling *PIC*

Gelbfieber, (vor 7662 Tagen) @ Andreas W

Hallo und guten Abend Andreas,

die Größe, der Standort und die Außenseite des Becherlings sprechen m. E. für Otidea bufonia den Kröten-Öhrling.

Alles Gute

[image] http://www.naturfoto-kontor.de

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Re: Tipp - Becherling *PIC*

Andreas W, (vor 7662 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo und guten Abend Andreas,
die Größe, der Standort und die Außenseite des Becherlings sprechen m. E. für
Otidea bufonia den Kröten-Öhrling.
Alles Gute

Der Fundort war im Kiefer-/Fichten-Mischwald. Otidea bufonia soll eigentlich im Flachland nur in Brandenburg vorkommen. Mein Fundort wäre aber NO-Niedersachsen.
Ich bin eigentlich eher für Otidea alutacea, zumal der linke Öhrling eindeutig auch ledergelb ist und zwei verschiedene Arten wohl kaum so dicht nebeneinander wachsen.

Am 09.10.03 fand ich folgenden Öhrling in der Nähe von Gifkendorf bzw. Gut Solchstorf (Landkreis Uelzen) in einem Buchenwald. Diese Fundstelle lag ca. 15 km westlich von der heutigen. Nach längerer Diskussion entschied ich mich, den ebenfalls unter Otidea alutacea zu verbuchen. Hier im Forum gab es seinerzeit kaum Einigkeit, eher Kopfschütteln und viele Fragezeichen. Ich denke, das wird dieselbe Art sein, wie ich heute gefunden habe.

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LG

Andreas

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Ach was ........

Gelbfieber, (vor 7662 Tagen) @ Andreas W

Hallo Andreas,

du schreibst ………….“ Otidea bufonia soll eigentlich im Flachland nur in Brandenburg vorkommen“ ………… ach was, den finde ich jedes Jahr in meinem Revier ca. 15Km südlich von Uelzen.
Schau wo überall O. bufonia bereits in Niedersachsen kartiert wurde:
http://www.synopwin.de/nds/testsqlart.php4?csuchsatz=dyf
Für O. alutacea sind deine Frkp. zu dunkel.

Tschüß
Gelbfieber

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Re: Fotos von heute

Schwammerlkönig, (vor 7662 Tagen) @ Andreas W

Hallo Andreas,
dein Helmling, den du nicht von unten fotografiert hast, könnte evtl. der dehnbare Helmling sein, Mycena epipterygia. Schau mal ob du die Huthaut mit den Fingern nehmen kannst und nach oben ziehen, das wäre ein Indiz dafür.
LG Peter

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Re: Ach was ........

Andreas W, (vor 7662 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Andreas,
du schreibst ………….“ Otidea bufonia soll eigentlich im Flachland nur in
Brandenburg vorkommen“ ………… ach was, den finde ich jedes Jahr in meinem
Revier ca. 15Km südlich von Uelzen.
Schau wo überall O. bufonia bereits in Niedersachsen kartiert wurde:
http://www.synopwin.de/nds/testsqlart.php4?csuchsatz=dyf
Für O. alutacea sind deine Frkp. zu dunkel.
Tschüß
Gelbfieber

Ich glaub, ich schmeiß bald den Gerhardt in die Ecke.
Ich zitiere mal daraus zum Vorkommen des Kröten-Öhrlings:
"VIII-X; im Laub- und Nadelwald, bisher unter Fichten, im Kiefern-Eichen-Mischwald sowie im reinen Eichenwald festgestellt"

und zum Ledergelben Öhrling:
"VIII-X; im Laub- und Mischwald, unter Kiefern und Eichen, auf Sandböden"

Mikroskopisch untersuchen zu lassen, bringt auch nichts, weil die Sporen von beiden Pilzen bis auf minimale Größenunterschiede identisch sind (schlank spindelförmig, 14-16x6-7µ bzw. 13-16x6-7,5µ).

Der erste Fund war im reinen Buchenwald, der zweite Fund im Nadelwald (die nächsten Laubbäume waren mindestens 100 Meter entfernt) und unzweifelhaft Sandböden, da es sich bei beiden Funden um eine eiszeitliche Seitenmoräne handelt. Wenn Du schreibst, für Otidea alutacea sind die Öhrlinge zu dunkel, dann ist der linke Öhrling des heutigen Fundes jedoch zu hell. Dafür hat er jedoch einen lila Hauch auf der Außenseite, genauso wie der Fund von vor 2 Jahren, wo Otidea bufonia gar nicht diskutiert wurde.

Also mal kurz zusammengefaßt: Fund 1 stimmt vom Standort her nicht, Fund 2 fast.
Die Farben passen wohl weder komplett auf den einen, noch den anderen und die Frage ist für mich dann, welches Merkmal wirklich das entscheidende ist, wenn man mikroskopisch auch nicht weiter kommen kann. Vielleicht der lila Hauch? :-)

Und vor allem Frage ich mich, woher die Melder der Pilzkartierung denn diese Sicherheit bei der Bestimmung nehmen. Oder liegt es wirklich nur an der bescheidenen Beschreibung bei Gerhardt. Aber in meinen anderen Pilzbüchern (soviele hab ich leider nicht) ist der Kröten-Öhrling noch nicht einmal erwähnt.

LG

Andreas

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Re: Ach was ........

Jens ⌂, (vor 7661 Tagen) @ Andreas W

Hallo Andreas,

schmeiß den Gerhardt nicht in die Ecke, hat er nicht verdient.
Du hast den Text einfach falsch interpretiert.
Dort steht: selten, im Flachland lokal stärker verbreitet (Brandenburg).
Das heißt erstens, daß die Art im Flachland sogar eher häufiger als im Gebirge anzutreffen ist. Als Beispiel für größere Vorkommen gibt Gerhardt dann Brandenburg an, wahrscheinlich weil er sich dort als Berliner besonders auskennt.
Der Text schließt nicht aus, daß die Art auch in anderen BL im Flachland vorkommt.

Gruß Jens

Ich glaub, ich schmeiß bald den Gerhardt in die Ecke.

Ich zitiere mal daraus zum Vorkommen des Kröten-Öhrlings: "VIII-X; im
Laub- und Nadelwald, bisher unter Fichten, im Kiefern-Eichen-Mischwald
sowie im reinen Eichenwald festgestellt"
und zum Ledergelben Öhrling: "VIII-X; im Laub- und Mischwald, unter
Kiefern und Eichen, auf Sandböden"
Mikroskopisch untersuchen zu lassen, bringt auch nichts, weil die Sporen von
beiden Pilzen bis auf minimale Größenunterschiede identisch sind (schlank
spindelförmig, 14-16x6-7µ bzw. 13-16x6-7,5µ).
Der erste Fund war im reinen Buchenwald, der zweite Fund im Nadelwald (die
nächsten Laubbäume waren mindestens 100 Meter entfernt) und unzweifelhaft
Sandböden, da es sich bei beiden Funden um eine eiszeitliche Seitenmoräne
handelt. Wenn Du schreibst, für Otidea alutacea sind die Öhrlinge zu
dunkel, dann ist der linke Öhrling des heutigen Fundes jedoch zu hell.
Dafür hat er jedoch einen lila Hauch auf der Außenseite, genauso wie der
Fund von vor 2 Jahren, wo Otidea bufonia gar nicht diskutiert wurde.
Also mal kurz zusammengefaßt: Fund 1 stimmt vom Standort her nicht, Fund 2
fast.
Die Farben passen wohl weder komplett auf den einen, noch den anderen und die
Frage ist für mich dann, welches Merkmal wirklich das entscheidende ist,
wenn man mikroskopisch auch nicht weiter kommen kann. Vielleicht der lila
Hauch? :-)
Und vor allem Frage ich mich, woher die Melder der Pilzkartierung denn diese
Sicherheit bei der Bestimmung nehmen. Oder liegt es wirklich nur an der
bescheidenen Beschreibung bei Gerhardt. Aber in meinen anderen Pilzbüchern
(soviele hab ich leider nicht) ist der Kröten-Öhrling noch nicht einmal
erwähnt.
LG
Andreas