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Bruno tot

Thomas Pruß, (vor 7430 Tagen)

Moin zusammen,
na, da sind ja weiter unten die Wogen mal wieder richtig hoch geschlagen. Das ist gut so, aber ich muss sagen, dass man mit Emotionen nicht argumentieren sollte. Das hilft nicht weiter. Man kann z. B. kein Tier „ermorden“, das kann man nur Menschen!
Fakt ist: Dieser Bär ist den Menschen einfach zu nahe gekommen. Bären sind nun einmal Raubtiere, und es wäre vermutlich nur eine Frage der Zeit gewesen, bis Tier und Mensch aneinander gerasselt wären. Und in diesem Falle hätte unsereiner den Kürzeren gezogen. Wäre das im Sinne der Naturschützer gewesen? Wer jetzt behauptet, eine gefährliche Begegnung zwischen Bär und Mensch sei reine Spekulation, dem sei gesagt: Genauso spekulativ ist es, anzunehmen, Bär und Mensch wären nicht aneinander geraten.
In den Staaten und in Kanada, selbst in Norwegen und Schweden, die über große Bärenpops. verfügen, wird jeder Bär, der sich den Menschen zu sehr nähert, genau beobachtet und – wenn es sein muss – erschossen. Und das sind Länder, in denen die Bevölkerung/qkm wesentlich niedriger liegt als bei uns. Da kräht kein Hahn nach, das wird so akzeptiert. Im Zweifel kann es nur heißen: Bär oder Mensch. Und kein Menschenleben und keine -gesundheit wiegen einen Bären auf!
Faktum 2: Wer den Bär mit einem Betäubungsgewehr schießen will, hat nicht viel Möglichkeiten. Er muss nah ran. So maximal 40 m mit Rückenwind. Das war den Fachleuten offensichtlich nicht möglich. Wer den Bär schießen musste, konnte das aus 100 oder 200 m Entfernung machen.
Also: Der Abschuss war berechtigt!
Die Frage ist nur, ob alles getan wurde, um den Bären lebendig zu bekommen. Wenn der Petz durch Ortschaften streunt, sich auf den Stufen einer Polizeiwache ausruht usw., dann muss ich mir die Frage stellen, wer hier gepennt hat. Finnische Bärenjäger, die nicht in der Lage sind, einen Bären in den Alpen zu stellen, weil ihnen und ihren Hunden die Puste im Gebirge ausgeht?
Und: Die Schonfrist für den Bären läuft Montag Nacht 24 Uhr aus, und um 4.15 Uhr ist das Tier gestreckt?
DAS, liebe Leute, sind für mich ein paar der Ungereimtheiten. Wieso liegt der Bär keine 5 Stunden später im Feuer, wenn niemand seinen Aufenthaltsort kannte?
Mir deucht, das hier irgendwer gewaltig gepennt, geschlampt oder sonst was hat. Ihr wisst, ich bin selbst Jäger und muss auch aus diesem Grunde die polemischen Angriffe gegen die Jägerschaft weiter untern schärfstens zurückweisen, aber mir drängt sich hier der Verdacht auf, dass (nicht zwingend von der bayerischen Jägerschaft, das will ich betonen) von irgendwelchen Leuten die Bemühungen, den Petz lebendig zu bekommen, hintertrieben wurden. Aus Jagdgeilheit?
Also, nicht die Frage des Abschusses ist zu verurteilen, sondern, dass die so genannten Fachleute nicht in der Lage oder gar willens waren, den Bär lebendig zu bekommen.
Darüber sollte man nachdenken.
Grüßlis
Thomas

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Re: Bruno tot

Christoph G, (vor 7430 Tagen) @ Thomas Pruß

Hi Thomas,
genauso seh ichs auch!

LG Christoph

Moin zusammen,
na, da sind ja weiter unten die Wogen mal wieder richtig hoch geschlagen. Das
ist gut so, aber ich muss sagen, dass man mit Emotionen nicht
argumentieren sollte. Das hilft nicht weiter. Man kann z. B. kein Tier
„ermorden“, das kann man nur Menschen!
Fakt ist: Dieser Bär ist den Menschen einfach zu nahe gekommen. Bären sind
nun einmal Raubtiere, und es wäre vermutlich nur eine Frage der Zeit
gewesen, bis Tier und Mensch aneinander gerasselt wären. Und in diesem
Falle hätte unsereiner den Kürzeren gezogen. Wäre das im Sinne der
Naturschützer gewesen? Wer jetzt behauptet, eine gefährliche Begegnung
zwischen Bär und Mensch sei reine Spekulation, dem sei gesagt: Genauso
spekulativ ist es, anzunehmen, Bär und Mensch wären nicht aneinander
geraten.
In den Staaten und in Kanada, selbst in Norwegen und Schweden, die über große
Bärenpops. verfügen, wird jeder Bär, der sich den Menschen zu sehr nähert,
genau beobachtet und – wenn es sein muss – erschossen. Und das sind
Länder, in denen die Bevölkerung/qkm wesentlich niedriger liegt als bei
uns. Da kräht kein Hahn nach, das wird so akzeptiert. Im Zweifel kann es
nur heißen: Bär oder Mensch. Und kein Menschenleben und keine -gesundheit
wiegen einen Bären auf!
Faktum 2: Wer den Bär mit einem Betäubungsgewehr schießen will, hat nicht
viel Möglichkeiten. Er muss nah ran. So maximal 40 m mit Rückenwind. Das
war den Fachleuten offensichtlich nicht möglich. Wer den Bär schießen
musste, konnte das aus 100 oder 200 m Entfernung machen.
Also: Der Abschuss war berechtigt!
Die Frage ist nur, ob alles getan wurde, um den Bären lebendig zu bekommen.
Wenn der Petz durch Ortschaften streunt, sich auf den Stufen einer
Polizeiwache ausruht usw., dann muss ich mir die Frage stellen, wer hier
gepennt hat. Finnische Bärenjäger, die nicht in der Lage sind, einen Bären
in den Alpen zu stellen, weil ihnen und ihren Hunden die Puste im Gebirge
ausgeht?
Und: Die Schonfrist für den Bären läuft Montag Nacht 24 Uhr aus, und um 4.15
Uhr ist das Tier gestreckt?
DA S, liebe Leute, sind für mich ein paar der Ungereimtheiten. Wieso liegt
der Bär keine 5 Stunden später im Feuer, wenn niemand seinen
Aufenthaltsort kannte?
Mir deucht, das hier irgendwer gewaltig gepennt, geschlampt oder sonst was
hat. Ihr wisst, ich bin selbst Jäger und muss auch aus diesem Grunde die
polemischen Angriffe gegen die Jägerschaft weiter untern schärfstens
zurückweisen, aber mir drängt sich hier der Verdacht auf, dass (nicht
zwingend von der bayerischen Jägerschaft, das will ich betonen) von
irgendwelchen Leuten die Bemühungen, den Petz lebendig zu bekommen,
hintertrieben wurden. Aus Jagdgeilheit?
Also, nicht die Frage des Abschusses ist zu verurteilen, sondern, dass die so
genannten Fachleute nicht in der Lage oder gar willens waren, den Bär
lebendig zu bekommen.
Darüber sollte man nachdenken.
Grüßlis
Thomas

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Re: Bruno tot

Der Juergen, (vor 7430 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas,

Also: Der Abschuss war berechtigt!

Widersprichst Du Dir da nicht selbst? Wenn Deiner Meinung nach nicht alles dafür getan wurde, um den Bären lebend zu fangen, wie kann dann der Abschuss berechtigt sein? Oder hab ich da was falsch verstanden?! Ich vermute mal, dass von Experten-Seite schon sehr früh zum Abschuss geraten wurde, und die Politiker alles versucht haben trotz des Rates noch eine "populäre" Lösung zu finden.

Grüßle
Juergen

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Re: Bruno tot

Thomas Pruß, (vor 7430 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Thomas,
Widersprichst Du Dir da nicht selbst? Wenn Deiner Meinung nach nicht alles
dafür getan wurde, um den Bären lebend zu fangen, wie kann dann der
Abschuss berechtigt sein? Oder hab ich da was falsch verstanden?! Ich
vermute mal, dass von Experten-Seite schon sehr früh zum Abschuss geraten
wurde, und die Politiker alles versucht haben trotz des Rates noch eine
"populäre" Lösung zu finden.
Grüßle
Juergen

Moin Jürgen,
nee, kein Widerspruch. Nach den zwei vorgenannten Fakten war die Kugel unvermeidlich.
Wo ich mich hauptsächlich dran hochziehe, ist diese mehr als merkwürdige Informationspolitik. War der Aufenthaltsort des Bären bekannt oder nicht? Wenn nicht, wieso konnte er dann so schnell erlegt werden? Und dann die Schuld den Bärenjägern in die Schuhe zu schieben, weil sie angeblich nicht fit genug gewesen seien fürs Hochgebirge…
Selbst in der Wikipedia kann man sich mit den dort genannten Fakten kein genaues Bild machen, wer was wann wirklich gemacht oder gesehen hat.
Dürfen sich Schnappauf & Co. wundern, wenn sie wegen dieses ganzen Kuddelmuddels jetzt Prügel einstecken müssen?
Grüßlis
Thomas

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Re: Eine Schande für die Menschheit !

Andreas.J, (vor 7430 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas

Deine Ansichten kann ich leider ganz und gar nicht teilen! Wann hört der Mensch endlich damit auf, sich über die Natur zu stellen..? Es kann doch nicht sein, das in einem Land mit der Grösse wie Bayern mit über 10 Mio. Menschen nicht Platz genug sein soll für einen einzelnen wilden Bären..??? Nein, es ist eine Schande wie wir einmal mehr mit der Natur und ihren Tieren umgehen! Traurig aber wahr, der Mensch lernt leider nichts dazu. Zum Glück wird die Natur am Schluss die Oberhand gewinnen und der Bär wird so oder so zurückkehren..;-)

Immerhin darf sich Bayern jetzt damit rühmen, vorläufig jedenfalls, den letzten Bären erst 2006 geschossen zu haben und nicht mehr 1835 ! Den Bären jetzt auch noch zu präparieren und auszustellen ist schon grenzenlose Dummheit !

Gruess - Andreas

Moin zusammen,
na, da sind ja weiter unten die Wogen mal wieder richtig hoch geschlagen. Das
ist gut so, aber ich muss sagen, dass man mit Emotionen nicht
argumentieren sollte. Das hilft nicht weiter. Man kann z. B. kein Tier
„ermorden“, das kann man nur Menschen!
Fakt ist: Dieser Bär ist den Menschen einfach zu nahe gekommen. Bären sind
nun einmal Raubtiere, und es wäre vermutlich nur eine Frage der Zeit
gewesen, bis Tier und Mensch aneinander gerasselt wären. Und in diesem
Falle hätte unsereiner den Kürzeren gezogen. Wäre das im Sinne der
Naturschützer gewesen? Wer jetzt behauptet, eine gefährliche Begegnung
zwischen Bär und Mensch sei reine Spekulation, dem sei gesagt: Genauso
spekulativ ist es, anzunehmen, Bär und Mensch wären nicht aneinander
geraten.
In den Staaten und in Kanada, selbst in Norwegen und Schweden, die über große
Bärenpops. verfügen, wird jeder Bär, der sich den Menschen zu sehr nähert,
genau beobachtet und – wenn es sein muss – erschossen. Und das sind
Länder, in denen die Bevölkerung/qkm wesentlich niedriger liegt als bei
uns. Da kräht kein Hahn nach, das wird so akzeptiert. Im Zweifel kann es
nur heißen: Bär oder Mensch. Und kein Menschenleben und keine -gesundheit
wiegen einen Bären auf!
Faktum 2: Wer den Bär mit einem Betäubungsgewehr schießen will, hat nicht
viel Möglichkeiten. Er muss nah ran. So maximal 40 m mit Rückenwind. Das
war den Fachleuten offensichtlich nicht möglich. Wer den Bär schießen
musste, konnte das aus 100 oder 200 m Entfernung machen.
Also: Der Abschuss war berechtigt!
Die Frage ist nur, ob alles getan wurde, um den Bären lebendig zu bekommen.
Wenn der Petz durch Ortschaften streunt, sich auf den Stufen einer
Polizeiwache ausruht usw., dann muss ich mir die Frage stellen, wer hier
gepennt hat. Finnische Bärenjäger, die nicht in der Lage sind, einen Bären
in den Alpen zu stellen, weil ihnen und ihren Hunden die Puste im Gebirge
ausgeht?
Und: Die Schonfrist für den Bären läuft Montag Nacht 24 Uhr aus, und um 4.15
Uhr ist das Tier gestreckt?
DA S, liebe Leute, sind für mich ein paar der Ungereimtheiten. Wieso liegt
der Bär keine 5 Stunden später im Feuer, wenn niemand seinen
Aufenthaltsort kannte?
Mir deucht, das hier irgendwer gewaltig gepennt, geschlampt oder sonst was
hat. Ihr wisst, ich bin selbst Jäger und muss auch aus diesem Grunde die
polemischen Angriffe gegen die Jägerschaft weiter untern schärfstens
zurückweisen, aber mir drängt sich hier der Verdacht auf, dass (nicht
zwingend von der bayerischen Jägerschaft, das will ich betonen) von
irgendwelchen Leuten die Bemühungen, den Petz lebendig zu bekommen,
hintertrieben wurden. Aus Jagdgeilheit?
Also, nicht die Frage des Abschusses ist zu verurteilen, sondern, dass die so
genannten Fachleute nicht in der Lage oder gar willens waren, den Bär
lebendig zu bekommen.
Darüber sollte man nachdenken.
Grüßlis
Thomas

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Eine Schande für die Menschheit !

Huperzia ⌂, (vor 7430 Tagen) @ Andreas.J

Deine Ansichten kann ich leider ganz und gar nicht teilen! Wann hört der
Mensch endlich damit auf, sich über die Natur zu stellen..?

Ich denke, es gäbe andere, viele andere Fragen, die dies Thema besser, sprich sinnvoller erörtern ließen.

Es kann doch
nicht sein, das in einem Land mit der Grösse wie Bayern mit über 10 Mio.
Menschen nicht Platz genug sein soll für einen einzelnen wilden Bären..???

Bären brauchen viel Platz, mehr als ein Mensch, der ein Rudeltier ist.

Nein, es ist eine Schande wie wir einmal mehr mit der Natur und ihren
Tieren umgehen! Traurig aber wahr, der Mensch lernt leider nichts dazu.
Zum Glück wird die Natur am Schluss die Oberhand gewinnen und der Bär wird
so oder so zurückkehren..;-)

Das klingt ja so, als würde sich der Mensch nicht wünschen, daß der Bär zurückkommt und einiges dafür zu tun bereit wäre. Dieser Bär mit seinem Verhalten hätte nicht frei im Bayerischen Wald bleiben können - darin waren sich auch alle Umweltorganisationen einig. Die Methode des Abschusses war allein in der Kritik.
Als Kritiker sollte sich vielleicht mal klarwerden, ob man den Abschuß des Bären (statt Betäubung und Tierpark, was anscheinend nicht möglich war) oder die Tatsache daß er nicht völlig in Ruhe gelassen wurde kritisiert.

Immerhin darf sich Bayern jetzt damit rühmen, vorläufig jedenfalls, den
letzten Bären erst 2006 geschossen zu haben und nicht mehr 1835 ! Den
Bären jetzt auch noch zu präparieren und auszustellen ist schon
grenzenlose Dummheit !

Dummheit oder Ehrfurcht? So bleibt der ganze Vorgang in Erinnerung und steht noch Jahrzehnte später zur Diskussion.

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Wieso im bayerischen Wald bleiben....

Christoph G, (vor 7430 Tagen) @ Huperzia

... ich dacht der war in den Alpen???

Ich denke, es gäbe andere, viele andere Fragen, die dies Thema besser, sprich
sinnvoller erörtern ließen.
Bären brauchen viel Platz, mehr als ein Mensch, der ein Rudeltier ist.
Das klingt ja so, als würde sich der Mensch nicht wünschen, daß der Bär
zurückkommt und einiges dafür zu tun bereit wäre. Dieser Bär mit seinem
Verhalten hätte nicht frei im Bayerischen Wald bleiben können - darin
waren sich auch alle Umweltorganisationen einig. Die Methode des
Abschusses war allein in der Kritik.
Als Kritiker sollte sich vielleicht mal klarwerden, ob man den Abschuß des
Bären (statt Betäubung und Tierpark, was anscheinend nicht möglich war)
oder die Tatsache daß er nicht völlig in Ruhe gelassen wurde kritisiert.
Dummheit oder Ehrfurcht? So bleibt der ganze Vorgang in Erinnerung und steht
noch Jahrzehnte später zur Diskussion.

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Verschreiber meinerseits *oT*

Huperzia ⌂, (vor 7430 Tagen) @ Christoph G

- kein Text -

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Re: Eine Schande für die Menschheit !

Saftling, (vor 7430 Tagen) @ Andreas.J

Hallo Thomas
Deine Ansichten kann ich leider ganz und gar nicht teilen! Wann hört der
Mensch endlich damit auf, sich über die Natur zu stellen..? Es kann doch
nicht sein, das in einem Land mit der Grösse wie Bayern mit über 10 Mio.
Menschen nicht Platz genug sein soll für einen einzelnen wilden Bären..???
Nein, es ist eine Schande wie wir einmal mehr mit der Natur und ihren
Tieren umgehen! Traurig aber wahr, der Mensch lernt leider nichts dazu.
Zum Glück wird die Natur am Schluss die Oberhand gewinnen und der Bär wird
so oder so zurückkehren..;-)
Immerhin darf sich Bayern jetzt damit rühmen, vorläufig jedenfalls, den
letzten Bären erst 2006 geschossen zu haben und nicht mehr 1835 ! Den
Bären jetzt auch noch zu präparieren und auszustellen ist schon
grenzenlose Dummheit !
Gruess - Andreas

Auch ich bekenne mich dazu, in Deutschland wieder mehr echte Natur haben zu wollen - mit allen Konsequenzen wie z.B. gefährlichen Tieren. In einem der reichsten Länder der Welt, das heute nicht mehr auf die Ausbeutung der eigenen (!) Natur zum Überleben angewiesen ist (im Gegensatz zu manchen der Entwicklungsländer, denen wir die Zerstörung ihrer Wälder als verantwortungslosen Frevel ankreiden...), hängt dies hauptsächlich vom Willen der Menschen ab, Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Daran hapert es in unserer Gesellschaft aber sehr. Nur ist es m.E. dem Ziel, in Bevölkerung und Politik mehr Akzeptanz für mehr Natur zu erreichen, abträglich, den Abschuss von Bruno für nutzlose Polemik zu missbrauchen. Zwar halte ich es für "typisch deutsch", einen einzelnen Bären für eine Gefahr für die Bevölkerung zu halten (wie viele Menschen wurden allein in den wenigen Wochen, in denen Bruno durch Bayern streifte, im Straßenverkehr getötet? wer fordert deshalb die "Ausrottung" der Autos???). Unsere Vollkaskomentalität ist mindestens so neurotisch wie das Verhalten von Bruno "unnormal". Nur: die Menschen hier und heute sind nun einmal so und das sollte jeder, der irgendetwas durchsetzen will, berücksichtigen. Sentimentale Gefühle wegen des getöteten Bären mögen als Triebfeder für persönliches Engagement taugen, sind aber für die Wiedereinbürgerung großer potenziell gefährlicher Wildtiere völlig ungeeignet. Ich glaube, man hätte dem Ziel vieler Naturschützer, solche Tiere bei uns wieder einzubürgern, einen "Bärendienst" erwiesen, hätte man Bruno einfach in Ruhe gelassen. Sobald ein Mensch zu Schaden gekommen wäre, wären alle Bemühungen um mehr Akzeptanz solcher Wiedereinbürgerungsprojekte in der Bevölkerung weit zurück geworfen worden. Deshalb finde ich: schade um Bruno, aber es musste sein.

LG

Dieter

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Re: Verschreiber meinerseits

Christoph G, (vor 7430 Tagen) @ Huperzia

Hallo Tanja,

war mir schon klar, dass Du bayerischen Wald und Alpen trennen kannst, dachte nur vielleicht hätts da Bestrebungen gegeben, den Bruno nach Betäubung zu Wolf und Luchs in den Bayerwald zu verpflanzen und mir wär das entgangen.

LG Chr.

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Hochinteressante Argumente, sehr gut! *oT*

Thomas Pruß, (vor 7429 Tagen) @ Saftling

- kein Text -

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Mohltied!

Thomas Pruß, (vor 7429 Tagen) @ Abt

Moin Abt,
Karl May beschreibt schon in seinem „Old Surehand“, wie man Bärentatzen zubereitet. Er legt aber Wert auf die Feststellung, dass sie erst dann so richtig gut schmecken, wenn „die Würmer in ihnen wibbeln“.
Lebensmittelrechtliche Bemerkung: Vor dem Verkauf oder Verzehr von Bärenfleisch muss dieses zuvor eine amtliche Trichinenschau durchlaufen haben…
Mohltied
Thomas

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Re: Mohltied!

zuehli ⌂, (vor 7429 Tagen) @ Thomas Pruß

Nun, in der Tat sind Bärentatzen bei Old Shatterhand und Kara ben Nemsi eine Delikatesse. Auch im "Wilden Kurdistan" berichtet man schon von einem Rezept:

"Der Bär ist in Kurdistan allerdings sehr häufig anzutreffen, aber bei weitem nicht so gefährlich, wie der große graue Petz von Nordamerika. Zu den gedämpften Bärentatzen gab es ein dickes Mus von gedörrten Birnen und Pflaumen, dem ein gepanzertes Gericht folgte, nämlich gesottene Krebse, zu denen eine Zuspeise gereicht wurde, die mir sehr kompliziert erschien. Ich erlaubte mir, mich zu erkundigen, und die Frau des Vorstehers gab mir bereitwillig Auskunft:

»Nimm Kürbisse und koche sie zu Brei,« meinte sie. »Tue Zucker und Butter dazu, rühre klaren Käse und geschnittenen Knoblauch hinein und füge zerdrückte Maulbeeren und weichgequollene Kerne von Sonnenblumen hinzu. Dann hast du diese Speise, welcher keine andere gleichkommt!«

Ich kostete diese unvergleichliche Mischung von Kürbis und Sonnenblume, Käse und Zucker, Butter, Maulbeeren und Knoblauch und fand, daß der Geschmack derselben nicht so schlimm war, wie der Klang der Ingredienzien. Den Schluß des Mahles bildeten getrocknete Aepfel und Weintrauben, zu denen ein Schluck Raki getrunken wurde. Dann kamen die Tabakspfeifen zu ihrem Rechte."

Die Beschreibung wird allerdings in "Winnetou I" von Sam Hawkins gegeben:

"Das Beste sind die Tatzen; es gibt überhaupt nichts, was über Bärentatzen geht. Sie müssen aber längere Zeit liegen, bis sie den gehörigen Hautgout bekommen haben. Am delikatesten sind sie, wenn sie schon von Würmern durchbohrt sind."

Gruß Harald