Ackerfund: Bestimmhilfe erbeten *PIC*

Kattugla, (vor 7334 Tagen)

Eigentlich wollte ich ja nur meinem Lieblingsplätzchen im Wald hinter meiner Wohnung einen abendlichen Besuch abstatten, hatte weder Korb noch Messerchen dabei, da zuppelten mich doch tatsache fast mitleiderregend ein paar Anisegerlinge am Hosenbein, die unbedingt mit zu mir nach Hause wollten. Nichtmal das Drohen mit der Bratpfanne half. *g*

Damit aber nicht genug.

Auf dem Weg zum Wald liegt ein Stück Acker, das momentan brach liegt, mit einigen untergepflügten Strohklumpen darin, und neben einigen bildschönen weißen Pilzen, die mich frappierend an weiße Knollis erinnerten (dafür stimmt aber das Substrat auf dem Acker nicht) fand ich auch unten abgebildeten Pilz.

Er wurzelte relativ tief in einem Erd-und-Stroh-Klumpen, in kleinen Grüppchen zu viert oder fünft.
Hutoberfläche: seidig grauweiß bis ocker, Haut gut abziehbar
Lamellen: hell fleischrosa, weich, nicht brüchig, glatt
Geruch: so gut wie nicht vorhanden, gaaaanz schwach pilzig und irgendwie "frisch"
Geschmack: ebenso unbedeutend
Fleisch: fest, feucht, nicht gilbend oder rötend
Sporenpulver: jetzt, nach einer Stunde einige bräunlichrosa Körnchen

Der Stiel ist im Anschnitt von der Konsistenz her auffallend "spargelig", fasert also und hält viel Feuchtigkeit.

Sorry für den mangelhaften Weißabgleich, aber meine Uralt-Digicam machts nur blaustichig - oder gar nicht. Das Ergebnis ist selbst nach Bildbearbeitung nicht viel besser hinzukriegen...

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Ist bestimmt ganz einfach - nur meine Bücher ließen mich im Stich.
Entweder fand ich etwas, wo der Stiel nicht passte, oder das Substrat stimmte nicht, oder...oder...oder...

Wer hat einen Tip für mich?

liebe Grüße
Kattu

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Re: Ackerfund: Bestimmhilfe erbeten

Pilzthomas, (vor 7334 Tagen) @ Kattugla

Auf dem Weg zum Wald liegt ein Stück Acker, das momentan brach liegt, mit
einigen untergepflügten Strohklumpen darin, und neben einigen bildschönen
weißen Pilzen, die mich frappierend an weiße Knollis erinnerten (dafür
stimmt aber das Substrat auf dem Acker nicht) fand ich auch unten
abgebildeten Pilz.
Er wurzelte relativ tief in einem Erd-und-Stroh-Klumpen, in kleinen Grüppchen
zu viert oder fünft.
Hutoberfläche: seidig grauweiß bis ocker, Haut gut abziehbar
Lamellen: hell fleischrosa, weich, nicht brüchig, glatt
Geruch: so gut wie nicht vorhanden, gaaaanz schwach pilzig und irgendwie
"frisch"
Geschmack: ebenso unbedeutend
Fleisch: fest, feucht, nicht gilbend oder rötend
Sporenpulver: jetzt, nach einer Stunde einige bräunlichrosa Körnchen
Der Stiel ist im Anschnitt von der Konsistenz her auffallend
"spargelig", fasert also und hält viel Feuchtigkeit.

Hallo,

mein Tip wäre der Große Scheidling (Volvariella speciosa), auch wegen der freien Lamellen. Hatten dieser oder andere Exemplare am Wuchsort eine häutige, weiße Scheide (oder Scheidenreste) an der Stielbasis. Ich finde den Geruch häufig "kartoffelig". Wird die Huthaut beim Befeuchten evtl. schlüpfrig-klebrig?
Gruß
Thomas

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Re: Ackerfund: Bestimmhilfe erbeten

Kattugla, (vor 7334 Tagen) @ Pilzthomas

Hallo,
mein Tip wäre der Große Scheidling (Volvariella speciosa), auch wegen der
freien Lamellen. Hatten dieser oder andere Exemplare am Wuchsort eine
häutige, weiße Scheide (oder Scheidenreste) an der Stielbasis.

Nein, nichts dergleichen. Und ich habe tief gebuddelt...
Muß aber nichts heißen - bei dem gefundenen exemplar ist die Stielbasis bis in ca. 5cm Höhe ganz dünn und eng flockig weiß "umhüllt" (wie ein dünner Strumpf), genau zum Stiel abgrenzen im Sinne von "Scheidenrest" läßt sie sich aber nicht.

Wird die Huthaut beim
Befeuchten evtl. schlüpfrig-klebrig?

Jau. So isses.

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...noch was zum Hut:

Kattugla, (vor 7334 Tagen) @ Pilzthomas

...der ist nämlich am Rand zart gerieft, und das ist der beim Scheidling wohl nicht. Oder doch?

Der dunklere Buckel in der Hutmitte allerdings stimmt wieder, der war auch bei den anderen Exemplaren vorhanden, die schon die Größe erreicht hatten.

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Re: ...noch was zum Hut:

Pilzthomas, (vor 7334 Tagen) @ Kattugla

...der ist nämlich am Rand zart gerieft, und das ist der beim Scheidling wohl
nicht. Oder doch?
Der dunklere Buckel in der Hutmitte allerdings stimmt wieder, der war auch
bei den anderen Exemplaren vorhanden, die schon die Größe erreicht hatten.

Eine angedeutete "zarte" Riefung kann bei Volvariella im aufgeschirmten Zustand schon mal auftreten. Und nach dem von Dir eingestellten Fotos ist die "sehr zart". Das würd ich nicht überbewerten wollen.
Der Standort - untergepfügtes Stroh/Mist im Acker - ist idealtypisch.

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...na dann. Danke! *knicks* *o.T *oT*

Kattugla, (vor 7334 Tagen) @ Pilzthomas

- kein Text -

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genau der isses! *oT*

zuehli ⌂, (vor 7334 Tagen) @ Pilzthomas

- kein Text -