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Pilzfrage

Jürgen, (vor 9531 Tagen)

Hallo.

Ich wohne am Rande des Erzgebirges und habe eine Frage hinsichtlich eines Pilzes, welchen ich kürzlich fand. Er war ca. 10cm hoch, vielleicht auch etwas höher, der Hut ca. 8cm breit. Der gesamte Pilz war komplett reinweiß, außer den Lamellen, die schön rosa gefärbt waren. Im Ganzen war der Pilz eher schlanker Natur, der Stiel war keineswegs kräftig, oder gar keulig, sondern einheitlich ungefähr 1cm im Durchmesser. Da mir der Pilz leider nicht mehr vorliegt, bin ich mir nicht mehr sicher, ob die Lamellen angewachsen waren, oder frei standen.
Das Besondere war nun -und genau diese Eigenheit war es die keinen einzigen erwähnten Pilz meiner sämtlichen Pilzbücher in Frage kommen ließ-, daß mein Fundstück einen häutigen, dünnen Schleier vom Rand des Hutes bis an den Stiel hinan besaß. Mein möglicherweise noch nicht vollständig ausgereiftes Exemplar (ganz jung war er allerdings auch nicht) hatte diesen Schleier noch komplett erhalten. Es ist m.E. dennoch ziemlich fragwürdig diesen Pilz den Schleierlingen zuzuordnen, aber ich bin mir überhaupt nicht sicher. Der Pilz wuchs in einer kleinen Gruppe von ca. 5-6 Exemplaren, zwar alle einzeln, doch in unmittelbarer Nachbarschaft wachsend. Die Hutform der jüngsten Exemplare war fast spitzbuckelig, ältere hatten einen halbkugeligen, teilweise schon flachen Hut. Jeder von ihnen besaß am Stiel einen deutlichen, kräftigen Ring. Sie wuchsen in einem ziemlich sonnigen Mischwald, der an dieser Stelle jedoch mehr zu einem Laubwald tendierte, Birken und Buchen waren dominant, in der Nähe befanden sich aber auch zahlreiche Fichten. Alle möglichen Pilzarten wuchsen ebenfalls da, ich fand gleich daneben ein paar Maronen, viele Grüne-Anis-Trichterlinge (mein Gott, riechen die ekelig), sowie in weiterer Entfernung an einer Eiche drei Sommer-Steinpilze, Flaschenstäublinge gab es auch zur Genüge.Es wäre schön, wenn irgendjemand anhand meiner zugegebenrmaßen unvollständigen Beschreibung die fraglichen Pilze identifizieren könnte.
Mit frdl. Grüßen: Jürgen

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Re: Pilzfrage

Wolfgang F., (vor 9531 Tagen) @ Jürgen

Der gesamte Pilz war komplett reinweiß, außer den Lamellen, die schön rosa
gefärbt waren.
Das Besondere war nun -und genau diese Eigenheit war es die keinen einzigen
erwähnten Pilz meiner sämtlichen Pilzbücher in Frage kommen ließ-, daß
mein Fundstück einen häutigen, dünnen Schleier vom Rand des Hutes bis an
den Stiel hinan besaß.
Jeder von ihnen besaß am Stiel einen deutlichen, kräftigen Ring.

Hallo Jürgen,

das Velum, das bei jungen Pilzen die Lamellen schützt (Verbindung von Hut und Stiel), bildet später, nach Aufschirmen, den Ring. Es kann durchaus passieren, daß dieser Ring sehr lange mit dem Hutrand verbunden bleibt, und auch 8cm Durchmesser locker mitmacht. Das ist gar nichts besonderes, auch wenn es in Pilzbüchern vielleicht nicht so abgebildet wird.

Die Kombination Ring-weißer Fruchtkörper-rosa Lamellen läßt noch zwei Möglichkeiten zu:

- irgendein Champignon (Agaricus spec.)
- Rosablättriger Egerlingsschirmling (Leucocoprinus leucothites)

Zur Unterscheidung müßte man wissen, wie die Sporenfarbe ist (dunkel bei Champignons, weiß beim Egerlingsschirmling.

Ich denke, Du hast einen Champignon gefunden, ganz sicher keinen Schleierling, da Du den Ring als häutig beschreibst und nicht als spinnweb-artig.

Wolfgang F.

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Re: Pilzfrage

Dieter, (vor 9531 Tagen) @ Jürgen

Hallo.
Ich wohne am Rande des Erzgebirges und habe eine Frage hinsichtlich eines
Pilzes, welchen ich kürzlich fand. Er war ca. 10cm hoch, vielleicht auch
etwas höher, der Hut ca. 8cm breit. Der gesamte Pilz war komplett
reinweiß, außer den Lamellen, die schön rosa gefärbt waren. Im Ganzen war
der Pilz eher schlanker Natur, der Stiel war keineswegs kräftig, oder gar
keulig, sondern einheitlich ungefähr 1cm im Durchmesser. Da mir der Pilz
leider nicht mehr vorliegt, bin ich mir nicht mehr sicher, ob die Lamellen
angewachsen waren, oder frei standen.
Das Besondere war nun -und genau diese Eigenheit war es die keinen einzigen
erwähnten Pilz meiner sämtlichen Pilzbücher in Frage kommen ließ-, daß
mein Fundstück einen häutigen, dünnen Schleier vom Rand des Hutes bis an
den Stiel hinan besaß. Mein möglicherweise noch nicht vollständig
ausgereiftes Exemplar (ganz jung war er allerdings auch nicht) hatte
diesen Schleier noch komplett erhalten. Es ist m.E. dennoch ziemlich
fragwürdig diesen Pilz den Schleierlingen zuzuordnen, aber ich bin mir
überhaupt nicht sicher. Der Pilz wuchs in einer kleinen Gruppe von ca. 5-6
Exemplaren, zwar alle einzeln, doch in unmittelbarer Nachbarschaft
wachsend. Die Hutform der jüngsten Exemplare war fast spitzbuckelig,
ältere hatten einen halbkugeligen, teilweise schon flachen Hut. Jeder von
ihnen besaß am Stiel einen deutlichen, kräftigen Ring. Sie wuchsen in
einem ziemlich sonnigen Mischwald, der an dieser Stelle jedoch mehr zu
einem Laubwald tendierte, Birken und Buchen waren dominant, in der Nähe
befanden sich aber auch zahlreiche Fichten. Alle möglichen Pilzarten
wuchsen ebenfalls da, ich fand gleich daneben ein paar Maronen, viele
Grüne-Anis-Trichterlinge (mein Gott, riechen die ekelig), sowie in
weiterer Entfernung an einer Eiche drei Sommer-Steinpilze,
Flaschenstäublinge gab es auch zur Genüge.Es wäre schön, wenn irgendjemand
anhand meiner zugegebenrmaßen unvollständigen Beschreibung die fraglichen
Pilze identifizieren könnte.
Mit frdl. Grüßen: Jürgen

Gruß an Jürgen,
die schön rosa Lamellen bei dem sonst weißen Pilz und die anderen von dir beschriebenen Merkmale deuten auf den Rosablättrigen Egerlingsschirmling, Leucoagaricus leucothites hin, der in diesem Jahr in meinen Leipziger Pilzrevieren sehr häufig vorkam. Eine zuverlässige Bestimmung müßte aber auch Angaben zur Beschaffenheit der Stielbasis, zur eventuellen Verfärbung des Fleisches bzw. der Huthaut und zum Geruch berücksichtigen, die in deiner Beschreibung fehlen.
Dieter

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Re: Pilzfrage

Jürgen, (vor 9531 Tagen) @ Dieter

Gruß an Jürgen,
die schön rosa Lamellen bei dem sonst weißen Pilz und die anderen von dir
beschriebenen Merkmale deuten auf den Rosablättrigen Egerlingsschirmling,
Leucoagaricus leucothites hin, der in diesem Jahr in meinen Leipziger
Pilzrevieren sehr häufig vorkam. Eine zuverlässige Bestimmung müßte aber
auch Angaben zur Beschaffenheit der Stielbasis, zur eventuellen Verfärbung
des Fleisches bzw. der Huthaut und zum Geruch berücksichtigen, die in
deiner Beschreibung fehlen.
Dieter

Schönen Dank erstmal für den Tipp. An die fehlenden Merkmale, z.B. Geruch, Stielbasis etc. kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Aber wie sieht es mit der Essbarkeit des Rosablättrigen Egerlingsschirmlings aus?
MfG, Jürgen

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Re: Pilzfrage

kohlen, (vor 9531 Tagen) @ Jürgen

Schönen Dank erstmal für den Tipp. An die fehlenden Merkmale, z.B. Geruch,
Stielbasis etc. kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Aber wie sieht
es mit der Essbarkeit des Rosablättrigen Egerlingsschirmlings aus?
MfG, Jürgen

hallo, lecker, hatte mal einen ganzen schwung im garten!

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Re: Pilzfrage

José, (vor 9530 Tagen) @ Jürgen

Deine Beschreibung paßt eigentlich ziemlich genau auf dem Champignon (Agaricus campestris), bei älteren Exemplaren sollten dann allerdings die Lamellen schokolade-Braun sein.Auch die Sporen sind immer schoko-Braun!!!

Eigentlich ein Pilzsammler, der nicht einmal den Champignon erkennt, sollte lieber zuerst etwas - an Hand von Fachliteratur,etc - lernen, bevor als er auf Pilzjagd geht
Grüßé von
José

Hallo.

Ich wohne am Rande des Erzgebirges und habe eine Frage hinsichtlich eines
Pilzes, welchen ich kürzlich fand. Er war ca. 10cm hoch, vielleicht auch
etwas höher, der Hut ca. 8cm breit. Der gesamte Pilz war komplett
reinweiß, außer den Lamellen, die schön rosa gefärbt waren. Im Ganzen war
der Pilz eher schlanker Natur, der Stiel war keineswegs kräftig, oder gar
keulig, sondern einheitlich ungefähr 1cm im Durchmesser. Da mir der Pilz
leider nicht mehr vorliegt, bin ich mir nicht mehr sicher, ob die Lamellen
angewachsen waren, oder frei standen.
Das Besondere war nun -und genau diese Eigenheit war es die keinen einzigen
erwähnten Pilz meiner sämtlichen Pilzbücher in Frage kommen ließ-, daß
mein Fundstück einen häutigen, dünnen Schleier vom Rand des Hutes bis an
den Stiel hinan besaß. Mein möglicherweise noch nicht vollständig
ausgereiftes Exemplar (ganz jung war er allerdings auch nicht) hatte
diesen Schleier noch komplett erhalten. Es ist m.E. dennoch ziemlich
fragwürdig diesen Pilz den Schleierlingen zuzuordnen, aber ich bin mir
überhaupt nicht sicher. Der Pilz wuchs in einer kleinen Gruppe von ca. 5-6
Exemplaren, zwar alle einzeln, doch in unmittelbarer Nachbarschaft
wachsend. Die Hutform der jüngsten Exemplare war fast spitzbuckelig,
ältere hatten einen halbkugeligen, teilweise schon flachen Hut. Jeder von
ihnen besaß am Stiel einen deutlichen, kräftigen Ring. Sie wuchsen in
einem ziemlich sonnigen Mischwald, der an dieser Stelle jedoch mehr zu
einem Laubwald tendierte, Birken und Buchen waren dominant, in der Nähe
befanden sich aber auch zahlreiche Fichten. Alle möglichen Pilzarten
wuchsen ebenfalls da, ich fand gleich daneben ein paar Maronen, viele
Grüne-Anis-Trichterlinge (mein Gott, riechen die ekelig), sowie in
weiterer Entfernung an einer Eiche drei Sommer-Steinpilze,
Flaschenstäublinge gab es auch zur Genüge.Es wäre schön, wenn irgendjemand
anhand meiner zugegebenrmaßen unvollständigen Beschreibung die fraglichen
Pilze identifizieren könnte.
Mit frdl. Grüßen: Jürgen