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Neues aus meinem alten Hauswald um Ilmenau *PIC*

Thüringer-Holz, (vor 7414 Tagen)

Hallo,

in den sauren Nadelwäldern um Ilmenau trifft man momentan vereinzelt auf Pfifferlinge (Cantharellus cibarius),
Flockie's (Boletus erythropus),
Perlpilze (Amanita rubescens) und
Graue Wulstlinge (Amanita spissa). Desweiteren habe ich einen Fruchtkörper von L.vulpinum (Nadelwald -Rotkappe) gesehen.

Außerdem:

Junge Fruchtkörper des Samtfußkremplings (Tapinella atrotomentosa/Paxillus atrotomentosus - welcher Name ist hier aktuell?):

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Kiefern-Braunporling (Phaeolus schweinitzii):

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und so langsam trauen sich hier auch die Täublinge,
was Besonderes war aber noch nicht dabei:

Apfel-Täubling (Russula paludosa):

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Orangeroter Graustiel-Täubling (Russula decolorans):

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und natürlich Russula vesca der Speise-Täubling:

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Bei dieser Kollektion dachte ich erst an eine andere Art, Sporenpulver und Mikromerkmale passen aber zu R.vesca:

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In Erfurt hat es immernoch nicht wirklich geregnet, zumendest nicht da wo es sollte.

Grüße FELIX

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Re: Neues aus meinem alten Hauswald um Ilmenau

AK_CCM, (vor 7414 Tagen) @ Thüringer-Holz

Servus Felix,

bei euch ist ja ganz schön was los.

Außerdem: Junge Fruchtkörper des Samtfußkremplings (Tapinella
atrotomentosa/Paxillus atrotomentosus - welcher Name ist hier aktuell?):

der Name Tapinella atrotomentosa ist aktuell, da es sich bei dem Samtfußkrempling um einen holzzersetzenden und nicht um einen Mykorrhiza-Pilz wie die echten Kremplinge (Paxillus spec.) handelt.

Gruß, Andreas

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Re: Neues aus meinem alten Hauswald um Ilmenau

Jochen Girwert, (vor 7414 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas,

der neue Name war sicher nicht nur mir unbekannt. Allerdings glaube ich nicht, dass der Kahle Krempling in seiner Lebensweise so festgelegt ist. Vor Jahren gab es Berichte über einen an Linde gebundenen Krempling und den wollte ich hier auch gerne nachweisen. An einer neu gestalteten Straße wurden Linden gepflanzt. Jede Menge Kremplinge im Mulch, aber trotz aller Bemühungen war kein Unterschied zu den normalen Kremplingen auszumachen. Jetzt ist der Mulch aufgelöst, die Linden gibt es noch, aber keine Kremplinge mehr. Udo Lumann meinte damals, Kremplinge seien fakultative Mykorrhizapilze.

Gruß, Jochen.

Servus Felix,
bei euch ist ja ganz schön was los.
der Name Tapinella atrotomentosa ist aktuell, da es sich bei dem
Samtfußkrempling um einen holzzersetzenden und nicht um einen
Mykorrhiza-Pilz wie die echten Kremplinge ( Paxillus spec.) handelt.
Gruß, Andreas

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Re: Neues aus meinem alten Hauswald um Ilmenau

Andreas ⌂, (vor 7414 Tagen) @ Jochen Girwert

Hallo Andreas,
der neue Name war sicher nicht nur mir unbekannt. Allerdings glaube ich
nicht, dass der Kahle Krempling in seiner Lebensweise so festgelegt ist.
Vor Jahren gab es Berichte über einen an Linde gebundenen Krempling und
den wollte ich hier auch gerne nachweisen. An einer neu gestalteten Straße
wurden Linden gepflanzt. Jede Menge Kremplinge im Mulch, aber trotz aller
Bemühungen war kein Unterschied zu den normalen Kremplingen auszumachen.
Jetzt ist der Mulch aufgelöst, die Linden gibt es noch, aber keine
Kremplinge mehr. Udo Lumann meinte damals, Kremplinge seien fakultative
Mykorrhizapilze.
Gruß, Jochen.

Hallo Jochen,

das mag sein, aber primär sind Paxillus Ektomykorrhizabildner, die vielleicht auch mal eine Weile sparphytisch weiterleben können, das weiß ich nicht.
Tapinella dagegen sind Braunfäule-Erreger. Das ist schon ein Unterschied denke ich. Bei den Porlingen werden ja selbst nur aufgrund des Fäuletypes Gattungen getrennt, da ist diese grundsätzlich verschiedene Ernährungsweise doch ein gewichtiges Argument.
Es gibt aber meines Wissens auch Unterschiede in den Rhizomorphen.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Neues aus meinem alten Hauswald um Ilmenau

AK_CCM, (vor 7413 Tagen) @ Jochen Girwert

Hallo Jochen,

hier im Forum wurde das Thema bereits im November 2004 diskutiert (einfach "Tapinella atrotomentosa" in die Suche eingeben und den am weitesten zurückliegenden Treffer anklicken).

Es mag schon sein, dass der Kahle Krempling auch Holz zersetzt und sogar eine Weile ohne Symbiosepartner auskommt, das hat mir Christoph Hahn auch schon Mal im Zusammenhang mit dem Maronenröhrling (Xerocomus (oder inzwischen schon Boletus?) badius) berichtet - Kremplinge sind ja meines Wissens nach mit den Röhrlingen verwandt: Der Pilz kann bei Wegfall des Mykorrhizapartners noch einige Jahre vom Holz zehren, ehe er stirbt bzw. bis er einen neuen Partner gefunden hat. Sogar bei Vorhandensein eines Partners zersetzt er zusätzlich Holz, was auch die bisweilen zu beobachtende Fk.bildung direkt an Bäumen erklärt.

Ich hoffe, dass ich alles richtig in Erinnerung behalten habe. Vielleicht kann Christoph, der vor einiger Zeit die Kremplinge bearbeitet hat, etwas Licht ins Dunkel bringen.

Gruß, Andreas

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