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Farbvielfalt von Russula grisea *PIC*

Thüringer-Holz, (vor 7454 Tagen)

Guten Abend,

Jochen und ich waren heute unabhängig von einander an der Tauben-Täublings-Stelle.
Wie es scheint ist R.grisea an Hainbuche gebunden, was ein zweiter Fundpunkt von heute festigt.
Ich möchte euch hier die große Farbvariationsbreite dieses Täublings zeigen:

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Schönes langes pilzreiches Wochenende
Felix

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Re: Farbvielfalt von Russula grisea

Piwo, (vor 7454 Tagen) @ Thüringer-Holz

Guten Abend,
Jochen und ich waren heute unabhängig von einander an der
Tauben-Täublings-Stelle.
Wie es scheint ist R.grisea an Hainbuche gebunden, was ein zweiter Fundpunkt
von heute festigt.
Ich möchte euch hier die große Farbvariationsbreite dieses Täublings zeigen:

Schönes langes pilzreiches Wochenende
Felix

hallo Glücklicher,

R. Grisea wächst AUCH bei Hainbuche. In der Literatur (z.B. Einhellinger, Die Gattung Russula in Bayern; Die Großpilze Baden-Württembergs, Bd. 2) werden noch Buche, verschiedene Eichen, ja sogar Tanne genannt. Zit. aus letzgenanntem Werk: "Die Vorliebe der Art für Carpinus, Quercus oder Fagus schwankt regional sehr stark (physiologische Rassen?)."

Gruß
vom Kostverächter (ggg)

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Russula grisea abgrenzen

phragmobasidie, (vor 7454 Tagen) @ Piwo

Hallo

ich der ich gerne blaugraue Täublinge erkennen würde aber sehr mit Ihnen hadere,
würde gerne wissen, wie Ihr grisea definiert (gegenüber ionochlora und parazurea z.B.) seht

schöne Grüße
Robin

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Re: Russula grisea abgrenzen

Markus Wilhelm ⌂, (vor 7453 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Robin,

Grundsätzlich ist man nur mit der Mikroskopie sicher! So hat R. ionochlora z.B. eher tönnchenförmige Elemente der Primordielhyphen, R. grisea eher langgestreckte.
R. grisea kann meist recht sicher makroskopisch erkannt werden durch:
Recht grosse Frkpr., sehr frühes Erscheinen (eben jetzt), deutlich gelbliche Lamellen alter Frkpr.
Die anderen erwähnten Arten sind doch etwas zierlicher; R. parazurea mit deutlich kräftigeren Farben.
Aber es gibt noch einige andere Konkurrenten! Da braucht es doch viel Erfahrung und selbst dann muss man einen Fund oft gründlich prüfen! (um schlussendlich doch etwas unsicher zu sein...).

Mit Grüssen, Markus

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Re: Russula grisea abgrenzen

Thüringer-Holz, (vor 7453 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Robin,
ich leite deine Frage mal an Jochen weiter - er ist der Experte in Sachen Russula.......
Vielleicht hat er noch was zu dem schon geschriebenen hinzuzufügen.

Beste Grüße FELIX

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Re: Russula grisea abgrenzen

Jochen Girwert, (vor 7453 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Robin,

von schneller Sicherheit kann keine Rede sein, jedenfalls verfolge ich die Erfurter Vorkommen seit mehreren Jahren und bin mir erst jetzt sicher. Das liegt einerseits an der Bestätigung durch einen Experten (W. Jurkeit) und dass es erstmals ordentlich Sporenpulver gab mit der richtigen Cremetönung. Wahrscheinlich ist das Erkennen bei den Erfurter Kollektionen gar nicht so schwer: sie erscheinen sehr früh, werden für Täublinge recht groß und sind unter der Huthaut und an Fraßstellen violettrosa (was das Foto von Felix sehr gut zeigt). Außerdem sind sie immer stark durchmadet, was vielleicht kein absolutes Erkennungsmerkmal ist. Drei Fruchtkörper habe ich inklusive Madenkinderstube verzehrt. Überraschenderweise ein ziemlich fader Speisepilz.
Wenn ich keine falschen Vorstellungen von Deinem Umfeld habe, dürftest Du grisea kaum finden, da sie lt. Literatur Kalk will.

Alles Gute, Jochen

Hallo
ich der ich gerne blaugraue Täublinge erkennen würde aber sehr mit Ihnen
hadere,
würde gerne wissen, wie Ihr grisea definiert (gegenüber ionochlora und
parazurea z.B.) seht
schöne Grüße
Robin

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Re: Russula grisea abgrenzen

phragmobasidie, (vor 7453 Tagen) @ Jochen Girwert

Hallo Jochen,

von schneller Sicherheit kann keine Rede sein, jedenfalls verfolge ich die
Erfurter Vorkommen seit mehreren Jahren und bin mir erst jetzt sicher. Das
liegt einerseits an der Bestätigung durch einen Experten (W. Jurkeit) und
dass es erstmals ordentlich Sporenpulver gab mit der richtigen
Cremetönung.

U.a. da liegt immer mein Problem. Wenn man fragliche Arten noch nicht sicher gesehen hat, ist es schwer,
insbes. bei Einzelfunden zu sagen: "Das muss diese Art sein, denn das Spp ist etwas heller als das jener Art"

Wahrscheinlich ist das Erkennen bei den Erfurter Kollektionen
gar nicht so schwer: sie erscheinen sehr früh, werden für Täublinge recht
groß und sind unter der Huthaut und an Fraßstellen violettrosa (was das
Foto von Felix sehr gut zeigt

Das klingt, auch in Verbindung mit den von Markus genannten alt gelben Lamellen nach brauchbarer
Merkmalskombination - mal sehen, vielleicht habe ich ja Glück und stosse mal auf so etwas.
Was das rosa an den Fraßstellen betrifft war ich immer etwas verwirrt, weil ich schon Unterschiedliches
dazu gelesen bzw. gehört hatte

Wenn ich keine falschen Vorstellungen von Deinem Umfeld habe, dürftest Du
grisea kaum finden, da sie lt. Literatur Kalk will.

Mein Umfeld ist noch nicht so sehr verkalkt, das stimmt. Was aber die Umgebung betrifft,
so soll hier viel Kalk sein - ich weiss bloss nocht nicht genau, welche Wälder ich da am besten ansteuern muss.

Ich danke Dir für die Merkmals-Auffrischung

schöne Grüße
Robin