Re: Rötlingsfrage
Hallo Wolfgang,
vielen Dank. Meinetwegen mußt du kein schlechtes Gewissen haben.
Der Rötling besitzt Schnallen. Ob an den Basidien welche sind, kann ich noch
prüfen. Gar nicht schlüssig bin ich mir beim Pigment geworden. Da fehlt
mir das geübte Auge. Vielleicht wird´s noch.
Darf ich um deine Meinung zu einem weiteren Rötling bitten?
Stammt vom letzten Juli, auf meiner Wiese ohne nahe Bäume (evtl. nur
Pappelwurzeln) gewachsen. Ich bin dummer Weise draufgetreten.
Sporen 11-11,2 x 7,5-8,7 µm.
Beste Grüße! Andreas
Hallo Andreas,
wenn Du Dir beim Pigment nicht schlüssig bist, liegt es meist eher an nicht optimalen Einstellungen am Mikroskop, z.B. Kondensorblende zu weit geschlossen.
Manchmal hilft's auch zu vergleichen, ob das Pigment in konzentrierter Salzlösung anders aussieht als in Wasser, da intrazelluläres Pigment sich dann zusammenballt. Allerdings bekommt man in diesem Medium ganz neue Artefakte, so dass ich letztlich doch fast immer in Wasser zum klarsten Ergebnis komme. Ich halte Huthautpigmentierung von Rötlingen aber für das schwerste Merkmal, das in der Pilzmikroskopie existiert.
Der neue Pilz hat mich mit den Zysiden und den großen, 4-5-eckigen Sporen spontan an E. cocles erinnert. Der müsste aber einen leicht bis stark genabelten Hut haben. Das kann man auf dem Foto nicht mehr erkennen.
Grüße,
Wolfgang