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Frage nach Risiken nicht entfernter Zeckenköpfe

phragmobasidie, (vor 7441 Tagen)

Hallo,

ich möchte nicht eine ganze Zecken-Borreliose-FSME-Diskussion starten, sondern nur speziell fragen,
wie es um ein mögliches Mehr an Gefährlichkeit bei steckengebliebenen Zeckenköpfen bestellt ist und
was man tun sollte bzw. nicht tun muss.

Sollte man in jedem Fall möglichst schnell zum Arzt und den Kopf entfernen lassen, oder reicht eine
Wundbehandlung mit Desinfektion und eventuell Zugsalbe ?
Wie stark steigen Infektionsrisiken für Borreliose und FSME an ? Oder besteht der Unterschied zum
gelungenen Entfernen einer Zecke hauptsächlich nur darin, dass der Wundheilungsprozess etwas länger dauert
und das Ganze etwas mehr juckt, bis der Kopf irgendwann von der körpereigenen Abwehr "rausgeworfen" wird ?

Ich würde mich über Antworten sehr freuen.

Hier gibt es gerade sehr viele Zecken. Man kann sie sich locker schon im Garten holen.
Wie siehts denn so bei Euch aus ?

schöne Grüße + ein beissfreies Wochenende wünschend
Robin

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Re: Frage nach Risiken nicht entfernter Zeckenköpf

Der Juergen, (vor 7441 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Robin,

ich kann Dir nur was zu meiner Zeckenprävention sagen, die bei Einhaltung aller Punkte immer! funktoniert hat:

1. Kniehohe Gummistiefel anziehen
2. Rucksack nie ins Gras oder Kraut absetzen
3. Selbst nicht ins Gras oder Kraut reinhocken
4. Wenn man ins "Kraut" reinlangt, gleich die Unterarme auf Zecken kontrollieren (wenn man das Krabbeln nicht spürt).

Ich hatte mir dieses Jahr einmal eine Zecke geholt, weil ich Regel 3 nicht befolgt hatte (hab am Boden gelegen um eine Affen-Orchis auf einer Wacholderheide zu fotographieren - prompt hatt ich am Abend eine Zecke am Ranzen:-)

Grüßle
Juergen

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Re: Frage nach Risiken nicht entfernter Zeckenköpf

Hans aus ED, (vor 7441 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Robin,
ich kann Dir nur was zu meiner Zeckenprävention sagen, die bei Einhaltung
aller Punkte immer! funktoniert hat: 1. Kniehohe Gummistiefel anziehen
2. Rucksack nie ins Gras oder Kraut absetzen
3. Selbst nicht ins Gras oder Kraut reinhocken
4. Wenn man ins "Kraut" reinlangt, gleich die Unterarme auf Zecken
kontrollieren (wenn man das Krabbeln nicht spürt).
Ich hatte mir dieses Jahr einmal eine Zecke geholt, weil ich Regel 3 nicht
befolgt hatte (hab am Boden gelegen um eine Affen-Orchis auf einer
Wacholderheide zu fotographieren - prompt hatt ich am Abend eine Zecke am
Ranzen:-)
Grüßle
Juergen

Hallo Jürgen,

schaut blos dumm aus wenn man im Garten mit Gummistiefel rumsitzt :) - womöglich noch mit Badehose *gg

Aber die Methode an und für sich funktioniert schon - ich hatte seit über zwei Jahren keine einzige Zecke mehr seit ich so verfahre.

Grüße Hans

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Re: Frage nach Risiken nicht entfernter Zeckenköpf

Der Juergen, (vor 7441 Tagen) @ Hans aus ED

Hallo Hans

schaut blos dumm aus wenn man im Garten mit Gummistiefel rumsitzt :) -
womöglich noch mit Badehose *gg

*g*... und OHNE Badehose erst!

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Re: Frage nach Risiken nicht entfernter Zeckenköpf

Hans aus ED, (vor 7440 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Hans
*g*... und OHNE Badehose erst!

- das lieber Jürgen tue ich meiner Nachbarschaft nicht an *gg

Gruß Hans

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Re: Frage nach Risiken nicht entfernter Zeckenköpf

Der Juergen, (vor 7440 Tagen) @ Hans aus ED

- das lieber Jürgen tue ich meiner Nachbarschaft nicht an *gg

Lieber Hans, vielleicht gefällt es Deinen Nachbarn ... und sie kommen zu Besuch in ihren Friesenmänteln (mit Garnichts drunter an) *gg*

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Re: Frage nach Risiken nicht entfernter Zeckenköpf

Malte, (vor 7441 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo,
ich möchte nicht eine ganze Zecken-Borreliose-FSME-Diskussion starten,
sondern nur speziell fragen,
wie es um ein mögliches Mehr an Gefährlichkeit bei steckengebliebenen
Zeckenköpfen bestellt ist und
was man tun sollte bzw. nicht tun muss.
Sollte man in jedem Fall möglichst schnell zum Arzt und den Kopf entfernen
lassen, oder reicht eine
Wundbehandlung mit Desinfektion und eventuell Zugsalbe ?
Wie stark steigen Infektionsrisiken für Borreliose und FSME an ? Oder besteht
der Unterschied zum
gelungenen Entfernen einer Zecke hauptsächlich nur darin, dass der
Wundheilungsprozess etwas länger dauert
und das Ganze etwas mehr juckt, bis der Kopf irgendwann von der körpereigenen
Abwehr "rausgeworfen" wird ?
Ich würde mich über Antworten sehr freuen.
Hier gibt es gerade sehr viele Zecken. Man kann sie sich locker schon im
Garten holen.
Wie siehts denn so bei Euch aus ?
schöne Grüße + ein beissfreies Wochenende wünschend
Robin

Hi Robin,

ob höhere Gefährlichkeit oder nicht kann ich nicht beurteilen. Aber ich kann aus Erfahrung sagen, dass zumindest bei mir die übriggebliebenen Teile früher z.T. noch nach mehreren Monaten (!) gelegentlich starkes Jucken hervorriefen. Deshalb sehe ich schon unter diesem Aspekt mittlerweile zu, alle Überreste herauszubekommen. In 19 von 20 Fällen bleibt dank Zeckenpinzette zum Glück nix von der Zecke in mir, bei den Anderen erledige ich es mit sterilisierter Nadel und Pinzette. Ist aber definitiv nicht jedermanns Sache - Arzt also eine gute Alternative...
Bei uns (Raum Darmstadt) ist es auch wieder sehr mies mit Zecken, ebenso wie letztes Jahr. Ich habe dieses Jahr schon knapp 40 von mir abgesammelt (alle von der Kleidung, Hosen in die Socken stecken - sieht doof aus, aber das nehme ich hin...).
Letztes Jahr zählte ich auf mir über hundert (die Krönung war eine Wiese im Odenwald unweit des Neckars: 36 Zecken nach einmal drüberlaufen). Häufig bin ich auf den Touren mit einem Freund unterwegs: er hat nie eine, auf mir tummeln sie sich.
Im Moment sind meine kleinen Freunde bei uns auch schon auf der Wiese vor dem Haus. Der armen Katzen können wir auch jede Woche mehrere entfernen.

Auch von mir der Wunsch an Alle: möget Ihr verschont bleiben!
Malte

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Re: Frage nach Risiken nicht entfernter Zeckenköpf

Gelbfieber, (vor 7441 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo und guten Tag phragmobasidie,

der Kopf einer Zecke bleibt nicht stecken sondern nur der „Stachel“. Daher beißt eine Zecke auch nicht sondern sticht.
Sollte jedoch der fordere Teil der Zecke (Stachel in der Haut - Kopf über der Haut) noch zu sehen sein ist eine komplette Entfernung noch möglich.
Ist der Körper der Zecke ohne zerquetschen des Leibes entfernt worden besteht m. W. ein geringeres Risiko der Infektion mit FSME oder Borelliose. Beim unsachgemäßen entfernen einer Zecke (z. B. zerquetschen) ist das Risiko einer Borelliose oder FSME wesentlich größer.

Eine gute Zeit
Gelbfieber

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Re: Frage nach Risiken nicht entfernter Zeckenköpf

Thomas Pruß, (vor 7441 Tagen) @ phragmobasidie

Moin Robin,
jeder hat da so seine eignenen Methoden, mit steckengebliebenen Zeckenrüsseln umzugehen. Aber ich möchte dir auf jeden Fall empfehlen, einen Arzt auf zu suchen, wenn dir so ein Missgeschick passiert ist. Leider kann ich nämlich Gelbfieber nicht ganz zustimmen: Zwar reißt man richtigerweise den Kopf nicht ab, sondern nur den Rüssel, doch je nach mechanischer Beschädigung können auch noch Teile der Speicheldrüsen usw. hängen bleiben. Das Risiko einer Borelliose u. a. Erkrankungen sind dann für mich nicht zu beurteilen.
Grüßlis
Thomas

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Re: Frage nach Risiken nicht entfernter Zeckenköpf

psittacus, (vor 7441 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo,
ich möchte nicht eine ganze Zecken-Borreliose-FSME-Diskussion starten,
sondern nur speziell fragen,
wie es um ein mögliches Mehr an Gefährlichkeit bei steckengebliebenen
Zeckenköpfen bestellt ist und
was man tun sollte bzw. nicht tun muss.
Sollte man in jedem Fall möglichst schnell zum Arzt und den Kopf entfernen
lassen, oder reicht eine
Wundbehandlung mit Desinfektion und eventuell Zugsalbe ?
Wie stark steigen Infektionsrisiken für Borreliose und FSME an ? Oder besteht
der Unterschied zum
gelungenen Entfernen einer Zecke hauptsächlich nur darin, dass der
Wundheilungsprozess etwas länger dauert
und das Ganze etwas mehr juckt, bis der Kopf irgendwann von der körpereigenen
Abwehr "rausgeworfen" wird ?
Ich würde mich über Antworten sehr freuen.
Hier gibt es gerade sehr viele Zecken. Man kann sie sich locker schon im
Garten holen.
Wie siehts denn so bei Euch aus ?
schöne Grüße + ein beissfreies Wochenende wünschend
Robin

Hallo- in jedem Fall muß ein nicht entfernter Zeckenteil - oft bleibt ja nicht nur der Kopf stecken entfernt werden. Das Risiko eine Spätfolge zu bekommen ist entschieden zu hoch.Spätfolgen können auch noch nach Jahren eine spinale B orrelliose, eine Borrellienencephalitis oder pseudorheumatische Erkrankungen sein.Zugsalbe bringt gar nichts.Ein flüssiges Hautdesinfektionsspray, welches auch viruzid ist, sollte verwendet werden. Zeckenreste , die tief sitzen müssen!!! bei einem Hautarzt, und in jeder dermatolgischen Klinik per Stanzbiopsie entfernt werden.
Gruß Psittacus

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Re: Frage nach Risiken nicht entfernter Zeckenköpf

bleem, (vor 7440 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Robin

Ich bin Krankenpfleger in einer Hautklinik und habe täglich mit diesem Problem zu tun. Fakt ist, ein steckengebliebener Rüssel ist eigentlich kein Problem. Es besteht allerdings die Möglichkeit einer Entzündung und somit einer Infektion durch Bakterien verschiedener Art mit Eiter etc. Was die Übertragung von FSME und Borrelien betrifft ist ab diesem Zeitpunkt die Gefahr vorbei, wenn es nur der Stachel ist, der noch steckt. Bei uns ist es üblich die Reste mit einer sterilen Nadel rauszuhebeln oder in schweren Fällen mit einer 2 bis 3er Stanze zu entfernen. Ansonsten ist eine Impfung gegen FSME mittlerweile zu empfehlen, die Nebenwirkungen sind bei den neuen Impfstoffen erheblich reduziert worden. Gegen Borreliose gibt es noch keinen entsprechenden Impfstoff, außer für Hunde.
Wichtig: Das Datum aufschreiben wann die Zecke entdeckt wurde und nach 4-6 Wochen beim Haus.oder Hautarzt eine Borrelienserologie abnehmen lassen. Das datum deswegen, um bei späteren Beschwerden einen Zusammenhang herstellen zu können oder auch nicht.

Ciao bleem

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Vielen Dank an Alle für die Antworten !

phragmobasidie, (vor 7440 Tagen) @ bleem

Hallo Bleem,

gut, dazu noch mal aus der Praxiserfahrung heraus zu hören. Danke für die Risiko-/Gefahren-Auflistung.
Bei diesen Themen (wie auch z.B. Fuchsbandwurm) existieren mehrere und z.T. gegensätzliche Meinungen
scheinbar gleichberechtigt nebeneinander, das erzeugt natürlich Verwirrung.
Das Datum festhalten und einen Test bei jedem Stich habe ich bislang nicht gemacht. Als wie sicher
man die Befunde einer Borrelienserologie z.Z. etwa annehmen kann wäre dann noch die anschließende Frage ?

schöne Grüße
Robin

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Re: Frage nach Risiken nicht entfernter Zeckenköpf

Maren ⌂, (vor 7439 Tagen) @ phragmobasidie

Hallo Robin,

1. Kniehohe Gummistiefel anziehen
2. Rucksack nie ins Gras oder Kraut absetzen
3. Selbst nicht ins Gras oder Kraut reinhocken
4. Wenn man ins "Kraut" reinlangt, gleich die Unterarme auf Zecken
kontrollieren (wenn man das Krabbeln nicht spürt).

da stimme ich dem Jürgen zu. Ein paar weitere Tipps:

Ich habe Schwierigkeiten in Gummistiefeln lange zu laufen und brauche feste Schuhe. Da ereicht man den selben Effekt, indem man die Hosenbeine in die Strümpfe steckt, dann das Hemd oder Oberteil ebenfalls in die Hose stecken, dann brauchen die Viecher schon ganz schön lange, bis sie am Hals reinkommen. Da eine Zecke lange rummmacht, bis sie ein passendes Plätzchen gefunden hat, empfiehlt es sich auch, nach dem Waldspaziergang alles auszuziehen und in die Wäsche damit. Denn Zecken bleiben in alten Klamotten sitzen und stechen dann das nächste Mal.

Gruß Maren

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Re: Frage nach Risiken nicht entfernter Zeckenköpf

thor48, (vor 7438 Tagen) @ Maren

(Autan hilft),und die Wäsche auf mindestens 50 Grad erhitzen das Töte Zecken,unter dieser Temperatur Überleben sie sogar die Waschmaschine.

LG Torsten

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Danke Hermine ;-) *oT*

phragmobasidie, (vor 7439 Tagen) @ Hermine

- kein Text -