Schwefelkopf v. d. Heide? *PIC*

pilzmel ⌂, (vor 7329 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,
gestern habe ich ein wenig lieblos Pilze gepflückt. Auf einem Parkplatz in Delitzsch/Sa.; natürlich nicht aus den Pflasterfugen, sondern von einem jener spärlich kurzbegrasten, betongefaßten Objekte, die gerne 50 % der verfügbaren Stellplätze blockieren. Eingesammelt habe ich meinen Fund als "Stropharia", aber kurz darauf dämmerten die ersten Zweifel herauf.
Hut 10-30 mm breit, bis auf den Rand (rot)braun, letzterer gelbbraun. Jung mit gelblichen Velumfasern(-schuppen) behangen.
Lamellen weißlich, später graubraun mit helleren Schneiden.
Stiel bis 30 x 5 mm, blaß gelblich, stärker befasert. Keine Spur eines Ringes (wirklich nullo ringo!).
Fleisch in Hut und Stielrinde gelbweißlich, im ausgestopften Stiel gelb.

[image]

Sporen 10-13,7 x 6,2-8,1 µm, langelliptisch, fast spindelig, in KOH hellbraun.
Cheilozystiden 16-46 x 4,1-5,5 µm, Basis erweitert, langer Hals.
Sonst keine Zystiden (gesehen).
Nun habe ich mich bis zum Heide-Schwefelkopf Hypholoma ericaeum durchgewurstelt. Hat jemand eine Meinung dazu?
Völlig neben der Spur liegt allerdings nach Lit. der Standort.
Selbigen geteilt hat sich der Fund mit (Halbkugligen) Ackerlingen und einem gewissen Tintling.
Beste Grüße! Pilzmel

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Re: Schwefelkopf v. d. Heide?

Hirschling, (vor 7329 Tagen) @ pilzmel

Hallo Pilzfreunde,
gestern habe ich ein wenig lieblos Pilze gepflückt. Auf einem Parkplatz in
Delitzsch/Sa.; natürlich nicht aus den Pflasterfugen, sondern von einem
jener spärlich kurzbegrasten, betongefaßten Objekte, die gerne 50 % der
verfügbaren Stellplätze blockieren. Eingesammelt habe ich meinen Fund als
"Stropharia", aber kurz darauf dämmerten die ersten Zweifel
herauf.
Hut 10-30 mm breit, bis auf den Rand (rot)braun, letzterer gelbbraun. Jung
mit gelblichen Velumfasern(-schuppen) behangen.
Lamellen weißlich, später graubraun mit helleren Schneiden.
Stiel bis 30 x 5 mm, blaß gelblich, stärker befasert. Keine Spur eines Ringes
(wirklich nullo ringo!).
Fleisch in Hut und Stielrinde gelbweißlich, im ausgestopften Stiel gelb.

Sporen 10-13,7 x 6,2-8,1 µm, langelliptisch, fast spindelig, in KOH
hellbraun.
Cheilozystiden 16-46 x 4,1-5,5 µm, Basis erweitert, langer Hals.
Sonst keine Zystiden (gesehen).
Nun habe ich mich bis zum Heide-Schwefelkopf Hypholoma ericaeum
durchgewurstelt. Hat jemand eine Meinung dazu?
Völlig neben der Spur liegt allerdings nach Lit. der Standort.
Selbigen geteilt hat sich der Fund mit (Halbkugligen) Ackerlingen und einem
gewissen Tintling.
Beste Grüße! Pilzmel

Hallo Pilzmel,

da ich mich mit solchen Sachen jetzt auch mal etwas beschäftigen möchte,(aber nicht viel Kennung habe),hab ich mal `ne Meinung dazu. Ich würde anhand des Erscheinungsbildes auch erst mal Richtung Träuschling tippen(da hab ich jetzt viel gekonnt).Bin aber gespannt was wirklich dabei rauskommt.
Für einen Schwefelkopf ist mir das Lamellenbild etwas seltsam.

Gruß Jörg

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Re: Schwefelkopf v. d. Heide?

KARL, (vor 7329 Tagen) @ pilzmel

Hallo Pilzmel

Ich hoffe, ich kann etwas weiter helfen.

Sporen 10-13,7 x 6,2-8,1 µm, langelliptisch, fast spindelig, in KOH
hellbraun.

Die Sporen bei Hypholoma sind dickwandig und besitzen einen Keimporus. Normalerweise sind die Sporen auch dunkler.

Cheilozystiden 16-46 x 4,1-5,5 µm, Basis erweitert, langer Hals.
Sonst keine Zystiden (gesehen).

Bei Hypholoma sind Pleurozytiden (Chrysozystiden) vorhanden, deren Inhalt sich mit KOH gelb oder besser mit Patentblau anfärben laßt.

Träuschling kann man ohne die Spur einer Ringzone wohl ausschließen.
Beobachte mal, ob die Sporen absolut glatt sind und ob die Basidien Schnallen tragen. Eventuell kommt Hebeloma in Frage. Einige Arten haben jung sehr deutliches Velum.

Gruß Karl

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Re: Schwefelkopf v. d. Heide?

pilzmel ⌂, (vor 7328 Tagen) @ Hirschling

Hallo Jörg,
vielen Dank für deine Meinung. Bin auch gespannt. Mein Altersstarrsinn weist in Richtung des Schwefelkopfes.
Beste Grüße!
Pilzmel

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Re: Schwefelkopf v. d. Heide?

pilzmel ⌂, (vor 7328 Tagen) @ KARL

Hallo Karl,
vielen Dank für deine Meldung zur Sache.
Hebeloma kann man ausschließen; da paßt eigentlich nichts so recht. Meinen Erstgedanken vor Ort -Stropharia- habe ich relativ schnell verworfen. Z.B. weil keine Chrysozystiden zu entdecken waren. Bleibt eigentlich nur der Schwefelkopf. Auch nicht schlecht.
Beste Grüße! Pilzmel

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Re: Schwefelkopf v. d. Heide?

KARL, (vor 7327 Tagen) @ pilzmel

Hallo Pilzmel

Hebeloma kann man ausschließen; da paßt eigentlich nichts so recht. Meinen
Erstgedanken vor Ort -Stropharia- habe ich relativ schnell verworfen. Z.B.
weil keine Chrysozystiden zu entdecken waren. Bleibt eigentlich nur der
Schwefelkopf. Auch nicht schlecht.

Schwefelköpfe haben ebenfalls Chrysos, das hat mich ja gerade in eine andere Richtung gebracht.

Gruß Karl