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Unbekanntes Kleinzeug an Fichtenzapfen *PIC*

AK_CCM, (vor 7517 Tagen)

Hallo zusammen,

vor kurzem habe ich einen kleinen Pilz an einem Fichtenzapfen gefunden, bei dem ich aus dem Bauch heraus sagen würde, dass es sich dabei weder um einen Zapfenrübling (Strobilurus spec.) noch um den Fichtenzapfen-Helmling (Mycena strobilicola) handelt:

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Bild 1: Blick unter den Hut - leider war eine Schnecke schneller als ich. Sind die Lamellen auf dem Bild dicht gedrängt oder eher weitstehend?

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Bild 2: Hut etwa 3 cm im Durchmesser, in der Mitte fuchsbräunlich gefärbt und zum Rand hin stark ausblassend; Stiel komplett in fuchsbräunlichem Farbton

Meine Mutmaßung geht in Richtung Mäuseschwanz-Rübling (Baeospora myosurus). Da jedoch im Gerhardt "erscheint aber nie im Frühjahr" steht, bin ich mir alles andere als sicher.

Könnt ihr mir bitte helfen, sodass ich dem Kerlchen einen Namen geben kann?

Gruß, Andreas

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Re: Unbekanntes Kleinzeug an Fichtenzapfen

pilzmel ⌂, (vor 7517 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas,
Baeospora myriadophylla wäre ein Winter-/Frühlingspilz. Aber dafür scheinen die Lamellen zu weitständig (muß aber nix heißen), und ob der auch auf Zapfen verkommt weiß ich nicht.
Beste Grüße! Pilzmel

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Re: Unbekanntes Kleinzeug an Fichtenzapfen

Alpenhans, (vor 7517 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas!

Mycena strobilicola kann ich mir auch nicht vorstellen, aber Strobilurus esculentus schon - speziell das 2.Bild, farblich habe ich schon ganz helle und auch ziemlich dunkle gefunden.
Die Lamellen scheinen mir eher dicht und sind auch am Stiel leicht ausgebuchtet.
Bin schon auf die Antwort von Experten neugierig.

Liebe Grüße
Hans

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Re: Unbekanntes Kleinzeug an Fichtenzapfen

Seraph, (vor 7517 Tagen) @ AK_CCM

hallo,

mir fällt da nichts anderes ein als der Mäuseschwanzrübling (B. myosura). Es gibt im Frühjahr immer wieder Vorkommen von Herbstpilzen. Z.B. hab ich anfang März schon den Lepista nuda gefunden...ebenfalls nicht gerade alltäglich, sollte diese Art doch nur ab September aufzufinden sein. Ich würde die besagte Art (B. myosura) also keineswegs ausschließen, und die abgebildete Art kommt dem ja schon recht nahe.

Gruß,
Seraph

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Re: Unbekanntes Kleinzeug an Fichtenzapfen

Dedimyk, (vor 7517 Tagen) @ Seraph

Hallo Andreas,

Zitat:

Meine Mutmaßung geht in Richtung Mäuseschwanz-Rübling (Baeospora myosurus). Da jedoch im Gerhardt "erscheint aber nie im Frühjahr" steht, bin ich mir alles andere als sicher

Also die weiterstehenden Lamellen schließen den Mäuseschwanz-Rübling Baepspora myosura absolut aus.

Wenn auch die Hutfarbe total ausgeblichen ist ( kommt aber bei älteren Fk. öfter vor ), so weisen die anderen Merkmale wie weißlich bis blaßgrau +/- entferntstehende, ausgebuchtete Lamellen und Stiel gelbbraun mit striegeliger Basis, gut bei Bild 1 zu sehen, für mich auf den Fichtenzapfenrübling Strobilurus esculentus.

Ich gehe mal davon aus, daß dieser alte Schlappen nicht mehr angenehm gerochen hat und wahrscheinlich hast Du auch nicht probiert, ob er mild war.

Wenn Dein Fund auch nicht den klassischen Strobilurus esculentus darstellt, aber was anderes kommt m.E. nicht in Frage, sowohl vom Habitat: Fichtenzapfen, als auch morphologisch.

Fazit: Untypischer Strobilurus esculentus

Gruß Detlef

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Re: Unbekanntes Kleinzeug an Fichtenzapfen

Piwo, (vor 7517 Tagen) @ Seraph

hallo,
mir fällt da nichts anderes ein als der Mäuseschwanzrübling (B. myosura). Es
gibt im Frühjahr immer wieder Vorkommen von Herbstpilzen. Z.B. hab ich
anfang März schon den Lepista nuda gefunden...ebenfalls nicht gerade
alltäglich, sollte diese Art doch nur ab September aufzufinden sein.
hallo,
mir fällt da nichts anderes ein als der Mäuseschwanzrübling (B. myosura). Es
gibt im Frühjahr immer wieder Vorkommen von Herbstpilzen. Z.B. hab ich
anfang März schon den Lepista nuda gefunden...ebenfalls nicht gerade
alltäglich, sollte diese Art doch nur ab September aufzufinden sein.

Alltäglich ist das Vorkommen von L. nuda im Frühjahr nicht, aber auch nicht außergewöhnlich. Siehe z.B. die Aussagen zur Phänologie in Baden-Württemberg: "Einzelfunde sind in der frostfreien Zeit das ganze Jahr über möglich." Ich gebe zu, daß ich mich auch gewundert habe, als ich die Art erstmals im Frühjahr gefunden habe.
Zu B. myosurus sind in den Großpilzen Baden-Württembergs folgende Aussagen zur Phänologie zu lesen: "Gilt in mancher Literatur als Art des Spätherbstes, kommt jedoch im Land regelmäßig schon ab September, in kühlen Sommern bereits ab August, in milden Wintern bis März vor, nach Kälteeinbrüchen sogar bis Anfang Juni vor."
Zwei Fakten sprechen aber nach meiner Ansicht gegen den Mäuseschwanzrübling. Diese Art steht meist gesellig auf einem Zapfen und zeichnet sich oft durch eine
mehr oder weniger deutlich striegelige Stielbasis aus.
Die Diskussion macht auch wieder einmal klar, wie schwer eine Bestimmung nach Bildern ist. Insofern möchte ich auch keine Mutmaßung über die Art geben.

Gruß
Piwo