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Ölbaumpilz

karin Montag, (vor 9538 Tagen)

In meinem Untersuchungsgebiet (Lebach, Saarland) fruktifiziert seit 12 Tagen ein Ölbaumpilz Omphalodes illudens in einem grossen, geschätzt ca. 2 kg schweren Büschel am Grund eines Eichenstubbens. Die einzelnen Fruchtkörper (etwa 40 - 50) sind inzwischen mehr oder weniger überständig, tief trichterig und bis zu 15 cm im Durchmesser gross. Frage: Ist hier ein Forscher oder eine Forscherin, der/die sich mit den intensiv färbenden Pigmenten oder mit den biochemischen Ursachen der Bioluminiszenz beschäftigt und die Pilze gebrauchen könnte?
Falls ja, in welchem Zustand (z.B. eingefroren) soll ich ihm/ihr sie zukommen lassen? Ich könnte sie z.B. nach Regensburg mitbringen, aber sie sind schon fast matschig und da es hier seit gestern unablässig in Strömen regnet, werden die bestimmt nicht besser.
Also: Trocknen oder einfrieren oder sie am Standort lassen?
Karin

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Re: Ölbaumpilz

Helgo Bran, (vor 9538 Tagen) @ karin Montag

Glückwunsch zu dem doch recht seltenen Fund! Das Leuchten der Lamellen ist sehr schwach (nach unserer Beobachtung in Italien), jedenfalls kein Vergleich zu Holz, das mit Hallimasch durchwuchert ist.
Wir haben heute im Schwarzwald bei M+1200 m etwas sicher noch Selteneres gefunden und zwar an fünf verschiedenen Stellen: Porpoloma metapodium, den Schwärzenden Wiesenritterling. Die Abbildung in Bon/Parey ist nicht, die bei Cetto jedoch gut zutreffend. Hat jemand von Euch diesen Pilz schon mal gesehen?
Grüße an alle Pilzfreunde
Helgo Bran und Karl Keck

In meinem Untersuchungsgebiet (Lebach, Saarland) fruktifiziert seit 12 Tagen
ein Ölbaumpilz Omphalodes illudens in einem grossen, geschätzt ca. 2 kg
schweren Büschel am Grund eines Eichenstubbens. Die einzelnen Fruchtkörper
(etwa 40 - 50) sind inzwischen mehr oder weniger überständig, tief
trichterig und bis zu 15 cm im Durchmesser gross. Frage: Ist hier ein
Forscher oder eine Forscherin, der/die sich mit den intensiv färbenden
Pigmenten oder mit den biochemischen Ursachen der Bioluminiszenz
beschäftigt und die Pilze gebrauchen könnte?
Falls ja, in welchem Zustand (z.B. eingefroren) soll ich ihm/ihr sie zukommen
lassen? Ich könnte sie z.B. nach Regensburg mitbringen, aber sie sind
schon fast matschig und da es hier seit gestern unablässig in Strömen
regnet, werden die bestimmt nicht besser.
Also: Trocknen oder einfrieren oder sie am Standort lassen?
Karin

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Re: Ölbaumpilz

Birgit, (vor 9538 Tagen) @ Helgo Bran

Glückwunsch zu dem doch recht seltenen Fund! Das Leuchten der Lamellen ist
sehr schwach (nach unserer Beobachtung in Italien), jedenfalls kein
Vergleich zu Holz, das mit Hallimasch durchwuchert ist.
Wir haben heute im Schwarzwald bei M+1200 m etwas sicher noch Selteneres
gefunden und zwar an fünf verschiedenen Stellen: Porpoloma metapodium, den
Schwärzenden Wiesenritterling. Die Abbildung in Bon/Parey ist nicht, die
bei Cetto jedoch gut zutreffend. Hat jemand von Euch diesen Pilz schon mal
gesehen?
Grüße an alle Pilzfreunde
Helgo Bran und Karl Keck

Hallo Herr Bran,

so liest und "trifft" man sich mal wieder im Internet, ist ja wirklich nett.

Mit richtig seltenen FUnden kann ich nicht aufwarten, aber immerhin hab ich heute meinen ersten grünen Knollenblätterpilz gefunden und massenhaft Blassblaue Rötelritterlinge (Lepista glaucocana = Lepista nuda var. glaucocana).

Liebe Grüße auch an Karl

Birgit

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Re: Ölbaumpilz

karin Montag, (vor 9538 Tagen) @ Helgo Bran

Oh Hallo, schön von Ihnen zu hören.
Der Pilz leuchtet ganz ordentlich, aber nur auf den Lamellen. Ausserdem sind seine Inhaltsstoffe auch sonst in mannigfacher Weise interessant. Ausserdem schein ihn kein Tier zu mögen, keine Schnecke und keine Made. Hab mal eine Reinkultur auf Agar angelegt, hoffentlich steril genug..
Den Schwärzenden Wiesenritterling kenne ich leider noch nicht. Ein wahrlich schöner Fund...
Karin