Rotkappen und Rote Liste

Oli, (vor 9521 Tagen)

Hallo zusammen,

neulich hab ich hier glaub ich was davon gelesen, daß Rotkappen auf der Roten Liste stehen.

Wenn ja, dann sollte man das vielleicht mal überdenken.
Seit geraumer Zeit latsch ich hier von einem Rotkappen-Massenaufkommen ins nächste. Gestern z.B. warens 3 kg (nach dem Putzen) und ich hatte auch überhaupt kein schlechtes Gewissen beim Sammeln, weil 25-30 alte Veteranen mit Fußballgroßen Kappen in der Gegend rumgestanden sind. Die sind bei uns z.Zt. volumenmäßig der ergiebigste Speisepilz.

Vielleicht liegt das mit der Roten Liste daran, das manche Arten in manchen Gegenden selten sind, weil sie einfach nicht dorthingehören, in ihren Stammbiotopen aber häufig vertreten sind, kein Biotop aber in der Region ist, für die die Liste gilt.

BITTE um Meinungen.

Sonstige Funde:

Steinpilze (alte Veteranen oder junge, völlig vermadete)
Semmelstoppelpilze in rauhen Mengen (ganz junge in enormen Größen, und kleinere Ältere).
2 St. Milchbrätlinge (erst jahrelang gar nichts und jetzt innerhalb ines Monats an 2 verschiedenen Stellen, Gruß an INTERHIAS)
Maronen als Landplage
"Birkrnpilze" verschiedener Arten, nicht näher bestimmt, ebenfalls mind. 2 kg.
Eierschwammerl
Große Mengen an Fichten- und anderen Reizkern (blieben im Wald)
Unmengen anderer Pilze, mykophagisch von geringerem Interesse.

und das alles in eineinhalb Stunden Kiefernhochwald mit eingestreuten Fichten- jungschonungen. Ist richtig was los z.Zt. im Wald. Macht richtig Spaß.

Gruß Oli aus der Oberpfalz

Eintrag gesperrt
4 Aufrufe

Re: Rotkappen und Rote Liste

Gaby, (vor 9521 Tagen) @ Oli

Hallo zusammen,
neulich hab ich hier glaub ich was davon gelesen, daß Rotkappen auf der Roten
Liste stehen.
Wenn ja, dann sollte man das vielleicht mal überdenken.
Seit geraumer Zeit latsch ich hier von einem Rotkappen-Massenaufkommen ins
nächste. Gestern z.B. warens 3 kg (nach dem Putzen) und ich hatte auch
überhaupt kein schlechtes Gewissen beim Sammeln, weil 25-30 alte Veteranen
mit Fußballgroßen Kappen in der Gegend rumgestanden sind. Die sind bei uns
z.Zt. volumenmäßig der ergiebigste Speisepilz.
Vielleicht liegt das mit der Roten Liste daran, das manche Arten in manchen
Gegenden selten sind, weil sie einfach nicht dorthingehören, in ihren
Stammbiotopen aber häufig vertreten sind, kein Biotop aber in der Region
ist, für die die Liste gilt.
BITTE um Meinungen.
Sonstige Funde: Steinpilze (alte Veteranen oder junge, völlig vermadete)
Semmelstoppelpilze in rauhen Mengen (ganz junge in enormen Größen, und
kleinere Ältere).
2 St. Milchbrätlinge (erst jahrelang gar nichts und jetzt innerhalb ines
Monats an 2 verschiedenen Stellen, Gruß an INTERHIAS)
Maronen als Landplage
"Birkrnpilze" verschiedener Arten, nicht näher bestimmt, ebenfalls
mind. 2 kg.
Eierschwammerl
Große Mengen an Fichten- und anderen Reizkern (blieben im Wald)
Unmengen anderer Pilze, mykophagisch von geringerem Interesse.
und das alles in eineinhalb Stunden Kiefernhochwald mit eingestreuten
Fichten- jungschonungen. Ist richtig was los z.Zt. im Wald. Macht richtig
Spaß.
Gruß Oli aus der Oberpfalz

Wo genau sind doch noch mal diese Pilzmassen zu finden?
Gruß Gaby

Eintrag gesperrt
5 Aufrufe

Re: Rotkappen und Rote Liste

Oli, (vor 9521 Tagen) @ Gaby

Wo genau sind doch noch mal diese Pilzmassen zu finden?
Gruß Gaby

Nordliche Oberpfalz (Nordbayern),

komm einfach her. Hier kannst du beinahe blind in jeden größeren Wald laufen und findest jede Menge Pilze.

Gruß Oli aus der Oberpfalz

Eintrag gesperrt
5 Aufrufe

Mach ich doch glatt! *oT*

Gaby, (vor 9521 Tagen) @ Oli

- kein Text -

Eintrag gesperrt
5 Aufrufe

Re: Rotkappen und Rote Liste

Holger, (vor 9521 Tagen) @ Oli

Hallo zusammen,
neulich hab ich hier glaub ich was davon gelesen, daß Rotkappen auf der Roten
Liste stehen.
Wenn ja, dann sollte man das vielleicht mal überdenken.
Seit geraumer Zeit latsch ich hier von einem Rotkappen-Massenaufkommen ins
nächste. Gestern z.B. warens 3 kg (nach dem Putzen) und ich hatte auch
überhaupt kein schlechtes Gewissen beim Sammeln, weil 25-30 alte Veteranen
mit Fußballgroßen Kappen in der Gegend rumgestanden sind. Die sind bei uns
z.Zt. volumenmäßig der ergiebigste Speisepilz.
Vielleicht liegt das mit der Roten Liste daran, das manche Arten in manchen
Gegenden selten sind, weil sie einfach nicht dorthingehören, in ihren
Stammbiotopen aber häufig vertreten sind, kein Biotop aber in der Region
ist, für die die Liste gilt.
BITTE um Meinungen.

dieses Jahr sind wohl günstige Verhältnisse für (fast) alle Pilze. Deswegen auch so viele Rotkappen. Trotzdem finde ich z.Zt. nur die Espenrotkappen - Espen sind aber bei uns im Mischwald selten. Also ist der Aufruf an die Forstleute wichtig, artenreichere Wälder anzupflanzen. Das bringt mehr als alle Sammelverbote (mein einziges Goldblatt sieses Jahr habe ich allerdingds auch stehen lassen).

Eintrag gesperrt
4 Aufrufe

Rote Liste

Birgit, (vor 9521 Tagen) @ Oli

Hallo Oli,

neulich hab ich hier glaub ich was davon gelesen, daß Rotkappen auf der Roten
Liste stehen.

Stehen bei mir im Pilzbuch nicht auf der roten Liste, da steht nur teilweise geschützt drin, kann aber sein, daß diese Infos etwas veraltet sind. Habe seit langem hier keine Heiderotkappe mehr gesehen, was aber wohl an dem Kalkboden liegt. Teilweise geschützt bedeutet (der Steinpilz ist es übrigens auch), daß Sammeln nur für den Eigenbedarf in angemessenen Mengen erlaubt ist.

2 St. Milchbrätlinge (erst jahrelang gar nichts und jetzt innerhalb ines
Monats an 2 verschiedenen Stellen, Gruß an INTERHIAS)

Wenn schon Bedenken mit der Roten Liste, dann ist das beim Milchbrätling wohl angebrachter. Der steht auf der roten Liste (RL 3 = Gefährdet) und ist wie du ja auch bemerkst wesentlich seltener als die Rotkappen, ist aber perverserweise überhaupt nicht geschützt. Du siehst, daß man als Pilzsammler nicht nur an die Schutzvorschriften denken sollte, sondern seinen eigenen Verstand einschalten muß (das Wissen über das seltene Vorkommen natürlich vorausgesetzt) und dann nach eigenem Gewissen entscheiden muß. Bevor ich mich hier zu moralinsauer anhöre sei noch gesagt, daß ich neulich auch zwei Milchbrätlinge gefunden habe von denen ich dann auch einen mitgenommen habe.

Ciao

Birgit

Eintrag gesperrt
4 Aufrufe

Re: Rotkappen und Rote Liste

Huperzia ⌂, (vor 9521 Tagen) @ Oli

Hallo zusammen,
neulich hab ich hier glaub ich was davon gelesen, daß Rotkappen auf der Roten
Liste stehen.
In Niedersachsen stehen Eichen-, Espen- und Birkenrotkappe und weitere Rauhfüße auf der RL, und das ist sicher auch berechtigt. Massenvorkommen sind immer mal irgendwo. Die rote Liste will ja vor allem auch die Arten aufzeigen, die durch einen Rückgang des Standortes gefährdet sind.

In Thüringen stehen Isabellfarbige, Espen- und Kiefernrotkappe und weitere Rauhfüße auf der RL.
Bei Massenvorkommen braucht man kein schlechtes Gewissen haben, wenn man sie sammelt, denke ich, aber etwas Achtung vor dem Standort ist angebracht.

Eintrag gesperrt
6 Aufrufe

Re: Rotkappen und Rote Liste

Knud L., (vor 9521 Tagen) @ Oli

Hi Oli,

Ich habe da auch einen Birkenmischwald unweit von Hof/Saale in dem es seit ca. 3 Wochen Massenhaft Birken-Rotkappen, Orangerote-Rotkappe und verschiedene Birkenpilzarten gibt, habe dort erst gestern ca. 5 Kg Rotkappen „geerntet“.

Rotkappen eignen sich besonders gut zum Trocknen (nach 5 Tagen Lufttrocknung gebe ich die Pilzschnitte auf ein Backblech und röste sie im Backofen bis es duftet), Kochen und Braten oder als Schnitzel paniert (ohne Stiel)...mmmmm

Cu Leckerschmecker Knud :-)

Eintrag gesperrt
3 Aufrufe

Re: Rotkappen und Rote Liste

waldi, (vor 9520 Tagen) @ Oli

hallo oli,

wo in der oberpfalz gibts denn solche tollen Funde ?

waldi, der anfänger