Re: Rosellinia aquila , Eutypa ?aber Diatrypaceae
Hallo Klaus,
mit der Rosellinia hast Du natürlich absolut Recht. Genaue Bestimmung ist nur mikroskopisch möglich. Aber das geht nicht, da Robin den Ast nicht mitgenommen hat.
Meine Aussage basierte auf unserer Niedersachsen-Erfassung und da sind bisher nur die 3 Arten die ich nannte erfaßt worden.
Selbst in den Großpilzen Niedersachsens von Knut Wöldecke sind nur diese 3Arten ausgewiesen, wobei ich weiß, daß Ascomyceten nicht gerade zu den Favoriten bei Knut gehörten *ggg*.
Die Art R.corticium ist mir absolut unbekannt und auch in meinen Unterlagen nicht aufgeführt.Habe eben mal im Index Fungorum nachgesehen dort steht: Rosellinia corticium ( Schweinitz 1822) Saccardo 1882 auf Quercus und Castanea in N.Carolina und New York, also USA.
Ellis& Ellis beschreiben nur R.aquila,buxi,desmazieresii,mammiformis,necatrix, obliquata und thelena und der Klassiker Dennis nur die 3 obigen Arten.
Ich habe mir spaßeshalber mal den Rosellinia-Nachweis im Index Fungorum angesehen, dort gibt es insgesamt 448 Einträge für Arten ,Forma ,Varietäten und Synonyma, ist gewaltig.
Den von Dir genannten Petrini - Schlüssel kenne ich nicht, wo kann man den bekommen, denn es würde mich schon reizen tiefer in die Rosellinia-Materie einzusteigen, um bei uns in Niedersachsen ähnlich, wie Ihr das in Westfalen gemacht habt,die Rosellinia artspezifisch aufzuteilen, bzw. zu überarbeiten.
Vielen Dank für Deine Information.
Gruß Detlef
Hallo Detlef,
nur kurz zu der Rosellinia. Einig sind wir uns sicher darüber, dass man ohne
ausführliche Mikromerkmale keine endgültige Bestimmung vornehmen kann. Und
dazu benötigt man nach meinen Erfahrungen auf jeden Fall den
Petrini-Schlüssel. Da gibt es dann deutlich mehr als die hier aufgeführten
Arten, und die Unterscheidung ist manchmal ganz schön kniffelig.
Zumindest was Westfalen angeht, haben wir die Erfahrung gemacht, dass die mit
Abstabd häufigste Art Rosellinia corticium ist, die früher als eine var.
von aquila geführt wurde (wenn ich das jetzt richtig im Gedächtnis habe).
Die eigentliche R. aquila dagegen ist bei uns ziemlich selten.
Zu den Diatrypaceen kann ich noch den Rappaz-Schlüssel empfehlen, der in den
80ern in der Mycologia Helvetica erschienen ist. Dennis ist dagegen dann
doch eher dürftig, und auch die Beschreibungen bei Ellis&Ellis sind ja
ziemlich knapp gehalten.
Schöne Grüße und weiterhin viel Spaß mit den Pyrenos
Klaus