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Re: Ach was ........

Jens ⌂, (vor 7671 Tagen) 1.110 Beiträge @ Andreas W

Hallo Andreas,

schmeiß den Gerhardt nicht in die Ecke, hat er nicht verdient.
Du hast den Text einfach falsch interpretiert.
Dort steht: selten, im Flachland lokal stärker verbreitet (Brandenburg).
Das heißt erstens, daß die Art im Flachland sogar eher häufiger als im Gebirge anzutreffen ist. Als Beispiel für größere Vorkommen gibt Gerhardt dann Brandenburg an, wahrscheinlich weil er sich dort als Berliner besonders auskennt.
Der Text schließt nicht aus, daß die Art auch in anderen BL im Flachland vorkommt.

Gruß Jens

Ich glaub, ich schmeiß bald den Gerhardt in die Ecke.

Ich zitiere mal daraus zum Vorkommen des Kröten-Öhrlings: "VIII-X; im
Laub- und Nadelwald, bisher unter Fichten, im Kiefern-Eichen-Mischwald
sowie im reinen Eichenwald festgestellt"
und zum Ledergelben Öhrling: "VIII-X; im Laub- und Mischwald, unter
Kiefern und Eichen, auf Sandböden"
Mikroskopisch untersuchen zu lassen, bringt auch nichts, weil die Sporen von
beiden Pilzen bis auf minimale Größenunterschiede identisch sind (schlank
spindelförmig, 14-16x6-7µ bzw. 13-16x6-7,5µ).
Der erste Fund war im reinen Buchenwald, der zweite Fund im Nadelwald (die
nächsten Laubbäume waren mindestens 100 Meter entfernt) und unzweifelhaft
Sandböden, da es sich bei beiden Funden um eine eiszeitliche Seitenmoräne
handelt. Wenn Du schreibst, für Otidea alutacea sind die Öhrlinge zu
dunkel, dann ist der linke Öhrling des heutigen Fundes jedoch zu hell.
Dafür hat er jedoch einen lila Hauch auf der Außenseite, genauso wie der
Fund von vor 2 Jahren, wo Otidea bufonia gar nicht diskutiert wurde.
Also mal kurz zusammengefaßt: Fund 1 stimmt vom Standort her nicht, Fund 2
fast.
Die Farben passen wohl weder komplett auf den einen, noch den anderen und die
Frage ist für mich dann, welches Merkmal wirklich das entscheidende ist,
wenn man mikroskopisch auch nicht weiter kommen kann. Vielleicht der lila
Hauch? :-)
Und vor allem Frage ich mich, woher die Melder der Pilzkartierung denn diese
Sicherheit bei der Bestimmung nehmen. Oder liegt es wirklich nur an der
bescheidenen Beschreibung bei Gerhardt. Aber in meinen anderen Pilzbüchern
(soviele hab ich leider nicht) ist der Kröten-Öhrling noch nicht einmal
erwähnt.
LG
Andreas

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