"besoffene" Rotkappe

Knud L., (vor 9511 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,

am heutigen Tag, konnte ich nach längerer Regenperiode entlich mal wieder in den Wald gehen um ein paar exemplare zum trocknen zu sammeln.

Maronen, Sandröhrlinge, Rotfüsschen, Birkenpilze und Rotkappen waren das Resultat des kurzen Waldspaziergangs.

Bei einer der gefundenen Rotkappen, stellte sich an der Stielschnittstelle die gewohnte schwarzfärbung ein. Nachdem ich dann zu hause den Hut in Scheiben zerschnitten habe stellte sich im Hutfleisch eine ungewohnte Blaufärbung (partizionell) ein. Geschwindigkeit der verfärbung; Ungefähr wie beim Sandpilz, Intensität wie bei einen Hexenröhrling. Die Stellen an denen sich keine blaufärbung einstellte blieben auch noch nach 1, 1/2 Stunden weiss. Das Exemplar verweigerte zumindest im Hut die schwarzfärbung, der Stiel wiederum wurde, wie es sich für einen ordentliche Rotkappe gehört, schwarz.

Bei der Rotkappe handelte es sich definitiv auch um eine solche!

Wenn ich an die Beiträge (Rotfüsschen usw.) der letzten 14 Tage denke, fällt mir nur noch Darwin ein. Kann es sein, dass wir in all diesen Fällen, Zeugen der Evolution werden? Bei uns Menschen hatt die Evolution ja auch in den letzten 200 Jahren zugeschlagen (Durchschnittsgröße für Mitteleuropäer + 10cm, oder denken wir mal an die ganzen Mischlinge).

CU Knud

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hunderte Variationen

Thilo, (vor 9511 Tagen) @ Knud L.

Hi,
ich bin zwar nicht der Oberexperte, aber in jedem Pilzbuch steht, dass 'Rotkappe' lediglich ein Sammelbegriff für eine Pilzgattung ist, die unglaublich viele Varianten kennt. Natürlich ist nicht jede Erscheinungsform bis ins Detail beschrieben. Das hat glaube ich weniger mit Evolution zu tun als vielmehr mit Bodenbeschaffenheit, Sybiosepflanzen und, und, und.
Wichtig ist alle sind essbar!!!
Gruss Thilo

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wie wahr! *oT*

Knud L., (vor 9511 Tagen) @ Thilo

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Pilzler aller Länder schützet euch *oT*

pseudoknud, (vor 9511 Tagen) @ Knud L.

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wie?siehe woanders! *oT*

pseudoknud, (vor 9511 Tagen) @ pseudoknud

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Re: hunderte Variationen

Wolfgang F., (vor 9511 Tagen) @ Thilo

Hi,
ich bin zwar nicht der Oberexperte, aber in jedem Pilzbuch steht, dass
'Rotkappe' lediglich ein Sammelbegriff für eine Pilzgattung ist, die
unglaublich viele Varianten kennt. Natürlich ist nicht jede
Erscheinungsform bis ins Detail beschrieben. Das hat glaube ich weniger
mit Evolution zu tun als vielmehr mit Bodenbeschaffenheit, Sybiosepflanzen
und, und, und.
Wichtig ist alle sind essbar!!!

"Rotkappe" und "Birkenpilz" sind Überbegriffe for rothütige bzw. braunhütige Arten der Gattung Leccinum mit z.Z. 43 bekannten Arten in Europa, die alle im Buch :

G. Lannoy, A. Estades (1995), Monographie des Leccinum d'Europe

beschrieben sind. Es handelt sich nicht um Formen, die vom Boden etc. abhängen, sondern um morphologische Arten, d.H. Gruppen, die sich durch konstante Merkmalskombinationen ohne Zwischenformen voneinander unterscheiden. Ob es auch genetische Arten sind, d.H. "natürliche Fortpflanzungsgemeinschaften", ist bei den meisten Pilzen sehr schwer nachzuweisen und wurde , soweit ich weiß, nur beim "Hallimasch" (= 5 Arten) gründlich untersucht.

Blauen in der Stielbasis ist für mehrere "Rotkappen" normal. Für eine genaue Bestimmung müßtest Du die Stielschuppung, die Farbreaktion des Fleisches mit FeSO4, sowie die Begleitbäume beschreiben.

Wolfgang F.