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Darf man Morcheln sammeln?

timf, (vor 7506 Tagen)

Die Bundesartenschutzverordnung stellt alle heimischen Morchelarten unter besonderen Schutz. Der Paragraph 2 formuliert aber die Ausnahme, daß Morcheln in geringer Menge für den eigenen Bedarf der Natur entnommen werden dürfen. Morcheln sind aber in vielen Landesteilen selten geworden und solten eigentlich geschont werden. Ich sammle generell keine Morcheln zu Speisezwecken und wenn an einem Fundort noch so viele Exemplare vorkommen. Ich beobachte lieber, wie die Pilze wachsen und sich entwickeln. Und wenn die Pilze stehen bleiben, können sich auch noch andere Wanderer daran erfreuen. Wie haltet Ihr es mit den Pilzen. Gehört ihr zu den Wüstlingen, die die Biotope ausbeuten oder seit ihr Naturfreunde? Gelegentlich hört man (leider auch in diesem Forum) von sogenannten Morchelwettbewerben: Wer sammelt die meisten Morcheln, wer hat die größsten Körbe voll, usw. Meine Bitte an alle: SCHONT DIE MORCHELN!

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Re: Darf man Morcheln sammeln?

42, (vor 7506 Tagen) @ timf

Hallo timf,

(hast Du auch einen richtigen Namen, mit dem ich Dich ansprechen kann?)

wie Du schon geschrieben hast, ist es erlaubt, Morcheln für den Eigenbedarf
zu sammeln.

Morcheln sind aber in vielen Landesteilen selten geworden
und solten eigentlich geschont werden.

In diesem Forum wurde schon oft diskutiert, ob das Sammeln der Pilzfruchtkörper
für den Bestand des Pilzes schädigend ist. Nach meinem momentanen Kenntnis-
stand schadet Sammeln nicht.

Gehört ihr zu den Wüstlingen, die die Biotope ausbeuten oder seit ihr
Naturfreunde?

Na na, 'Wüstlinge' ist ein recht hartes Wort (oder willst Du nur provozieren?).
Selbst wenn ich Morcheln sammeln würde, hieße das noch lange nicht, dass
Du mich 'Wüstling' nennen dürftest, oder?

Gelegentlich hört man (leider auch in diesem Forum) von
sogenannten Morchelwettbewerben: Wer sammelt die meisten Morcheln, wer hat
die größsten Körbe voll, usw. Meine Bitte an alle: SCHONT DIE MORCHELN!

Und wenn Du schon, wie Du vermittelst, auch in diesem Forum aufmerksam
mitgelesen hast, wirst Du sicherlich auch auf Diskussionen/Beiträge
gestoßen sein, die eben dieses genannte Verhalten rügen.

Wer sammeln will, soll sammeln - wer's nicht machen will, eben nicht. Wir
haben in diesem unseren Land schon genug Vorschriften und 'Vorschriftenmacher',
manche davon haben das Stammtischniveau einer 'Zeitung' mit vier Buchstaben,
worauf zumindest ich verzichten kann.

Mit besten Grüßen
Thomas Wallner

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Re: Darf man Morcheln sammeln?

Karl-Heinz ⌂, (vor 7506 Tagen) @ timf

Hallo,
die Morchel ist im Boden (Myzel) und wird nicht gesammelt. Du fällst auch keinen Apfelbaum um die Äpfel zu ernten.
Die Pilze werden nicht durch Absammeln der Fruchtkörper geschädigt/ausgerottet, sondern duch Zerstörung der Biotope in denen sie vorkommen.
Unbenommen hiervon ist ein schonendes und vernüftiges Umgehen mit der Natur im Allgemeinen natürlich wünschenswert.
Gruß
Karl-Heinz

Die Bundesartenschutzverordnung stellt alle heimischen Morchelarten unter
besonderen Schutz. Der Paragraph 2 formuliert aber die Ausnahme, daß
Morcheln in geringer Menge für den eigenen Bedarf der Natur entnommen
werden dürfen. Morcheln sind aber in vielen Landesteilen selten geworden
und solten eigentlich geschont werden. Ich sammle generell keine Morcheln
zu Speisezwecken und wenn an einem Fundort noch so viele Exemplare
vorkommen. Ich beobachte lieber, wie die Pilze wachsen und sich
entwickeln. Und wenn die Pilze stehen bleiben, können sich auch noch
andere Wanderer daran erfreuen. Wie haltet Ihr es mit den Pilzen. Gehört
ihr zu den Wüstlingen, die die Biotope ausbeuten oder seit ihr
Naturfreunde? Gelegentlich hört man (leider auch in diesem Forum) von
sogenannten Morchelwettbewerben: Wer sammelt die meisten Morcheln, wer hat
die größsten Körbe voll, usw. Meine Bitte an alle: SCHONT DIE MORCHELN!

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Re: Darf man Morcheln sammeln?

timf, (vor 7506 Tagen) @ Karl-Heinz

Hallo Karl-Heinz,

die Morchel ist im Boden (Myzel) und wird nicht gesammelt.

Wenn keine Morcheln gesammelt werden, was wird denn dann gesammelt? Der Organismus Pilz besteht natürlich aus dem Mycel, das gelegentlich Fruchtkörper hervorbringen kann. Nun wird zum einen der gesamte Organismus als Morchel bezeichnet als auch die einzelnen Fruchtkörper. Der Sinn ergibt sich jeweils aus dem Zusammenhang. Wenn man Morcheln sammelt, dann sammelt man eben Fruchtkörper und wenn Morchel ausgerottet sind, dann meint man das Mycel.

Du fällst auch keinen Apfelbaum um die Äpfel zu ernten.
Die Pilze werden nicht durch Absammeln der Fruchtkörper
geschädigt/ausgerottet, sondern duch Zerstörung der Biotope in denen sie
vorkommen.

Was passiert denn, wenn Du jahrein und jahraus alle Äpfel an deinem Apfelbaum erntest. Irgendwann wird dein Baum absterben und die Art ist dann bei Dir ausgerottet.

Viele Grüße
Tim

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Re: Darf man Morcheln sammeln?

Schneider Michael, (vor 7506 Tagen) @ timf

hallo timf

"Was passiert denn, wenn Du jahrein und jahraus alle Äpfel an deinem Apfelbaum erntest. Irgendwann wird dein Baum absterben und die Art ist dann bei Dir ausgerottet.

Viele Grüße
Tim "

glaubst du das voll, im ernst?

vom apfel ernten sollen die apfelbäume sterben??????????????

dann musst du aber noch viel von der natur lernen!!!!!!!!!!!!!!!!!

wegen den morcheln, würde ich Karl-Heinz erklärung zustimmen!

mit freundlichen grüssen michi

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Re: Darf man Morcheln sammeln?

timf, (vor 7506 Tagen) @ Schneider Michael

Hallo Michi,

ein Apfelbaum stirbt doch nicht vom Äpfelpflücken, da hast Du was mißverstanden. Aber jeder Baum geht irgendwann an Altersschwäche zugrunde.

Viele Grüße
Tim

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Re: Darf man Morcheln sammeln?

Andreas ⌂, (vor 7506 Tagen) @ timf

Hallo Michi,
ein Apfelbaum stirbt doch nicht vom Äpfelpflücken, da hast Du was
mißverstanden. Aber jeder Baum geht irgendwann an Altersschwäche zugrunde.
Viele Grüße
Tim

Hallo,

ich denke, ich verstehe was Tim meint. Und er hat damit nicht so ganz unrecht, denn es gibt (meines Wissens) bisher keine gesicherten Erkenntnisse darüber, wie alt ein Myzel werden kann ohne Verjüngung am Standort. Es wird durchaus vermutet, dass das Altwerden von Fruchtkörpern am Standort und die damit verbundene Myzelneubildung wichtig ist für die Regeneration eines Myzels.

Aber von welchen Zeiträumen wir da reden ist ungewiss. Zum einen werden Pilzmyzelien sehr alt, Hochrechnungen an riesigen Hexenringen haben Werte von mehreren hundert Jahren ergeben. Zum anderen scheinen Zeiträume von 25-30 Jahren konsequenten Absammeln noch keinerlei Auswirkung zu haben.

Ich halte eine Bestandsgefährdung bei Pilzen durch normales Sammeln von Pilzsammler für vernachlässigbar.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Darf man Morcheln sammeln?

timf, (vor 7506 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

Du hast recht, Pilzmycelien können sehr alt werden. In der Roten List SH steht sogar: "In ukrainischen Steppengebieten wurden riesige Hexenringe mit Altern bis zu 15.000 Jahren nachgewiesen. Damit können Pilze das höchste individuelle Alter aller Organismen erreichen." Da kann es natürlich sein, daß Feldstudien von 30 Jahren Dauer noch keinen Einfluß zeigen.

Leider kenne ich auch nur diese allgemeine Aussage und keine Einzelheiten der Studien. Welche Pilzarten wurden untersucht? War das Gebiet hermetisch abgeschottet, sodaß keine Pilzsporen von außen eindringen konnten? Was wäre zum Beispiel mit einer Pilzart, die auf einen bestimmten Wirt angewiesen ist. Wenn das entsprechende Substrat abgebaut ist, kann der Pilz sich ja nur durch Sporen weiter verbreiten. Im Untersuchungsgebiet müssten also in kurzer Zeit viele Arten aussterben. Wahrscheinlich bezieht sich die Aussage, daß das Sammeln eine Art nicht gefährdet nur auf bestimmte Arten.

Viele Grüße
Tim

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Re: Darf man Morcheln sammeln?

Boletus ⌂, (vor 7506 Tagen) @ timf

Hallo,

Leider kenne ich auch nur diese allgemeine Aussage und keine Einzelheiten der
Studien. Welche Pilzarten wurden untersucht? War das Gebiet hermetisch
abgeschottet, sodaß keine Pilzsporen von außen eindringen konnten? :

Hier der Link dazu:
http://www.wsl.ch/media/050914_pilz-de.ehtml

Gruss Sepp

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Re: Darf man Morcheln sammeln?

Andreas ⌂, (vor 7506 Tagen) @ timf

Hallo Karl-Heinz,

[...]

Was passiert denn, wenn Du jahrein und jahraus alle Äpfel an deinem Apfelbaum
erntest.

Hallo Tim,

das ist doch in der Praxis gar nicht möglich, bei Äpfeln nicht und bei Pilzen schon gar nicht.

Irgendwann wird dein Baum absterben und die Art ist dann bei Dir
ausgerottet.

Du wirst mir sicher recht geben, dass für den Fortbestand des Apfelbaumes nicht sämtliche Äpfel nötig sind und so ist es mit den Pilzen auch.
Da Pilze auch von anderen Fressfeinden als dem Menschen bedroht sind, hat sich die Natur auf diese fortbestandsgefährdenden Kriterien längst eingestellt, da bin ich mir sicher.

Und nochmals: selbst bei kontrollierten Studien, wo über lange Zeiträume (25 bzw. 30 jahre) sämtliche Fruchtkörper entnommen wurden, hat sich kein Unterschied zu den Vergleichsflächen mit völligem Schutz der Fruchtkörper ergeben!

beste Grüße,
Andreas

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Ja, man darf Morcheln sammeln.

AK_CCM, (vor 7506 Tagen) @ timf

Hallo Tim,

Deine Anschauung finde ich sehr erheiternd, insbesondere bei dem tristen Wetter zur Zeit.

Ich denke jeder Apfelbaumbesitzer wird mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass der ein oder andere Apfel am Boden liegen bleibt, verfault und etliche Kerne sogar noch auskeimen, zumindest bis zum nächsten Rasen-/ Wiesenschnitt. Deshalb würde ich mir um die Verbreitung des Apfelbaums keine Gedanken machen, zumal es sich hierbei um eine wichtige Kulturpflanze handelt - stell Dir mal vor es gäbe keinen Eppelwoi mehr - nicht auszudenken! Also wird der Mensch schon dazutun, dass es stets genügend Äpfel gibt. ;-)

Wie bei den Äpfeln verhält es sich auch bei den Morcheln: Es bleiben stets Fruchtkörper zurück, die aussporulieren können und die Art dadurch erhalten. Selbst die besten Sammler übersehen mal die ein oder andere Morchel. Das Kernproblem für einen etwaigen Rückgang der Morchel sehe ich eher in der Zerstörung der Biotope durch "nachhaltige Holzwirtschaft".

Ich jedenfalls freue mich schon riesig auf Elfis Morcheltreffen und die gefüllten Körbe. Auch wenn ich dadurch in Deinen Augen zum Wüstling werde, lasse ich mir dadurch den Appetit nicht verderben. Joa hat sogar extra eine Pilzerntemaschine entwickelt... ,)

Gruß, Andreas

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Re: Ja, man darf Morcheln sammeln. *PIC*

elfi ⌂, (vor 7506 Tagen) @ AK_CCM

Hallo,
ich tippe, dass Geralds Beute ca. 1,2 kg sind.
Es ist unglaublich wieviele Morcheln auf ein
Kilo gehen! Es kommt auch darauf an, ob sie
sehr nass sind oder trocken stehen.
Hier die Erntemaschine von Jo:
[image]
Viel Spaß beim Morchelnsuchen/finden
elfi [image]

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Re: Darf man Morcheln sammeln?

Andreas ⌂, (vor 7506 Tagen) @ timf

Hallo,

Die Bundesartenschutzverordnung stellt alle heimischen Morchelarten unter
besonderen Schutz. Der Paragraph 2 formuliert aber die Ausnahme, daß
Morcheln in geringer Menge für den eigenen Bedarf der Natur entnommen
werden dürfen.

Mit dieser absolut richtig zitierten Aussage hast Du Deine Frage aus dem Thread-Titel bereits selbst beantwortet.
Erhebt sich die Frage, was ist geringe Menge und was ist Eigenbedarf, wobei sich letzteres praktisch automatisch ergibt.
Landläufig hat sich eingebürgert, vermutlich in Anlehnung an die Sammelbeschränkungen in Schweiz, Österreich und Italien, von einer erlaubten Menge von 1-2 Kilo auszugehen. Was ich persönlich schon ziemlich reichlich finde, denn 2 Kilo Morcheln für eine vierköpfige Familie - puh, da hat man aber ganz ordentlich was zum verdrücken ....
Hier in Thüringen hat es wohl mal eine Entscheidung gegeben, wonach es durchaus als Eigenbedarf gilt, wenn jemand für die eigene Familie inklusive eingeladener Gäste sammelt und da war selbst eine Menge von 8 Kilo noch für gesetzeskonform angesehen worden. Aber wohlgemerkt, wenn der gastwirt damit seine Gäste bewirtet, dann ist jedes Gramm schon nicht erlaubt - es geht ausschließlich um nicht-kommerziellen Eigenbedarf! Auch irgendwelche sonstige indirekte Vorteilsnahme durch Weitergabe von Morcheln wäre kein Eigenbedarf mehr.

Morcheln sind aber in vielen Landesteilen selten geworden
und solten eigentlich geschont werden.

Hm, tja. In welchen Landesteilen sind denn welche Morchelarten seltener geworden? Wo sind z.B. Spitzmorcheln seltener geworden? Bei der Speisemorchel würde ich das aufgrund von Biotopverlusten in vielen Landesteilen eher unterschreiben.

Ich sammle generell keine Morcheln
zu Speisezwecken und wenn an einem Fundort noch so viele Exemplare
vorkommen.

Nun, das mag natürlich jeder halten wie er möchte, solange er sich im gesetzlichen und moralischen Rahmen bewegt. Ersterer ist leidlich klar definiert, über den moralischen Rahmen kann man natürlich trefflich streiten. Gerade bei einem so polarisierenden Thema wie Naturschutz kontra Naturnutzung. Jedenfalls haben alle bisher in Richtung "schadet Sammeln den Pilzen" angelegten Studien einhellig ergeben, dass Entnahme von "Fruchtkörper" keinen Einfluss auf das Pilzwachstum hat, zumindest nicht am jeweiligen Standort. Sekundärschäden durch Bodenverdichtung in trittempfindlichen Gebieten sind da eher eine Auswirkung, aber das dürfte auch nur bei besonders empfindlichen Biotopen (Moore, Feuchtwiesen) und extrem großen Menschenmengen eine längeranhaltende Wirkung haben.

Ich beobachte lieber, wie die Pilze wachsen und sich
entwickeln. Und wenn die Pilze stehen bleiben, können sich auch noch
andere Wanderer daran erfreuen.

Ja, das ist natürlich schön. Nur das die meisten Wanderer Pilze nicht bewusst wahrnehmen, mal von Fliegenpilzen, Steinpilzen und noch vielleicht 5 Arten abgesehen. Den Wanderer, der nicht sowieso nach Morcheln ausschaut, der zufällig sich beim Wandern an den Morcheln erfreut, den möcht' ich mal sehen ....

Wie haltet Ihr es mit den Pilzen. Gehört
ihr zu den Wüstlingen, die die Biotope ausbeuten oder seit ihr
Naturfreunde?

Dieser Satz ist leider sehr polemisch und geradezu beleidigend. Er impliziert, dass Leute, die Pilze sammeln "biotop-ausbeutende Wüstlinge" sind und nur wer die Pilze stehen lässt ein "Naturschützer" ist. Ich hoffe, dass das bewusste Provokation ist und nicht ernsthafte Schwarz-Weiß-Malerei.
Nochmals: Keine Studie hat je ergeben, dass das Absammeln (selbst das 100%ige Absammeln!) den Pilzen am Standort auch nur geringfügig schaden würde. Warum wären sonst in gleichem Maße Arten betroffen, die nie von irgendwem gesammelt würden?

Gelegentlich hört man (leider auch in diesem Forum) von
sogenannten Morchelwettbewerben: Wer sammelt die meisten Morcheln, wer hat
die größsten Körbe voll, usw.

Auch da musst Du doch wiederum sehr unterscheiden, um welche Morchelart es sich handelt und vor allem wo die Morcheln wuchsen. Ich habe letztes jahr an die 1000 Morcheln gesammelt *PRAHL* -> aus zwei mit Rindenschrot gemulchten Vorgärten in meiner Nachbarschaft ... Meinst Du wirklich, ich habe den Fortbestand der Spitzmorchel damit beeinflußt oder dem freudig erregten Auge vorbeikommender ins Büro hastender Spaziergänger damit einen Glanzpunkt entzogen?

Meine Bitte an alle: SCHONT DIE MORCHELN!

Meine Bitte an alle: SCHONT UND ERHALTET DIE BIOTOPE!
Aber erfreut Euch dennoch ruhigen Gewissens auch kulinarisch an den Morcheln, sammelt biotop- und bestandsverträglich - sie sind lecker!

beste Grüße,
Andreas

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OT: Morchelernte(r)

42, (vor 7506 Tagen) @ timf

Da fällt mir ein älterer Beitrag von Rudi und meiner Wenigkeit ein, den wir
Anfang April vor einigen Jahren hier posteten (scheinbar im Archiv nicht mehr
vorhanden). Bei der damaligen Vorstellung des Morchelziehers hatten wir
die heute von 'timf' geposteten Bedenken noch gar nicht bedacht. Ich erlaube
mir hier, unseren alten Beitrag angesichts der anstehenden Morchelzeit
zu wiederholen:

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Morchelzieher und –antiflupper (von Rudi & Thomas)

Passend zur Morchelzeit möchten Rudi und ich exklusiv im PilzePilze-Forum die von uns entwickelten Weltneuheiten 'Morchelzieher und –antiflupper' vorstellen.

Vorweg für die noch nicht so Informierten eine kurze Zusammenfassung der Problematik der Morchelsuche:

Der interessierte Laie (und auch manch fortgeschrittener Pilzler) weiß natürlich, dass Morcheln normalerweise nur schwierig und in sehr begrenzten Umfang zu finden sind. Diese traurige Realität wird gemeinhin einfach mit der Seltenheit der Morcheln begründet und nicht weiter hinterfragt. Im Folgenden wollen wir erstmals öffentlich aufzeigen, dass es sich dabei um einen groben Trugschluss handelt, der – scheinbar unausrottbar – in der mykologischen Literatur unkritisch von Autor zu Autor weitergegeben wird (hoffentlich werden uns die wenigen Wissenden diesen Geheimnisverrat nicht allzu übel nehmen. Sollten zukünftig keine Beiträge mehr von uns veröffentlicht werden, haben wir uns für Wissenschaft und Wahrheit geopfert ...).

In Wirklichkeit handelt es sich bei der Morchel (egal ob Spitz-, Rund-, Halbfreie etc.) um einen MASSENPILZ unserer Frühjahrswälder! Vorkommen von durchschnittlich 10 Exemplaren je Quadratmeter sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel! Der Grund, weshalb wir nicht in der Lage sind, die Pilze in diesen Mengen vorzufinden, ist das bisher kaum erforschte Phänomen des 'Morchelflupps'.
Morcheln sind nämlich nicht nur in der Lage, (Tritt-)Schallwellen des herannahenden Pilzsuchers wahrzunehmen – zusätzlich können sie sich bei 'Gefahr' auch blitzartig in den Boden zurückziehen (zurückfluppen) und somit dem Auge ihres größten Feindes - des Sammlers - entziehen. Wie geheimgehaltene Untersuchungen einer bedeutenden ostdeutschen Universität belegen konnten, bemerkt eine gesunde Morchel das Herannahen des Sammlers (selbst bei vorsichtigem Auftreten/Schleichen) schon auf eine Entfernung von 25 – 27 Metern und fluppt innerhalb von nur 10 Millisekunden (!) geräuschlos in das schützende Erdreich zurück.
"Und weshalb finde ich dann trotzdem ab und zu Morcheln?" wird sich manch logisch denkender Leser nun fragen und obige Behauptungen sofort als dem Reich der Fabeln zugehörig abtun. Dieser scheinbare Widerspruch lässt sich aber einfach erklären: bei solchen Exemplaren handelt es sich entweder um kranke/verletzte (Schnecken!) oder aber um überreife und trockene Pilze, denen die Fähigkeit des Fluppens abhanden gekommen ist (mangelnde Zellkontraktion aufgrund Flüssigkeitsmangels). Bekanntermaßen werden Morcheln massenhaft dort gefunden, wo im Jahr vorher Waldbrände stattgefunden haben. Jetzt wird klar, warum: das sonst so empfindliche Fluppsystem wurde – reversibel - geschädigt!

Um nun keinen Frust aufkommen zu lassen, wollen wir hier die drei Möglichkeiten aufzeigen, wie trotzdem massenhaft frische Morcheln zu finden sind:

a) Großflächige Aus- und Abgrabungen mittels Bagger/Schaufellader (unbedingt vorher eine Genehmigung des zuständigen Eigentümers/Försters einholen). Eine Grabungstiefe von 20 – 30 cm hat sich als ausreichend erwiesen (zusätzlich gehen als 'Beifang' häufig Trüffeln ins Netz). Bekannte Nachteile: durch das grobe Vorgehen werden zahllose Fruchtkörper beschädigt und der Fund ist meist durch Erde und Sand sehr verschmutzt. Zusätzlich hatten wir bei unseren diesbezüglichen großflächigen Grabungsversuchen ständig Probleme mit sog. 'Naturschützern', obgleich wir uns doch extra ein unbedeutendes verwahrlostes Naturschutzgebiet ausgesucht hatten.
b) Die zurückgefluppten Morcheln erscheinen nach ca. 8 – 12 Stunden von alleine wieder an der Erdoberfläche, sofern der Fluppverursacher sich am Fundort absolut still verhält (evtl. Schlafsack und Zelt mitnehmen – Achtung: Schnarcher haben keine Chance)!
c) Man ersteigere (Sofortkauf) bei ebay ein von Rudi und mir vertriebenes 'Morchelzieher-Set' für unglaublich günstige 299,00 Euro (PilzePilze-Leser erhalten auf entsprechendem Nachweis hin einen Rabatt von 20%).

Das Set besteht aus einem spezialvergüteten Fernglas (Modell 'Morcheldetektor'), einem großen Morchelzieher und einem Satz (100 Stück) Anti-Flupper.

Genauere Beschreibung des Sets:

a) Fernglas: hiermit können (freie Sicht vorausgesetzt) Morchelstandplätze aus größerer Entfernung geortet werden. Dank der Spezialvergütung (laserbedampfte Fluoreszenz-Infrarotdetektorenschicht) ist es möglich, den sich kaum vom Laub abhebenden graubraunen Hutfarbton der Morcheln in ein deutliches 'Textmarker-Gelb' umzusetzen. Es ist unglaublich, mit diesem Fernglas einen Schwenk über den scheinbar leeren Waldboden zu machen – überall tauchen in größerer Entfernung die nunmehr leuchtgelben Hüte der Morcheln auf!
Ein (vorläufig noch nicht erhältliches) Nachfolgemodell ist bereits in der Enderprobungsphase, welches mittels eines aufgesetzten Drehschalters dem Sammler die Möglichkeit geben wird, ganz gezielt bestimmte Pilzarten hervorzuheben (zu 'markern'). Beim Testmodell sind dies die 10 häufigsten Speisepilze – später werden es dann einmal (per Programmierung durch ein GPS-Handy mittels SMS an das Fernglas) beliebige Pilze sein – vorausgesetzt, der momentan gültige lateinische Art-Name wird korrekt angegeben.

b) Morchelzieher: ein Neodym-Spezialmagnet, der die mit dem Fernglas georteten Pilze problemlos aus dem tiefen Boden (bis 35 cm!) zieht. Selbstverständlich sind Morcheln nicht magnetisch, aber die hohe Felddichte des Magneten erzeugt im Morchelinneren schwache Wirbelstromimpulse, welche die Nervenbahnen des Pilzes dazu animieren/stimulieren, das 'Zurückfluppen' auszulösen. Einfach mit dem Morchelzieher wie mit einem modernen Schatzsuchgerät in kreisenden Bahnen über den Waldboden streichen und die zurückfluppenden Morcheln mit einem schnellen beherzten Griff festhalten.
c) Anti-Flupper (100 Stück): hat man nun eine Morchel erfolgreich mit dem Magneten aus dem Boden gezogen und im sicheren Sammler-Griff, so kommt es des Öfteren vor, dass das betreffende Exemplar noch zu klein ist und man der Morchel noch einige Tage des Wachstums gönnen möchte. Um zu verhindern, dass diese Morchel wieder im Boden verschwindet, entwickelten wir in aufwändigen Versuchsreihen den 'Anti-Flupper'. Im Prinzip handelt es sich dabei um einen zweigeteilten stufenlosen Klapp-Ring, der um die Stielbasis der Morchel gezogen wird. Da der Morchelkopf einen größeren Durchmesser als der Stiel besitzt, ist es dem Pilz anschließend unmöglich, sich ins Erdreich zurückzuziehen (zur Beruhigung von Pilz- und Tierschützern: wir konnten außerdem mit Hilfe von Nervenstrom-Messungen (Mycol-EKG) belegen, dass die solchermaßen beringten Pilze keineswegs unter dieser Zwangsmaßnahme leiden bzw. irgendwelche Stresssymptome zeigen. Im Gegenteil: die von uns weltweit patentierte Magnet-Antiflupp-Resonanz-Therapie (MART) verschont die Pilze nicht nur vor schädlichen Umwelteinflüssen (z.B. Schnecken, bei denen aufgrund derer raffinierter Langsamkeit der natürliche Fluppmechanismus versagt, aber auch größere Fressfeinde scheinen die Magnetbarriere nicht überwinden zu können), sondern trägt außerdem offensichtlich zu einem schnelleren und gesünderen Wachstum bei. Überdies beginnt durch die bekannte Magnetluminiszenz die entfluppte Morchel nachts schwach zu leuchten. Das kommt dem wissenden Sammler entgegen, der nun auch dann ernten kann, wenn er bei seinem geheimnisvollen Treiben von Konkurrenten nicht ertappt werden möchte. Ursprünglich hatten wir übrigens an einen einfachen Edelmetallnagel gedacht, den man parallel zum Boden durch den Pilzfuß steckt und der dann gewissermaßen wie eine Splintsicherung funktionieren würde. Aber erstens erschien uns das ganze dann doch etwas zu barbarisch und zweitens schlitzte der Pilzstiel beim Versuch des Rückfluppens immer aus).
Der Clou dieses Geräts ist aber die Biomagnetisierung. Genaueres kann leider nicht veröffentlicht werden, nur so viel: von gesunden reifen Morcheln (morchella sp.) werden die Eigenströme während der Ernte aufgenommen und in einem Fungalresonanzgerät auf Spezialhalbleitermetalle transferiert. Eine hohe Wiedererkennungsrate (in Feldversuchen mehr als 99,7%) wird garantiert.
In einer zukünftigen Luxusversion des Anti-Fluppers erwägen wir, die Ringe mit dem Namen des Sammlers zu versehen (Gravur), um zu verhindern, dass beringte Morcheln versehentlich von Fremdsammlern für die Ihrigen gehalten werden. Ferner denken wir darüber nach, die Ringe optional mit einer Art 'Schlüssel-Piepser' aufzurüsten. Ein kurzer Pfiff und die Morchel bzw. der Ring antworten mit deutlichem Piepsen. So wird das Wiederfinden ein Kinderspiel (momentan haben wir noch Probleme zu verhindern, dass der Ring auf das Gezwitscher der Waldvögel reagiert).

Warnung: unser Morcheldetektor und –magnet reagiert in der jetzigen Ausführung auch auf Frühjahrs-Lorcheln, da es uns bisher noch nicht gelungen ist, die Selektivitätsgenauigkeit entsprechend anzupassen. Für evtl. Vergiftungen mit Lorcheln weisen wir jedwede Verantwortung von uns!

Bestellungen, Kommentare, Verbesserungsvorschläge etc. werden von Rudi und mir gerne hier im Forum oder auch per e-mail entgegengenommen.

Gruß aus Eisingen bei Würzburg
Rudi & Thomas

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

P.S.: Die in dem damaligen Beitrag angekündigte Weiterentwicklung unseres
Spezialfernglases (Einstellung auf beliebige Pilzarten) wurde erfolgreich
abgeschlossen und getestet. Leider ergaben sich lizenzrechtliche Probleme
mit einer unbedeutenden Softwarefirma namens Microschrott (oder so ähnlich),
die uns bis heute eine freie Vermarktung verbietet (genaugenommen dürfte ich
hier nicht einmal die Existenz eines solchen Fernglases kundtun - aber wir sind
ja unter uns, oder?). Trotzdem sind wir zuversichtlich, in den nächsten
Jahren das Glas auf dem deutschen Markt einführen und unsere
Fabrikationsanlagen (in Bielefeld) einweihen zu können (Näheres dann zur
gegebenen Zeit hier im Forum).

Mit besten Grüßen
Thomas Wallner

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Re: OT: Morchelernte(r)

Thomas Pruß, (vor 7505 Tagen) @ 42

Trotzdem sind wir zuversichtlich, unsere

Fabrikationsanlagen (in Bielefeld) einweihen zu können (Näheres dann zur
gegebenen Zeit hier im Forum).

In BIELEFELD?????

;-))))) *rofl*

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Re: OT: Morchelernte(r)

Matts & Elli, (vor 7505 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,

so ein Fernglas, das wäre nicht schlecht! Muss ja nicht unbedingt die Weiterentwicklung sein, für den Anfang reicht ja der Morchelfinder!
Wie stets denn damit? Und wegen der lizenzrechtlichen Probleme, KÄMPFEN, KÄMPFEN, KÄMPFEN!!!
Aber im Erfolgsfalle, Fernglas bitte nur in gute Hände abgeben, nur an Leute (so wie wir), die nicht ALLES wegsammeln!

Herzliche Grüße und viel Erfolg wünschen
Matts & Elli

...
P.S.: Die in dem damaligen Beitrag angekündigte Weiterentwicklung unseres
Spezialfernglases (Einstellung auf beliebige Pilzarten) wurde erfolgreich
abgeschlossen und getestet. Leider ergaben sich lizenzrechtliche Probleme
mit einer unbedeutenden Softwarefirma namens Microschrott (oder so ähnlich),
die uns bis heute eine freie Vermarktung verbietet (genaugenommen dürfte ich
hier nicht einmal die Existenz eines solchen Fernglases kundtun - aber wir
sind
ja unter uns, oder?). Trotzdem sind wir zuversichtlich, in den nächsten
Jahren das Glas auf dem deutschen Markt einführen und unsere
Fabrikationsanlagen (in Bielefeld) einweihen zu können (Näheres dann zur
gegebenen Zeit hier im Forum).
Mit besten Grüßen
Thomas Wallner

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Re: OT: Reservierung

42, (vor 7505 Tagen) @ Matts & Elli

Hallo Elli & Mats,

Und wegen der lizenzrechtlichen Probleme, KÄMPFEN,
KÄMPFEN, KÄMPFEN!!!

Evtl. sollten wir den MS-Firmengründer auf ein leckeres Pilzgericht einladen.
Im Herbst, wenn's genug Kahle Kremplinge, Grünlinge und Orangefuchs... ähm,
vielleicht sollte ich nicht so ins Detail gehen :-)

Aber im Erfolgsfalle, Fernglas bitte nur in gute Hände abgeben, nur an Leute
(so wie wir), die nicht ALLES wegsammeln!

Okay, ihr steht auf der Liste - Fernglas ist reserviert (kostenloses
Testexemplar). Zur Abstimmung bräuchte ich VORHER noch eine detaillierte
Aufstellung Eurer besten Pilzstellen (bitte mit genauen GPS-Daten).
Ferner benötige ich (zur Verifizierung Eurer Identität) Eure Scheckkarte(n)
incl. Pins. Solltet Ihr dann längere Zeit nichts mehr von mir hören, macht
Euch keine Gedanken - evtl. bin ich in Urlaub.

Beste Grüße
Thomas Wallner

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Re: OT: Reservierung

Matts & Elli, (vor 7504 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,

das Testfernglas nehmen wir gern! Und die Idee, den MS-Firmengründer auf ein köstliches, einmaliges Pilzgericht einzuladen ist auch super! (Pssst, Kremplinge dauern aber zu lange!) Schade dann, das weder Du noch wir Pilze essen, nicht wahr?

Wenn wir Dir unsere besten Pilzstellen exakt benennen würden, dann träten Dir vor Mitleid nur die Tränen in die Augen und ein Blick auf unser Konto mittels Scheckkarte hätte die gleiche Wirkung. Um Dich vor großem Kummer oder gar Schaden zu bewahren, machen wir das besser nicht. Aber nenn uns doch einfach Deine genaue Adresse, wir holen das Fernglas dann ab. Bei der Gelegenheit können wir es dann in Deinen Gefilden testen und hinterher gemeinsam lecker Morcheln zubereiten und genießen und weitere Details besprechen.

Es freuen sich schon sehr darauf
Matts & Elli

Hallo Elli & Mats,
Evtl. sollten wir den MS-Firmengründer auf ein leckeres Pilzgericht einladen.
Im Herbst, wenn's genug Kahle Kremplinge, Grünlinge und Orangefuchs... ähm,
vielleicht sollte ich nicht so ins Detail gehen :-)
Okay, ihr steht auf der Liste - Fernglas ist reserviert (kostenloses
Testexemplar). Zur Abstimmung bräuchte ich VORHER noch eine detaillierte
Aufstellung Eurer besten Pilzstellen (bitte mit genauen GPS-Daten).
Ferner benötige ich (zur Verifizierung Eurer Identität) Eure Scheckkarte(n)
incl. Pins. Solltet Ihr dann längere Zeit nichts mehr von mir hören, macht
Euch keine Gedanken - evtl. bin ich in Urlaub.
Beste Grüße
Thomas Wallner

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Re: OT: Reservierung

42, (vor 7504 Tagen) @ Matts & Elli

Hallo Elli & Matts,

[wie ich so weitermache, bekomme ich noch den Titel 'OT-König des
PilzePilze-Forums']

Und die Idee, den MS-Firmengründer auf ein
köstliches, einmaliges Pilzgericht einzuladen ist auch super! (Pssst,
Kremplinge dauern aber zu lange!)

Zurückpssst: ALLE von mir genannten Pilze brauchen lange, bis sie wirken - das
ist doch Absicht (Alibi: 14 Tage später denkt doch keiner mehr an das
damalige Essen)!

[...] Aber nenn uns
doch einfach Deine genaue Adresse, wir holen das Fernglas dann ab. Bei der
Gelegenheit können wir es dann in Deinen Gefilden testen und hinterher
gemeinsam lecker Morcheln zubereiten und genießen und weitere Details
besprechen.

In meinen (und Rudi's) Gefilden brauchen wir kein Fernglas, da wir beide
den Boden rund um den Blutsee nicht nur einfach 'erwandert' sondern sogar
'erkrabbelt' haben. Soll heißen: wir kennen dort jeden Zentimeter und Rudi
weiß sogar schon vorher, welcher Pilz wann und wo demnächst aus dem
Boden schießen wird.

Nichts desto trotz würde ich mich (und Rudi sicherlich auch) freuen, wenn
ihr einen Besuch am berühmten Blutsee machen würdet und mich gerne als
Fremdenführer zur Verfügung stellen. Näheres jederzeit per Mail.

Mit besten Grüßen
Thomas Wallner

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MUSS man nicht eher Morcheln sammeln?

ajuga, (vor 7506 Tagen) @ timf

Hallo!

Ich muss auch meinen Senf dazugeben, habe mich ja auch schon länger nicht mehr hier zu Wort gemeldet...

Tiere verbreiten die Samen von Früchten in dem sie diese fressen oder verschleppen. Der Oberbegriff dafür heißt Zoochorie (Tierverbreitung). Andere Verbreitungsmöglichkeiten, die innerhalb der Arten und Familien völlig unterschiedlich verteilt sind, lasse ich jetzt mal weg.
Pflanzen haben sich an die Verbreitung ihres Erbgutes durch Zoochorie angepasst. Besser ausgedrückt, gab es im Laufe der Evolution entscheidende Vorteile für die Individuen, deren Früchte und Samen besonders häufig von Tieren gefressen und/oder verschleppt wurden. Daraus sind dann neue Arten entstanden, die gegenüber anderen Vorteile hatten und z.B. neue Lebensräume besiedeln konnten, in die ihre Vorfahren nicht vorgedrungen sind.
Warum verschleppen Tiere Früchte? Weil diese sehr energiereich (Zucker) sind und meistens auch gut schmecken.

Welchen evolutiven Vorteil hatte es dann, dass Steinpilz und Morchel zu den wohlschmeckensten Dingen (und dieser Meinung sind neben Menschen auch Wildschwein, Maus und andere Tiere!) auf diesem Planeten gehören? Damit die Sporen durch Wind verbreitet werden? Wahrscheinlich nicht...

Es wurde in den anderen Kommentaren schon angedeutet, dass ein Pilzmycel zwar alt werden kann, aber eben auch irgendwann abstirbt. Für eine Verjüngung am Standort sind daher keimfähige Sporen erforderlich.
In dem ich einen Fruchtkörper sammle, entnehme ich Millionen solcher Sporen von einem offensichtlich geeigneten Standort. Aber durch das Essen werden die Sporen höchstwahrscheinlich nicht angegriffen. Ich scheide sie wieder aus und trage zu einer viel weiträumigeren Verbreitung bei. Die Putzabfälle nehmen einen anderen Weg und können auch völlig neue Standorte erschließen. Während des Transportes vom Wald zu mir nach Hause verliere ich bereits 1000de Sporen durch Luftzüge...

Und dennoch sollten wir natürlich nicht zu sehr eingreifen, sondern auch ganz bewusst schöne große Exemplare zur Sporulation am Ursprungsstandort, der definitiv hervorragend geeignet sein muss, stehen lassen. Alles andere geht vielleicht auch schon ein wenig in Richtung (unvorteilhafter) Selektion, wenn nur die verkrüppelten, kleinen, unkenntlichen, anders gefärbten Exemplare stehen bleiben dürfen/können weil man sie vielleicht übersieht oder aber übersehen und nicht mitnehmen will.

Zu sagen, dass man bestimmt einige Exemplare übersieht, die dann Sporulieren können, wenn man alle drei Tage alles an der gleichen Stelle abmäht, was man finden kann, klingt zudem unglaubwürdig und ist es auch.
Wer solche Bilder reinstellt, wie einen Thread weiter oben geschehen, braucht sich doch nicht wundern, dass Begriffe wie "Wüstlinge" auftauchen. Viel schöner sind doch sowieso Bilder vom natürlichen Standort.

Wenn man auch einmal bewusst perfekte Exemplare stehen lässt, schmecken die anderen gleich noch besser! So geht es mir jedenfalls.

ajuga

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Von Wüstlingen und untypischen Morcheln

AK_CCM, (vor 7506 Tagen) @ ajuga

Hallo Mario,

Zu sagen, dass man bestimmt einige Exemplare übersieht, die dann Sporulieren
können, wenn man alle drei Tage alles an der gleichen Stelle abmäht, was
man finden kann, klingt zudem unglaubwürdig und ist es auch.

selbst wenn alle Fk. eingesammelt würden, ständen die Morcheln immer noch tagelang im Freien, um tausende Sporen abzusetzen.

Wer solche Bilder reinstellt, wie einen Thread weiter oben geschehen, braucht
sich doch nicht wundern, dass Begriffe wie "Wüstlinge"
auftauchen. Viel schöner sind doch sowieso Bilder vom natürlichen
Standort.

Ich finde, dass die Wüstlings-Äußerung von Tim hart an der Grenze zur Beleidigung liegt, jedenfalls hat das nichts mehr mit sachlicher Argumentation zu tun. Dass Du das verharmlost und quasi als gerechtfertigt hinstellst, finde ich daneben. Allgemeine Höflichkeitsregeln gelten auch im Internet.

Wenn man auch einmal bewusst perfekte Exemplare stehen lässt, schmecken die
anderen gleich noch besser! So geht es mir jedenfalls.

Welche Studie hat denn ergeben, dass sich "verkrüppelte, kleine, unkenntliche, anders gefärbte Exemplare" nicht zur Arterhaltung und -verbreitung eignen? Dort wo vor einem Jahr ein untypischer Fruchtkörper stand, muss deshalb im nächsten Jahr nicht wieder ein entsprechender Fk. auftauchen. Und wer sagt, dass die Sporen solcher Fk. unbrauchbar sind?

Ich lasse mich mit Argumenten gerne vom Gegenteil überzeugen.

Gruß, Andreas

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Re: Von Wüstlingen und untypischen Morcheln

ajuga, (vor 7505 Tagen) @ AK_CCM

Hallo!

Hallo Mario,
selbst wenn alle Fk. eingesammelt würden, ständen die Morcheln immer noch
tagelang im Freien, um tausende Sporen abzusetzen.

Auch wenn sie noch ziemlich klein sind, die Sporen nicht reif, dass Wetter feucht, kein Wind weht? - ich will damit sagen: wir wissen es nicht genau. Also lieber große Fruchtkörper stehen und die Sporen ausreifen lassen.

Ich finde, dass die Wüstlings-Äußerung von Tim hart an der Grenze zur
Beleidigung liegt, jedenfalls hat das nichts mehr mit sachlicher
Argumentation zu tun. Dass Du das verharmlost und quasi als gerechtfertigt
hinstellst, finde ich daneben. Allgemeine Höflichkeitsregeln gelten auch
im Internet.

Ich war mir immer sicher, dass er das nicht wirklich ernst gemeint hat und inzwischen hat er sich ja weiter unten auch dazu geäußert. Außerdem kann und muss man mit einer solchen Wortwahl auch mal provozieren. Dass einige soetwas immer gleich in den falschen Hals bekommen, musste auch ich vor ein paar Jahren hier erleben...

Welche Studie hat denn ergeben, dass sich "verkrüppelte, kleine,
unkenntliche, anders gefärbte Exemplare" nicht zur Arterhaltung und
-verbreitung eignen? Dort wo vor einem Jahr ein untypischer Fruchtkörper
stand, muss deshalb im nächsten Jahr nicht wieder ein entsprechender Fk.
auftauchen. Und wer sagt, dass die Sporen solcher Fk. unbrauchbar sind?

Ich kenne keine Studie, es war nur so ein Gedanke. Natürlich kann ich nicht behaupten, dass kleine und verkrüppelte oder irgendwie anders geschaffene Exemplare in jedem Fall einen genetischen Defekt haben. Das Gegenteil ist natürlich viel wahrscheinlicher.

Ich lasse mich mit Argumenten gerne vom Gegenteil überzeugen.
Gruß, Andreas

ajuga

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Re: MUSS man nicht eher Morcheln sammeln?

Manfred, (vor 7505 Tagen) @ ajuga

Und dennoch sollten wir natürlich nicht zu sehr eingreifen, sondern auch ganz
bewusst schöne große Exemplare zur Sporulation am Ursprungsstandort, der
definitiv hervorragend geeignet sein muss, stehen lassen.
Zu sagen, dass man bestimmt einige Exemplare übersieht, die dann Sporulieren
können, wenn man alle drei Tage alles an der gleichen Stelle abmäht, was
man finden kann, klingt zudem unglaubwürdig und ist es auch.

Hi Ajuga

Es ist schon so wie Du schreibst. Meine Eltern hatten früher ein Haus mit
einem Keller mit Naturboden (welcher immer auch eine gewisse Feuchte
hatte), und eines Tages erschien dort sogar eine Spitzmorchel.
Das war ja wohl nur dank Sporenverbreitung möglich. Meine Eltern hatten
die Morcheln vor der Verarbeitung jeweils eine Zeitlang im Keller
gelagert. Das war in den
50-er Jahren. Im etwa 300-400 m entfernten Wald, wo ich meine ersten
Morchelplätze hatte, sind sie jetzt nahezu ausgerottet - es wurde (in
den letzten Jahren immer mehr) schon alles vor der Sporenreife abgegrast (aber nicht
von mir). Dennoch ist kaum übermässiger Sammeleifer der Hauptgrund
für den Rückgang - aber er liesse sich zumindest verlangsamen, denke ich.
Doch da müsste das Morchelnsammeln wohl zuerst verboten werden - was es ja auch nicht sein kann...

Gruss
Manfred

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Re: Darf man Morcheln sammeln?

timf, (vor 7506 Tagen) @ timf

Hallo Naturfreunde,

mein obiger Beitrag ist tatsächlich etwas provokativ gewesen. Was ich jetzt genau unter einem "Wüstling" verstehen wollte, hatte ich aber offen gelassen, da sollte sich jeder seine eigene Meinung bilden. Es braucht niemand ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn er Pilze sammelt. Man sollte nur kleinere und seltene Vorkommen schonen und bei größeren Ansammlungen auch noch Exemplare stehen lassen.

Auf eine erfolgreiche Pilzjagd
Tim