Hallo Roland,
beinahe, aber knapp daneben. Es ist nicht der Glattstielige, sondern der Flockenstielige Hexen-Röhrling. Für Speisepilzsamler eine gute Nachricht, denn der Flockenstielige ist zweifelsfrei essbar und außerdem recht häufig, während der Glattstielige in manchen Büchern als verdächtig bezeichnet wird und außerdem als Rarität eigentlich eh geschont werden sollte.
Kennzeichen des Flockis:
- Stiel ist mit roten feinen Flöckchen bedeckt, beim Glattstieliegen wäre er gelb und (fast) flöckchenfrei
- Hut dunkelbraun. Der Glattstielige hat rote bis etwas olivlich-rosane Farbtöne, ganz ähnlich wie der Netzstielige Hexen-Röhrling (ja, den gibt's auch noch, der hat ein grobes Netz am Stiel)
- Fleisch ist bis zur Stielbasis durchgehen gelb (ungebläut betrachtet). Beim Glattstieligen und Netzstieligen ist die Stielbasis unten immer mehr oder weniger weit nach oben rhabarberrot gefärbt, auch im Fleisch.
- Die Stielbasis ist beim Flockenstieligen mit einem feinen olivgelben Plüsch überzogen (manchmal nur wenig ausgeprägt, aber bei genauem Hinschauen immer vorhanden!). Dieser Filz gehlt bei den anderen Hexen-Röhrlingen
- Standort unter Laub- und Nadelbäumen auf saurem Boden. Glatt- und Netzstielige sind Kalkzeiger unter Laubbäumen ausschließlich, der Glattstielige noch dazu wärmeliebend.
Der Netzstielige ist ferner an dem rötlichen Hutfleisch direkt unter der Röhrenschicht ganz gut zu erkennen. Muss man halt schnell hinschauen, weil nach dem Röhrenwegmachen das Fleisch schnell blau wird.
beste Grüße,
Andreas