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Bestimmungshilfe für eine bunte Mischung *PIC*

Ingo, (vor 7451 Tagen)

Ein freundliches Hallo an alle Forumuser,

nachfolgend möchte ich noch die weiteren Funde vom Pfingstwochenende vorstellen.
Vor allem solche, die nichts mit dem reinen Kiefernwald zu tun haben und wo
mir die Bestimmung auch nicht leichtgefallen ist. Meine Bestimmungsversuche
erfolgten rein nach makroskopischen Merkmalen, mit dem Kosmos Pilzführer von
Hans E. Laux.

Hier ein kleiner seitlingsartiger Pilz, den ich am ehesten in die Gattung Stummelfüßchen
(Crepidotus) stellen würde. Da bei Laux die Auswahl nicht sehr groß ist, würde ich
auf keines der gezeigte Exemplare eindeutig setzen wollen. Oberfläche leicht filzig-
Konsistenz mittelprächtig gummiartig – Lamellen mittelmäßig dicht und leicht untermischt.
Möglicherweise doch das Gemeine Stummelfüßchen (Crepidotus variabilis), wenn ich mit der
Gattung überhaupt an der richtigen Adresse bin. Ach so – die Holzart war nicht bestimmbar.
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Des weiteren einige schöne, farbenprächtige Porlinge, die auf totem Birkenholz fruktizierten:
Hier mehrere Exemplare von unten gesehen an einem Ast:
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...hier mal ein Exemplar ein wenig vergrößert:
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und hier noch einer in der Draufsicht:
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Da die Pilze von harter Konsistenz waren, macht hier allein die Zinnober-Tramete
(Pycnoporus cinnabarinus) Sinn. Die beschriebenen Farben und Porenformen stimmen.
Auch das Biotop haut hin – eine lichte Birkenansammlung mit jeder Menge Bruchholz,
der es an Sonneneinstrahlung nicht mangelt.

Als nächstes habe ich dann noch ein paar Pilzchen abgelichtet, die ich erst am liebsten
ignorieren wollte. Ich habe dann aber meinen ganzen Mut zusammengenommen
und wenigstens ein paar Bilder geschossen. Als erstes bin ich mal ein wenig vorsichtig
und stelle die Kollektion in die Psathyrella - Ecke. Da der Laux da nicht viel hergibt,
ist jede weitere Bestimmung wenig sinnvoll. Ich wage aber mal einen goldenen Schuss
und sage „multipedata“ – auch wenn die Büschel eher bescheiden ausfielen.

Hier die beiden Fotos dazu:
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Zum Abschluss noch etwas absolut Unbestimmbares – jedenfalls mit dieser Literatur.
Die Winzlinge fruktizierten am Boden, möglicherweise aber auf Holzresten.
Von der Optik her scheint das eine Kollektion zu sein. Ein Fruchtkörper hat allerdings
das Aussehen eines Milchpilzes. Vielleicht verhärten die ja mit der Zeit.
Auch hiervon ein Bild:
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Ich hoffe, ich liege mit meinen Bestimmungsversuchen nicht allzu weit daneben.
Vielleicht kennt ja jemand hier die gezeigten Pilze genauer und kann etwas zu
deren korrekter Bestimmung beitragen.

Ich wünsche vorerst mal einen schönen Restabend!
LG Ingo

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Das letzte Bild...

Karl-Heinz ⌂, (vor 7451 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,
mache mal den Anfang - womit ich sicher bin.
Also das ist der Blutmilchpilz, Lycogala epidendrum.
Frische Fruchtkörper sind gelb bis orange gefärbt, die alternden werden grau-metallisch glänzend.
Gruß
Karl-Heinz

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Ich schicke mal zu Pilz 1... *PIC*

Thüringer-Holz, (vor 7451 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

noch 2 Bilder hinterher.
So richtig weis ich nämlich auch nicht wie der heist.
Gefunden am 02.06.06:

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Vielleicht kann hier jemand 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen....

Beste Grüße Felix

Ps: Dein Faserling würde für mich als Schmalblättriger durchgehen. (Ohne Gewähr)

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Re: Bestimmungshilfe für eine bunte Mischung

Trametenlotti, (vor 7450 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo

Bei Pilz Nr.1 liegst du wahrscheinlich in der richtigen Ecke mit Stummelfüsschen, fragt sich nun, welches.

Du schreibst von gummiartiger Konsistenz. Da denke ich an das Gallertfleischige Stummelfüsschen (Crepidotus mollis). Bei dem lässt sich die Huthaut wie ein Gummilappen abziehen.
Falls dies nicht der Fall ist, würde ich auch in Richtung Gemeines Stummelfüsschen (C.mollis) gehen.

Nr.2 ist die Zinnobertramete.

Nr.3 übergehe ich ;-)

Nr.4: ist ein Blutmilchpilz. Orange Fruchtkörper sind jung, braungraue sind alt.

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Re: Bestimmungshilfe für eine bunte Mischung

Ingo, (vor 7450 Tagen) @ Ingo

Vielen Dank erst mal für die Antworten.
So daneben bin ich mit dem Laux dann ja doch nicht geraten.
Sind halt auch gute Bilder und Beschreibungen im Buch.

Die Stummelfüsschen habe ich hernach nochmal im Internet
betrachtet. Da scheint ohne Mikro leider nichts zu gehen.

Die von Felix gezeigten Exemplare scheinen aber von meiner
Kollektion doch verschieden zu sein. Von den Bildern her passt
das doch eher zu Crepidotus variabilis. Leider habe ich meinen
Fund im Wald stehen lassen, so dass sich weitere Übungen wie
Huthaut abziehen etc. erledigt haben. Immerhin waren
die grössten FK so ca. 4 cm breit.

Zu den Mürblingen: Die Pilze der gezeigten Kollektion waren
allesamt so zierlich, so dass ich anfangs gar nicht auf die
Gattung gekommen bin. Die Hüte hatten so max. 2-3 cm Durchmesser.
Erst beim Betrachten der Makroaufnahmen wurde klar, dass es welche
sein müssten. Die FK waren so zerbrechlich, dass ich keinen einzigen
unversehrt aus dem Boden bekam.

Entweder handelt es sich hier um eine Bonsai-Variante des
schmalblättrigen Mürblings (P. spadiceogrisea), oder aber um einen
kleinwüchsigen Verwandten aus dieser Gruppe. P. multipedata fällt
wohl - die sind außerdem viel heller.

Vielleicht fällt ja noch irgendwem etwas ein.

Viele Grüße - Ingo