Maronenröhrling radioaktiv belastet ? immernoch?

Daniel Jösch, (vor 7351 Tagen)

In meinem neuen Pilztaschenbuch (gedruckt 2002) steht, dass der Maronenröhrling noch radioaktiv belastet ist. Beim genaueren Nachforschen im Netz hieß es das der Maronröhrling oft bis zu 10-fach stärker belastet ist als der Steinpilz. Der Pilz reichert durch seinen Farbstoff, besonders in der braunen Huthaut erhöhte Mengen Caesium 137 an.

Ich habe dieses Jahr nun wirklich schon große Mengen Maronenröhrlinge mit allem drum und dran verspeist.

Weiß jemand genaueres, ob ich mir jetzt Sorgen machen muss? Trifft die Strahlenbelastung momentan noch verstärt zu?

Gesammelt habe ich bereits im Süd- und Nordschwarzwald.

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warum machst Du Dir erst nach dem Verzehr Sorgen? *oT*

Hans hurter, (vor 7351 Tagen) @ Daniel Jösch

- kein Text -

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Re: warum machst Du Dir erst nach dem Verzehr Sorg

Daniel Jösch, (vor 7351 Tagen) @ Hans hurter

Hey - ich bin keiner von den "Knollenblätterpilzessern" ;-)
ich habe diese Infomation erst in meinem Pilzführer nachlesen können, den ich vorgestern erworben habe. In meinem anderen Pilzbuch stand nichts davon drin.

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Hallo Daniel,meine Frage ist kein Vorwurf sondern

Hans hurter, (vor 7351 Tagen) @ Daniel Jösch

soll ganz klar darauf hinweisen,dass bevor eine zurechnungsfähige Person (Mensch)etwas isst auch weis was das ist oder sich erkundigt!Wenn Du zum ersten Mal Maronen gefunden hast und sie dem örtlichen Pilzsachverständigen zur Kontrollen bringst weist er darauf hin diese Maronen überhaupt Pilze im allgemeinen nicht übermässig zu konsumieren sind.Oder anders gesagt,hast Du in einem fremden Land schon die dort erhältlichen fremdländischen Speisen ohne zu fragen zu Dir genommen?Ich habe überhaupt nicht vom Genuss giftiger Pilzen geredet !Ich reagiere heute noch oft genau so wie Du wenn ich ertappt werde etwas falsch gemacht zu haben.Und zum letzten,das ist ein offenes Forum wo berechtigte Fragen gestellt werden können.Ich esse übrigens seit Jahren nur Pilze aus unseren Region und habe überhaupt keine Garantie ob von Pilzen oder anderen Speisen Krebserreger in meinen Körper gelangen oder gelangt sind .Obwohl letztes Jahr ein junger Gymnasiast via Forum einige Muster meiner Pilze auf den Cäsiumgehalt in (Becquerel) untersucht hat.Wildschweinfleisch aus Bayern ist x100x mehr kontaminiert.Gruss Hans

Hey - ich bin keiner von den "Knollenblätterpilzessern" ;-)
ich habe diese Infomation erst in meinem Pilzführer nachlesen können, den ich
vorgestern erworben habe. In meinem anderen Pilzbuch stand nichts davon
drin.

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Re: Hallo Daniel,meine Frage ist kein Vorwurf sond

Trüffel, (vor 7351 Tagen) @ Hans hurter

Ich kann in Daniels Beitragen keinen Hinweis darauf finden, daß er zum ersten Mal Maronen gesammelt hat. Und selbst wenn es so gewesen sein sollte, er hat sich doch mit einem älteren Pilzbuch kundig gemacht!
Ich sammle (wie sicher die meisten hier) schon seit meiner Kindheit Maronen. Muß ich da alle 2 Jahre ein neues Pilzbuch kaufen, damit ich weiß, ob sie noch eßbar sind? Soll ich nach jedem mir bekannten Pilz googeln?
Das soll nur ein Hinweis darauf sein, daß der Satz

"...dass bevor eine zurechnungsfähige Person (Mensch)etwas isst auch weis was das ist oder sich erkundigt!"

in diesem Zusammenhang am Thema vorbeigeht.

Ich übrigens froh, daß meine alte und neue Heimat relativ verschont wurde, außerdem habe ich oft genug über besonders belastete Pilzre gehört, ohne allerdings aktiv nach solchen Informationen gesucht zu haben.

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Bestimmungshilfe gesucht...

Ahnungsloser, (vor 7351 Tagen) @ Daniel Jösch

Weiß jemand genaueres, ob ich mir jetzt Sorgen machen muss? Trifft die
Strahlenbelastung momentan noch verstärt zu?

infos über cäsium hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Caesium

halbwertszeit: 30 jahre. das bedeutet, in 30 jahren ist die hälfte des eingetragenen cäsiums zerfallen. die andere hälfte bleibt übrig. die hälfte der verbleibenden hälfte zerfällt dann ebenfalls in weiteren 30 jahren usw.

da wünscht man sich kein strahlendes lächeln! :-)

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Re: Maronenröhrling radioaktiv belastet ? immernoc

Pilzmichel, (vor 7351 Tagen) @ Daniel Jösch

Die belastung ist wohl nicht allzu hoch. Wenn Du jedoch häufig Pilze isst, würde ich empfehlen, die Huthaut soweit möglich abzulösen, da sich dort Schwermetalle (und somit auch radioaktive) zur Farbstoffgebung anreichern.

Grund zur Panik gibts aber imo keinen. Da gibts sicher schlimmere Dinge im Handel zu erwerben :(

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Re: Maronenröhrling radioaktiv belastet ? immernoc

Heinz Ebert ⌂, (vor 7351 Tagen) @ Daniel Jösch

Grundsätzlich: es gibt einige Arten, die Schwermetalle verstärkt aufnehmen, dazu gehört auch der Maronenröhrling, der Anischampignon, Lacktrichterlinge und viele mehr.
Das Tschernobyl-Problem ist sicher nicht generell abschätzbar, denn es kommt ja darauf an, wo es damals viel oder wenig geregnet hat. Dort, wo starker Regen war ist auch eine höhere Belastung, und dort wo es wenig geregnet hat, ist die Belastung niedriger.
Ich habe damals für das örtliche Veterinäramt einige Jahre lang Pilze in der Eifel gesammelt (auch Giftpilze), und es wurde eine Belastung von fast 600 Bequarel pro Kilo festgestellt, die im Laufe der Jahre leicht abgenommen hat. Im benachbarten Luxemburg (ca. 60-100 km Entfernung) wurden 3-4000 Bequarel pro Kilo festgestellt und in einigen Regionen von Bayern über 30.000 !!!
Im Prinzip müsste man feststellen, ob dort wo man sammeln will, damals starker oder wenig Regen war.
Die meisten Menschen haben Tschernobyl sowieso vergessen und die Radioaktivität sieht man ja auch nicht. Aber das ist gerade das gefährliche daran.
Wer weiß zum Beispiel noch, dass es am 26.April 1986 gewesen ist? Und das hat der liebe Gott sicher nicht gemeint, als er die Menschen anwies, sich die Erde untertan zu machen, oder ?
Mit nachdenklichen Grüßen, Heinz Ebert

In meinem neuen Pilztaschenbuch (gedruckt 2002) steht, dass der
Maronenröhrling noch radioaktiv belastet ist. Beim genaueren Nachforschen
im Netz hieß es das der Maronröhrling oft bis zu 10-fach stärker belastet
ist als der Steinpilz. Der Pilz reichert durch seinen Farbstoff, besonders
in der braunen Huthaut erhöhte Mengen Caesium 137 an.
Ich habe dieses Jahr nun wirklich schon große Mengen Maronenröhrlinge mit
allem drum und dran verspeist.
Weiß jemand genaueres, ob ich mir jetzt Sorgen machen muss? Trifft die
Strahlenbelastung momentan noch verstärt zu?
Gesammelt habe ich bereits im Süd- und Nordschwarzwald.

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Re: Lehrposter der DGfM...

Trüffel, (vor 7351 Tagen) @ Karl-Heinz

Hallo,
guckst Du auch hier: http://www.dgfm-ev.de/www/de/publikationen/poster6.php3
Gruß
Karl-Heinz

In dem Lehrposter steht, daß alle Champignonarten kaum belastet sind. Aber der Anischampignon gilt doch als sehr belastet. Was ist denn nun richtig?

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Re: Lehrposter der DGfM...

Werner, (vor 7350 Tagen) @ Trüffel

In dem Lehrposter steht, daß alle Champignonarten kaum belastet sind. Aber
der Anischampignon gilt doch als sehr belastet. Was ist denn nun richtig?

Soweit ich weiß, sind Champignon-Arten stark mit Schwermetallen belastet - insbesondere so Dinge wie Cadmium, Blei usw. Das heißt aber nicht zwangsläufig, daß sie vermehrt radioaktive Isotope einlagern. Trotzdem würden mich interessieren, ob das nicht vielleicht doch so ist ...

Gruß,

Werner

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Re: Lehrposter der DGfM...

Karl-Heinz ⌂, (vor 7350 Tagen) @ Trüffel

wie Werner schon geschrieben hat:
Das bezieht sich auf die Belastung mit giftigen SCHWERMETALLEN.
Auch dazu gibt es ein Lehrposter; es sind insgesamt 10 Stck.

Gruß
Kael-Heinz

In dem Lehrposter steht, daß alle Champignonarten kaum belastet sind. Aber
der Anischampignon gilt doch als sehr belastet. Was ist denn nun richtig?

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Re: Lehrposter der DGfM...

Trüffel, (vor 7350 Tagen) @ Karl-Heinz

wie Werner schon geschrieben hat: Das bezieht sich auf die Belastung mit
giftigen SCHWERMETALLEN.
Auch dazu gibt es ein Lehrposter; es sind insgesamt 10 Stck.
Gruß
Kael-Heinz

Achso, dann habe ich Belastung mit Schwermetallen und radioaktive Belastung in einen Topf geschmissen.