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Re: welches Wetter für Morchelsuche?

Andreas ⌂, (vor 7544 Tagen) 8.003 Beiträge @ Michael80

Hallo,

Kalk im Boden ist zumindest für die Speisemorchel unabdingbare Voraussetzung, wahrscheinlich aber auch für die anderen Morcheln. Im sauren Buntsandstein kannst Du Dir dagegen die Hacken blutig laufen und wirst nie eine Morchel finden! NIE?? Bis auf ein kleines unbeugsames Biotop .... Wenn Du dort nämlich die (KALK!_)geschotterten Waldwege abläufst und an den ehemaligen Holzlager- bzw. schälplätzen suchst, dann kannst DU auch im Sauren Spitzmorcheln finden.

Für Speisemorchel gilt: Bachbegleitende Gehölze auf Kalk oder basenreichen Sanden, dort unter Eschen an etwas grasigen Stellen suchen. Oder wo der Riesen-Schachtelhalm wächst in dessen Bestandslücken. Oder unter Traubenkirsche.
Mullreiche Wälder mit Lerchensporn, gelbem Windröschen und Bärlauch sind interessant, aber direkt in den Bärlauchbeständen habe ich noch nie eine Morchel gefunden. Dafür randlich in solchen Biotopen bzw. an nur schütter bewachsenen Stellen. Und sicherlich nicht nur deshalb weil man sie dort besser sieht ....

Spitzmorcheln wachsen gerne auf Kalk unter Weißtannen. Ich kenne aber auch einen Standort, wo die Spitzmorchel unter Eschen zwischen dem Scharbockskraut wächst, in einem mäßig frischen Waldstück. Dort hätte ich eher Speisemorcheln erwartet - aber gut, man nimmt was kommt ;-)

Und dann eben die Morcheln im Rindenmulch, die aber auch offensichtlich an basenreichen Boden gebunden sind. In Stuttgart habe NIE eine Spitzmorchel im Rindenschrot gefunden, auch NIE davon gehört dass jemand jemanden kennt der davon gehört hätte dass mal RiMuMos in Stuttgart gefunden worden seinen ....
Hier in Jena dagegen gehe ich zur Morchelzeit nie ohne Platiktüte aus dem Haus (sinnbildlich zu verstehen bitte!).

Übrigens findet man am ehesten dann Morcheln, wenn man nicht danach sucht. Ausnahme: Elfi.

beste Grüße,
Andreas

Vielen Dank für die Antworten! Aldi-Morchel... ist ja interessant. Ich habe
bisher eher an Kinderspielplätze gedacht. Zumindest die Sache mit den
Abgasen ist dort unkomplizierter.
Essen würde ich von den Morcheln alles. Also Hut und Stiel, wenn man das
überhaupt so trennen kann. Am besten aufschneiden und füllen, habe ich mir
sagen lassen...
So wie ich das aus der Theorie weiß, wachsen die Spitzmorcheln gerne in
Weißtannenwäldern, also basischen Wäldern. Am besten sind wohl
Kalksteinschichten mit Sandauflage. Wo man solche Informationen allerdings
her bekommt, ist mir noch schleierhaft. Komposthaufen und Rindenmulch sind
wohl auch recht gut; so genannte Ruderalstellen. (Das macht die Morcheln
für mich auch so interessant. Mal völlig neue Möglichkeiten der
Sammelgebiete)
Rundmorcheln oder Speisemorcheln bevorzugen Eschen, aber auch Streuobstwiesen
scheinen lohnenswert zu sein.
Für alle Morcheln gilt wohl, dass sie gerne in Auenwäldern, also
Überschwemmungsgebieten von Flüssen wachsen, und auch gerne mal an
verbrannten Stellen (Bombenkrater?) im Wald vorkommen.
Sind die Ausführungen so korrekt?
Grüße an alle, die ab sofort auf die Apfelblüte warten :o)
Michael
PS.: Die Sendung Planet-Wissen verfolgt praktischer Weise die Apfelblüte in
Deutschland! Hier ein Link:
http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,,,,,,,0DDBCF4A462A2667E0440003BA5E08D7,,,,,,,,,,...

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