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Die neuesten Lupenfotos (1) *PIC*

Seraph, (vor 7540 Tagen)

hallo allerseits,

die neue Saison steht vor der Tür und mit ihr kommen auch schon die ersten sehenswerten Asco- und Basidiomyceten. Kurz vorstellen möchte ich hier Lasiobelonium variegatum, sicherlich ein eher seltener Discomycet aus der Familie Hyaloscyphaceae, sowie Cyphellopsis anomala, ein "cyphelloider" Basidiomycet, der häufig ist, aber gerne übersehen wird.

[image] http://imageshack.us
Lasiobelonium variegatum (ca. x 25)

[image] http://imageshack.us
Lasiobelonium variegatum (ca. x 40)

[image] http://imageshack.us
Cyphellopsis anomala (ca. x 20)

beste grüße,
Seraph

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Re: Die neuesten Lupenfotos (1)

AK_CCM, (vor 7539 Tagen) @ Seraph

Hallo Seraph,

die Fotos erinnern mich an die Aufnahmen von Kazuya im DGfM-Forum.

Mich stören an euren Fotos vor allem die durch das Blitzlicht verursachten Reflexionen (kleine, punktuelle Überstrahlungen) im Umfeld, die Unruhe ins Bild bringen und dadurch vom Hauptmotiv ablenken. Blitzt Du direkt?
Kleine Anregung: Versuch doch Mal mehr von der Seite zu blitzen, um die Fk. plastischer herauszuarbeiten.

Ferner könnten alle Aufnahmen eine gute Prise Schärfe vertragen.

Mal davon abgesehen, dass ich Deine fachlichen Infos nicht einordnen kann (I siag do nu' a paar Becherling'), verrätst Du leider nicht, wo dieser Pilz in freier Wildbahn vorkommt.

Und natürlich würde mich (und sicher noch mehr) interessieren, mit welcher Kamera- und Lupenkombination Du die Bilder geschossen hast und mit welchen Parametern (Motivgröße- und abstand, Blende sowie Belichtungszeit).

Hälst Du egtl. die Lupe beim Fotografieren vor die Kamera oder hast Du sie auch abenteuerlich mit Klebeband am Objektiv fixiert?

Gruß, Andreas

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hier: PILZ-forum

Bert, (vor 7539 Tagen) @ AK_CCM

Lieber Andreas,

bitte vergesse nicht, das wir hier in einem Pilzforum und nicht in einem Fotoforum sind.

Auch wenn in den letzten tage viel über Lupenfotografie zu lesen war, was sehr interessant ist; geht es hier doch in erster Linie um Pilze.

Bitte verscheucht hier keine Beiträger durch Kritik an der Fotoqulität. Gehört meiner Meinung nach nicht hierher.

Gruß
Bert

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Re: hier: PILZ-forum

AK_CCM, (vor 7539 Tagen) @ Bert

Hallo Foto- und Pilzfreunde,

keinesfalls möchte ich jemand davon abhalten, seine Bilder hier ins Forum einzustellen - ehrlich. Im Gegenteil: Ich freue mich - jetzt Mal von Samtfußrüblingen und Schneeaufnahmen abgesehen *g* - über jedes Foto.

Dennoch werde ich mich für meine Kritik nicht entschuldigen. Bitte vergesst nicht, dass Diskussion nicht nur Meinungsaustausch bedeutet, sondern auch Streitgespräch, Wortstreit - darüber muss sich jeder im klaren sein, der in einem Forum aktiv ist!

Zudem erwarte ich von den Diskussionsteilnehmern auch ein gewisses Maß an Toleranz zu "artfremden" Themen, insbesondere hinsichtlich der aktuellen Lupendiskussion und der pilz- und vergleichsweise beitragsarmen Jahreszeit.

Niemand möchte aus diesem Forum hier ein Fotoforum machen.

@Bert
Danke für Deinen Standpunkt.

Gruß, Andreas

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Da bin ich anderer Meinung...

Karl-Heinz ⌂, (vor 7539 Tagen) @ Bert

Hallo,

Andreas hat hier nicht (nur) kritisiert, sondern Anregungen gegeben wie die sicher nicht optimalenm Fotos ev. besser gemacht werden können.
Jeder sollte dankbar sein wenn er KONSTRUKTIVE Kritik erhält, denn durch deplazierte Lobhudelei kann man seine fotografischen Leistungen nicht verbessern.

Gruß
Karl-Heinz

Lieber Andreas,
bitte vergesse nicht, das wir hier in einem Pilzforum und nicht in einem
Fotoforum sind.
Auch wenn in den letzten tage viel über Lupenfotografie zu lesen war, was
sehr interessant ist; geht es hier doch in erster Linie um Pilze.
Bitte verscheucht hier keine Beiträger durch Kritik an der Fotoqulität.
Gehört meiner Meinung nach nicht hierher.
Gruß
Bert

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Re: Da bin ich anderer Meinung...

Seraph, (vor 7539 Tagen) @ Karl-Heinz

hallo allerseits,

es ist richtig, ihr dürftet die fotos bereits aus dem dgfm-forum kennen. Ich präsentiere hier schon langjährig bilder von pilzen (ehemals in diesem forum bekannt als KAZUYA) und habe auch schon bei pilzbestimmung.de, wo AK_CCM doch sehr aktiv ist, in ausführlichster weise über meine Lupenfotofotechnik geschrieben.
Zum Standort: Es ging mir hier nicht darum, einen roman in Form einer Artbeschreibung von Lasiobelonium variegatum zu verfassen, sondern eine kurze Präsentation meiner aktuellen Fertigkeiten im Bereich der Ascomyceten-Fotografie. Wer weitere Infos zu L. variegatum haben möchte, der schaue sich den entsprechenden Beitrag bei www.dgfm-ev.de an, wo ich vor kurzem einen ausführlichen Beitrag geschrieben habe. Cyphellopsis anomala ist etwas bekannter, weshlb ich hier auch nicht genauer auf die Art eingegangen bin.
Ich werde zukünftig noch viele weitere Beiträge hier verfassen. Ich hatte in der letzten zeit leider auch viel zu tun und nicht zeit, für sämtliche Forums seitenlange Beiträge zu schreiben, daher habe ich mich aufs dgfm-forum beschränkt.

auf dann,
beste Grüße,
Seraph

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Ich verstehe beide Seiten...

Harald Andres Schmid, (vor 7539 Tagen) @ Karl-Heinz

Hallo
Ich verstehe die Argumente beider Seiten.
Ich sehe das so:
Dies ist ein Pilzforum.
Ich möchte hier nichts über Briefmarken und römische Münzen lesen.
Aber wo ist die Grenze des Themas?
Sie wurde nach meinem Empfinden von den Usern intelligent gespürt und eingehalten.
Kleine Abstecher in verwandte Themen - genereller Natuschutz, auch mal eine kleine Anmerkung zur Fischerei, wenn sie sich aus dem Thema Naturschutz ergibt - das liegt für mich absolut drin.
Kein Handlungsbedarf weit und breit.
Ich denke, Georg hätte sich da sonst schon mal eingeschaltet.
Da gab es auch schon mal Beiträge, die mich nicht so interessierten.
Aber nicht so, dass ich mich dauernd genervt hätte.
Ausserdem interessieren mich auch nicht alle Beiträge, die sich ans Thema halten.
Nicht jedes Steinpilzfoto in der Saison ist wichtig für mich und bringt mir neueste Erkenntnisse über Steinpilze.
Aber ich gehe dann auch nicht hin, und reklamiere, ich wolle keine Steinpilzbilder mehr sehen.
Das hat bei diesem Typen, der dauernd seine Samtfüsse hier reinhängte, auch niemand gemacht.
Was die Fotografie-Beiträge betrifft:
Ich finde dazu noch entscheidend, dass wir hier ausserhalb der Saison liegen.
Die Pilzbeiträge, die jetzt grad kommen, sind dünn gesät und basieren fast alle auf Fotos, die nicht gestern gemacht wurden.
Da sind die Beiträge über Makro-Fotografie nicht gross im Weg.
Ausserdem unterstelle ich mal, dass sie für viele User, die auch fotografieren, interessant sein könnten.
Der Makro-Retro-Beitrag hat bei mir einen unglaublichen Impuls ausgelöst, selber was auszuprobieren.
Ich gehe halt nicht in Foto-Foren herumstöbern.
Ich war froh, dass das hier kam.
Man braucht ja dann mit der Retro- oder Lupen-Geschichte überhaupt nicht einverstanden sein.
Ich finde das o.k., wenn es jemand unnötig und blöd findet.
Ich denke einfach, dass es, wie vieles andere vorher schon, hier Platz hat.
Allerdings:
Der Einwand von Bert, dass wir hier nicht mit unseren hochgestochenen Fachsimpeleien über Fotografie Leute abschrecken sollten, hat natürlich einen wahren Kern.
Es wäre nicht gut, wenn Leute hier ihre Bilder nicht mehr einstellen würden, aus Angst, irgendwelchen Ansprüchen nicht zu genügen.
Allerdings finde ich auch hier kein Handlungsbedarf gegeben.
Wenn sich Foto-Freaks wie ich ein bischen zurückhalten, gleich jede blöde Unschärfe zu bemängeln, liegen auch mal Kritik oder ein Ratschlag drin.
Lieben Gruss, Harald Andres

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Re: Die neuesten Lupenfotos (1) *PIC*

Hans aus ED, (vor 7539 Tagen) @ AK_CCM

Hallo,

ich habe mich vor längerer zeit auch mal mit sogenannten Lupenfotos beschäftigt.
Man kann enorme Maßstäbe damit realisieren - wichtig fand ich dabei immer, daß man noch genug Licht ans zu fotografierende Objekt bringt.
Ich habe meine Objekte seinerzeit mit zwei Halogenstrahlern angestrahlt.
Verwendet habe seinerzeit eine 10 Fach Lupe die ich in einen selbstgebastelten Adapterring eingeklebt hatte - mal schauen wie es mit anderen "fertigen" Vorsatzlinsen wird die ich mir gerade über eBay besorgen will.

Hier ein Bild - ein Pilz - schließlich sind wie in einen Pilzeforum *g

[image]

Die gezeigten Becherlinge hatten einen Durchmesser von ca. 1 - 2 mm.

Gruß Hans

Ps.: ich finde die Lupendiskussion schon sehr interessant, da gerade mal kleinste Pilze in Vergrößerung ihre wahre Schönheit zeigen.

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Re: Ich verstehe beide Seiten...

winerius, (vor 7539 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo,

Harald Andres trifft die Sache auf den Punkt. Ich bin auch der Meinung konstruktive Kritik ist eine feine Sache, und zumindest bei mir nicht nur erlaubt sondern sogar erwünscht. Allerdings sollte man sich vorher überlegen was mit dem Foto bezweckt werden sollte. Wen ich im finstersten Wald einen Pilz sehe, fotografiere, und ins Forum stelle, mit der Bitte um eine Bestimmung, dann wird das Foto mit Sicherheit grauenvoll aussehen, unschöne Reflexe durch den Blitz, bescheidene Kameraposition, eventuell Unschärfen usw. wenn mir dann einer schreibt das dieses Foto besch….. aussieht verstehe ich das allerdings auch nicht mehr. Es war ja nie der Zweck dieses Fotos „schön“ zu sein. Wenn aber der tausendste Steinpilz im Forum veröffentlich wird, gehe ich davon aus, dass es den Fotografen nicht um eine Bestimmung geht, sondern er sein Bild für gelungen hält und es aus diesem Grund hier zeigt, dann kann man getrost über Unschärfen, unvorteilhaften Bildausschnitt, Schlagschatten und was weiß ich noch meckern und keiner wird einen dieses für Übel nehmen, schließlich kann man ja immer noch dazu lernen. Artfremde Themen, solange sie nicht überhand nehmen, sind für mich im Forum auch kein Problem, es hat noch nie geschadet etwas über den Tellerrand hinaus zuschauen.

Mit freundlichen Grüßen

Werner

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Re: Die neuesten Lupenfotos (1)

Karl-Heinz ⌂, (vor 7539 Tagen) @ Hans aus ED

Hallo Hans,
ist das Arachnopeziza aurelia? - wahre Schmuckstücke.
Gruß
Karl-Heinz

Hallo,
ich habe mich vor längerer zeit auch mal mit sogenannten Lupenfotos
beschäftigt.
Man kann enorme Maßstäbe damit realisieren - wichtig fand ich dabei immer,
daß man noch genug Licht ans zu fotografierende Objekt bringt.
Ich habe meine Objekte seinerzeit mit zwei Halogenstrahlern angestrahlt.
Verwendet habe seinerzeit eine 10 Fach Lupe die ich in einen
selbstgebastelten Adapterring eingeklebt hatte - mal schauen wie es mit
anderen "fertigen" Vorsatzlinsen wird die ich mir gerade über
eBay besorgen will.
Hier ein Bild - ein Pilz - schließlich sind wie in einen Pilzeforum *g

Die gezeigten Becherlinge hatten einen Durchmesser von ca. 1 - 2 mm.
Gruß Hans
Ps.: ich finde die Lupendiskussion schon sehr interessant, da gerade mal
kleinste Pilze in Vergrößerung ihre wahre Schönheit zeigen.

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Re: Die neuesten Lupenfotos (1)

Hans aus ED, (vor 7539 Tagen) @ Karl-Heinz

Hallo Hans,
ist das Arachnopeziza aurelia? - wahre Schmuckstücke.
Gruß
Karl-Heinz

Hallo Karl-Heinz,

genauso isses - Arachnopeziza aurelia.

Ich warte schon sehnsüchtig darauf daß der Schnee an dem Standort endlich weg ist - die kleinen Becherlinge sind sehr Standortreu und erscheinen bei mir in der Nähe immer ab Anfang März bis Mitte Mai massenhaft in einen Eichenjungwald - und nicht nur die - ein wahres Becherlingsparadies - nur eben leider unter einer dicken Schneedecke verborgen zur Zeit :-(

Gruß Hans

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Re: Die neuesten Lupenfotos (1)

Seraph, (vor 7539 Tagen) @ Hans aus ED

hallo,

ich warte ebenso auf A. aurelia, aber auch auf Desmazierella acicola, die hier eigentlich jedes jahr nach gezieltem suchen zu finden sein dürfte.

Meine Meinung: Hier können nicht nur Pilze als solche diskutiert werden. Es GIBT eben Randgebiete wie die Fotografie oder Sammeltechniken oder was weiß ich was. Ich finde, dass die Fotografie einen ganz großen Bestandteil an der Mykologie hat, wenngleich dies eigentlich nur für die Pilzexperten gilt (überwiegend, da diese sich evtl. mit kleineren Pilzen wie eben den Ascos beschäftigen). Dennoch muss ich zugeben, dass ich nicht viel Ahnung von Fotografie habe. Ich habe eine Kamera, eine Lupe, das eine halte ich vor das andere, schalte den Blitz ein und schaue auf dem display, wann es scharf wird. Dann drücke ich nur noch einen knopf oben rechts und schon habe ich so ein bild wie hier vorgestellt. Ich finde dass das doch eine relativ sehenswerte Qualität ist, dafür dass es mit solch banaler Ausrüstung entstanden ist. Aus meiner Sicht kann man die Schärfe nicht mehr ändern. Es ist das bestmögliche was dabei rauskommt. Zudem muss man auch noch berücksichtigen, dass die Bilder nicht nur verkleinert, sondern auch noch etwas komprimiert wurden...was sich sicherlich negativ auf die Schärfe auswirkt.
Was den Blitz angeht: Ich habe in der Vergangenheit schonmal mit alufolie experimentiert. Bei diesen Bildern hier habe ich diese allerdings "vergessen", ich denke mal dass ich zukünftige Fotos aber dann mit Alufolie und dann auch mit besserer belichtung machen werde ;)

nun denn,
beste grüße,
Seraph

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Re: Die neuesten Lupenfotos (1) *PIC*

Hans aus ED, (vor 7539 Tagen) @ Seraph

Hallo Seraph,

von Blitzlicht halte ich persönlich nicht viel.

Ich experimentiere da mehr mit anderen Lichtquellen.

Gute Ergebnisse habe ich mit folgender Ausleuchtungsmethode erzielt:

[image]

Es handelt sich um äußerst preiswerte LED Leseleuchten die mal für für 1,- € das Stück erworben habe.

Wer der Fotograf auf diesen Bild ist brauche ich wohl nicht dazu sagen - wenn man die Pilze erkennt dürfte die Antwort nicht schwer fallen :)

Gruß Hans

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Du sprichst mir aus der Seele Harald Andres,

Schwammerlkönig, (vor 7539 Tagen) @ Harald Andres Schmid

als dieses Thema vor einigen Wochen nach längerer Zeit von Andi mal wieder aufgegriffen wurde und ich es las, erinnerte ich mich an die alten Analog-Fotografiezeiten und habe sofort ein altes Objektiv ausgegraben und herum experimentiert. Damit wollte ich auch dem einen oder anderen vielleicht einen kleinen Schubs geben um selber mal was auszuprobieren, was anscheinend ja auch gelungen ist. Ich finde es auch nicht gut, dass es Leute gibt, die anscheinend etwas dagegen haben, wenn man mal was Neues ausprobiert. Ich glaube nicht, dass sich jemand dafür rechtfertigen muss, wenn er der Meinung ist er müsse auf diese Art und Weise Bilder produzieren. Aber es gibt manchmal Menschen die soetwas gleich ins Negative ziehen und sich darüber mokieren. Es ist doch jedem selber überlassen was er mit seiner Kamera anstellt, ob er sich drei Objektive oder fünf Lupen gleichzeitig oder mehr überstülpt. Jeder kann doch frei entscheiden was er aus seiner Leidenschaft zur Fotografie und den Pilzen (oder auch zu Streichhölzern oder Pfefferkörnern "gg") macht. Und wenn einer damit nichts anfangen kann oder will, so soll er gefälligst keine unpassenden Kommentare dazu abgeben. Es steht doch im Betreff um was es geht. Wenn's einen nicht interessiert, so muss er sich den Beitrag ja nicht antun. Ich jedenfalls finde es wahnsinnig interessant was man aus seiner Knipse rausholen kann. Das mit den Lupen z. B. ist eine tolle Bereicherung finde ich. Ich lasse mir jedenfalls von solchen Miesepetern nicht die Lust am experimentieren nehmen, weil ich an sowas halt meine Freude habe, und werde mir von ihnen die Laune ganz sicher nicht verderben lassen.
Ich glaube ich spreche da ganz im Sinne von vielen Forumslesern.
Freuen wir uns also auf die ersten Winzlinge ob Ascos oder Schleimpilzen und gehen munter ans Werk.
LG Peter

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Re: Die neuesten Lupenfotos (1)

Seraph, (vor 7539 Tagen) @ Hans aus ED

Hallo Seraph,
von Blitzlicht halte ich persönlich nicht viel.
Ich experimentiere da mehr mit anderen Lichtquellen.
Gute Ergebnisse habe ich mit folgender Ausleuchtungsmethode erzielt:
Es handelt sich um äußerst preiswerte LED Leseleuchten die mal für für 1,- €
das Stück erworben habe.
Wer der Fotograf auf diesen Bild ist brauche ich wohl nicht dazu sagen - wenn
man die Pilze erkennt dürfte die Antwort nicht schwer fallen :)
Gruß Hans

hallo Hans,

sicherlich alles schön und gut...aber wie verhält sich das ganze wenn man durch eine Lupe fotografiert? Hier sind ganz andere gegebenheiten, zum einen sicherlich "die Morphologie des Standortes", zum anderen die mögliche Verfälschung der Farben durch künstliches licht. Da bevorzuge ich es eher noch, mit hilfe von sonnenlicht und dann durch eine lupe zu fotografieren, wie ichs früher öfters mal gemacht habe. Diese methode ist allerdings sehr schwierig, zumal der eigene schatten einen oftmals zu unmöglichen verrenkungen zwingt. Außerdem war es mir zu lästig, wenn es einmal bewölkt war und die sonne nur alle 5 min. mal raus kam und dann auch noch zu schwach (sodass grautöne vorherrschten). Mit der "Morphologie des Standortes" meine ich die individuelle Standortgestalt, z.B. kann ich bei einem liegenden Baumstamm nicht immer die lampen so anordnen, dass ein perfektes foto (ohne störende schatten etc.) dabei herauskommt. Diese methode ist nur hilfreich, wenn man terrestrische Pilzarten fotografiert, wie in diesem fall eben die Ramarien.

Beste Grüße,
Seraph

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Re: Du sprichst mir aus der Seele Harald Andres,

Seraph, (vor 7539 Tagen) @ Schwammerlkönig

als dieses Thema vor einigen Wochen nach längerer Zeit von Andi mal wieder
aufgegriffen wurde und ich es las, erinnerte ich mich an die alten
Analog-Fotografiezeiten und habe sofort ein altes Objektiv ausgegraben und
herum experimentiert. Damit wollte ich auch dem einen oder anderen
vielleicht einen kleinen Schubs geben um selber mal was auszuprobieren,
was anscheinend ja auch gelungen ist. Ich finde es auch nicht gut, dass es
Leute gibt, die anscheinend etwas dagegen haben, wenn man mal was Neues
ausprobiert. Ich glaube nicht, dass sich jemand dafür rechtfertigen muss,
wenn er der Meinung ist er müsse auf diese Art und Weise Bilder
produzieren. Aber es gibt manchmal Menschen die soetwas gleich ins
Negative ziehen und sich darüber mokieren. Es ist doch jedem selber
überlassen was er mit seiner Kamera anstellt, ob er sich drei Objektive
oder fünf Lupen gleichzeitig oder mehr überstülpt. Jeder kann doch frei
entscheiden was er aus seiner Leidenschaft zur Fotografie und den Pilzen
(oder auch zu Streichhölzern oder Pfefferkörnern "gg") macht.
Und wenn einer damit nichts anfangen kann oder will, so soll er gefälligst
keine unpassenden Kommentare dazu abgeben. Es steht doch im Betreff um was
es geht. Wenn's einen nicht interessiert, so muss er sich den Beitrag ja
nicht antun. Ich jedenfalls finde es wahnsinnig interessant was man aus
seiner Knipse rausholen kann. Das mit den Lupen z. B. ist eine tolle
Bereicherung finde ich. Ich lasse mir jedenfalls von solchen Miesepetern
nicht die Lust am experimentieren nehmen, weil ich an sowas halt meine
Freude habe, und werde mir von ihnen die Laune ganz sicher nicht verderben
lassen.
Ich glaube ich spreche da ganz im Sinne von vielen Forumslesern.
Freuen wir uns also auf die ersten Winzlinge ob Ascos oder Schleimpilzen und
gehen munter ans Werk.
LG Peter

AMEN. Besser hätte man es nicht mehr formulieren können. Ich selbst experimentiere seit 2001 darum rum (also mit kamera UND lupe). Die kamera hatte ich dabei zuerst, und der erste pilz, denn ich fotografiert habe, war eine Mollisia fusca (besser bekannt unter "Graues Filzbecherchen"). Die ersten Bilder waren unscharf. Aber es wurde immer besser, trotzdem war ich nicht zufrieden mit der detailfreudigkeit. Alles war winzig und kaum erkennbar, erst recht nicht die kleinen Haare eines Fruchtkörper von beispielsweise Lachnum virgineum, Weißes Haarbecherchen. Dann kam die Vorbereitung auf meine Sachverständigenprüfung, wo man bekanntlich eine gute Lupe brauchen konnte. Diese hab ich mir dann besorgt und mir ist prompt die Idee gekommen, die Lupe einfach vor meine steinzeitliche Kamera (Marke HP, wahrscheinlich 0,5 megapixel *gg*) zu halten. Der erste Fotografierte Pilz war eine Scutellinia scutellata. Das allererste Foto war allerdings schwarz, die etwa 20 darauffolgenden ebenfalls. Dann habe ich mich daran erinnert, dass je höher die Vergrößerung ist, je mehr licht braucht man, und habe es nun nochmal im sonnenlicht probiert. Es funktionierte tatsächlich, und endlich konnte man zumindest ansatzweise die Härchen der Scutellinia sehen. Ich habe immer alles ausprobiert. Insgesamt habe ich über 5 Jahre 3 völlig verschiedene Digitalkamera-typen gehabt, mit völlig unterschiedlichen Objektivgrößen, Zoomfaktoren, Schärfen und sonstigen technischen Sachen. Dabei hatte ich auch 3 verschiedene lupen, angefangen mit einer 6-fach-lupe, die mittelgroß ist, einen griff hat und deren Ränder relativ weit abstehen, sodass man z.B. mit der "großokularigen" Olympus immer so fotografieren konnte, dass auf jedem Bild ein rundlicher, schwarzer Rand zu sehen war. Die neuere, kleine Klapplupe (4- und 6-fach, zusammen 10-fach) passt genau auf das Objektiv meiner aktuellen Kamera (Panasonic, mit Leica-Objektiv). Deshalb sind die Bildränder nur etwas unschwarf bzw. verzerrt, aber der schwarze rand ist nicht zu sehen. Außerdem hat diese kamera 4,0 MPixel (und hat mich kaum 200€ gekostet...also insgesamt hat mich meine Fotoausrüstung 240€ gekostet, aber die Fotos, die dabei rauskommen, haben eine doch sehenswerte Qualität). So, das dazu, eigentlich wollte ich hier nicht nochmal darauf eingehen, aber ich kann dem Peter nur zustimmen...ihr habt die wahl zwischen einer hochwertigen, aber auch "konto-erwürgenden" Fotoausrüstung mit allem drum und dran, oder einer einfachen Digitalkamera (die man mittlerweile nachgeschmissen bekommt) und einer einfachen Lupe (die noch hinterher geschmissen wird).

Beste grüße,
Seraph

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Re: Du sprichst mir aus der Seele Harald Andres,

Axel Schilling ⌂, (vor 7539 Tagen) @ Seraph

Seraph,
ich weiss nicht welche Panasonic du hast, aber die Modelle FZ2 bis FZ5 kosten auch nicht viel und sind ideal für Nahaufnahmen mit vorgesetzter Nahlinse. Nahlinsen sind ja nichts anderes als Lupen. Der Vorteil bei Nahlinsen ist, dass sie ein Gewinde haben welches in das Objektivgewinde eingeschraubt werden kann und damit eine zweckdienliche und sichere Verbindung entsteht. Ich arbeite schon lange mit diesem Verfahren. Dies alles ist ein alter Hut, von daher verstehe ich die Diskussion um vorgesetzte Lupen nur vor dem Hintergrund, dass den hier besprochen Kameramodellen ein Gewinde auf der Objektivseite fehlt.

Gruß
Axel