Hallo Marcel,
schönes Foto! Das dürfte schon ein Tintling sein! Ich bewunderte die üppige
Pilzflora des Masoalahauses schon öfters.
Aber es ist kaum möglich, diese Pilze zu bestimmen: Tropische Pilze sind kaum
in einem Buch behandelt, sondern in unzähligen Zeitschriften verteilt!
Dazu kommt, dass in einem Tropenhaus sowohl einheimische wie auch fremde
Hölzer vorhanden sind, man weiss also nie, woran man ist. So sind
vorläufig im Masoalahaus nur wenige Pflanzen aus Madagskar vorhanden, mehr
von anderen Tropenregionen.
Mit vielen Grüsen, Markus
Hallo Markus und alle anderen Tropenhausstöberer,
Nicht immer ist es sooo schwierig, die exotischen Pilze in den Tropenhäusern zu bestimmen und nicht alles was dort wächst ist auch tatsächlich tropischen Ursprungs. Im nächsten Heft der Zeitschrift "Boletus" wird ein Artikel von mir enthalten sein, der die Pilzfunde der Jenaer Tropenhäuser beschreibt. Das waren etwa 30 Arten, von denen rund ein Drittel einheimische Arten waren. Z.B. Grünblättriger Schwefelkopf, Mycena acicula oder auch Mycenella trachyspora.
Es waren allerdings auch schwer bestimmbare Sachen dabei, wie exotische Hydropus-Arten und natürlich etliche Schirmlingsverwandte. Und gerade diese liegen mir besonders am Herzen. Wenn also jemand Schirmlingsartige Kollektionen in Warmhäusern findet bin ich immer an Material interessiert. So hat z.B. Herr Gubitz in Bayreuth eine offensichtlich unbeschriebene Lepiota in "seinen" Gewächshäusern, aus der Helveola-Gruppe, aber mit extrem kleinen Sporen und auffallendem Mehlgeruch! Und in München hatte ich ebenso wie in Jena eine unbeschriebene Hydropus-Art, in jena noch zusätzlich eine crepidotoid wachsende unbeschriebene Rhodocybe.
Auch Xylaria-Arten waren bei mir zwei vorhanden, beides tropische Arten (X. arbuscula agg., X. schweinizii/nigrescens).
Bin immer an Funden aus den Tropenhäusern interessiert, sofern sie gut dokumentiert sind. Gerade Mycena und Hydropus bereiten mir allerdings aus Herbarmeterial ziemliche Schwierigkeiten ...
beste Grüße,
Andreas