Champignons? *PIC*

Hermann, (vor 7324 Tagen)

Je mehr Pilze man kennt, desdo unsicherer wird man... *seufz*

Früher hätte ich die ohne zu zucken in den Topf geworfen, heute.. frag ich lieber.. Hab in der Ecke da vor über 20 Jahren oft im Herbst gesammelt - und lebe noch. :)

Gefunden auf sandiger Wiese, in der Nähe vertrocknete Anischampignons. Geruch "nach Champignons". Stiel beim ausgewachsenen innen leicht hohl, keine Verfärbungen.

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Re: Champignons?

Matthias, (vor 7324 Tagen) @ Hermann

Hallo Hermann,
das ist kein Champignon, die haben keine weissen Lamellen! Es sieht mir nach dem Seidigen Egerlingsschirmling Leucoagaricus holosericeus aus,
viele Grüsse
Matthias

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Re: Champignons?

Hermann, (vor 7324 Tagen) @ Matthias

Hallo Hermann,
das ist kein Champignon, die haben keine weissen Lamellen!

Was mich auch auffiel. Sonst wären die schon in der Bratpfanne.

Es sieht mir nach
dem Seidigen Egerlingsschirmling Leucoagaricus holosericeus aus

Den findet man von Speisepilz bis ungenießbar. Was stimmt da denn? Zumindest unter der "Liste des champignons comestibles" aus "Extrait du fichier de la Société mycologique de France" steht der als eßbar drin. Hier in Deutschland ist er wohl selten und schützenswert?

Was mit noch einfällt - der stand zwar auf einer Wiese, aber eine uralte große Eiche war ein paar Meter weiter - die Wurzeln wären durchaus bis zu den Pilzen denkbar.

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Re: Leucoagaricus?

42, (vor 7323 Tagen) @ Hermann

Hallo Hermann,

Den findet man von Speisepilz bis ungenießbar. Was stimmt da denn? Zumindest
unter der "Liste des champignons comestibles" aus "Extrait
du fichier de la Société mycologique de France" steht der als eßbar
drin. Hier in Deutschland ist er wohl selten und schützenswert?

Nö, so selten ist der gar nicht (mehr). Ich habe den Eindruck, dass sich
diese Pilze ausbreiten - gestern wuchsen 'Leucos' (näher bestimmt habe ich
sie nicht) hier im Vorgarten im Mulch.

Über die Genießbarkeit hört man verschiedenes. Er ist wohl eßbar, aber
'nix genaues weiß man nicht'.

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: Champignons?

Jens ⌂, (vor 7323 Tagen) @ Hermann

Hallo Hermann,

ich habe auch den Eindruck, daß die Art häufiger wird. Und in Magdeburg kann man sie in manchen Jahren geradezu massenhaft finden.
Ein Verbandskollege hat sie mal im letzten Jahr probiert und für gut befunden.
Aber bitte trotzdem nicht als Empfehlung zum Essen verstehen.

Die Wurzeln einer Eiche sind für das Wachstum dieser Art mW. unerheblich.

Gruß Jens

Was mich auch auffiel. Sonst wären die schon in der Bratpfanne.
Den findet man von Speisepilz bis ungenießbar. Was stimmt da denn? Zumindest
unter der "Liste des champignons comestibles" aus "Extrait
du fichier de la Société mycologique de France" steht der als eßbar
drin. Hier in Deutschland ist er wohl selten und schützenswert?
Was mit noch einfällt - der stand zwar auf einer Wiese, aber eine uralte
große Eiche war ein paar Meter weiter - die Wurzeln wären durchaus bis zu
den Pilzen denkbar.

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Re: Leucoagaricus?

Boletus ⌂, (vor 7323 Tagen) @ 42

Hallo,

Über die Genießbarkeit hört man verschiedenes. Er ist wohl eßbar, aber
'nix genaues weiß man nicht'.

ausser.......
Beitrag 83951

Beste Grüße
Sepp

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Re: Champignons?

zuehli ⌂, (vor 7323 Tagen) @ Jens

Die Wurzeln einer Eiche sind für das Wachstum dieser Art mW. unerheblich.

Richtig! Sind nämlich Saprophyten.
Zur Eßbarkeit ist zu sagen, daß man sie besser meiden sollte, da schon Vergiftungserscheinungen nach Leucoagaricus leucothites-Mahlzeiten aufgetreten sind. L. holosericeus ist wahrscheinlich dieselbe Art (nach Vellinga) und nur als Synonym von L. leucothites aufzufassen.

gruß Harald

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Nachtrag

Hermann, (vor 7323 Tagen) @ Boletus

Über Nacht haben beide gesport - reinweiß, könnte man glatt als Wandfarbe nehmen..
Sollten die sich weiter verbreiten, wird das weniger lustig.. die wachsen hier auf "traditionellen" Champignon-Wiesen. Da sind Verwechslungen massig vorprogrammiert.

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Re: Champignons?

Melli, (vor 7323 Tagen) @ Jens

Hallo,

ich habe diese Diskussion sehr gespannt verfolgt, weil ich (da bin ich mir zu 99% sicher) auf einer Wiese ganz in der Nähe unseres Hauses auch Dutzende dieser Prachtexemplare stehen habe und schon lange wissen wollte, was das ist. Auch bei uns ist das Fiese, dass sich zwischen den Vertretern dieser Gattung tatsächlich ein paar echte Champignons tummeln. Da kann man nur hoffen, dass alle "Pilzhungrigen" wissen, dass Champignons keine weißen (und vor allem auch im Alter weiß bleibenden) Lamellen haben...

Gruß
Melli

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Lamellenfarbe

Hermann, (vor 7322 Tagen) @ Melli

Hallo,
Da kann man nur
hoffen, dass alle "Pilzhungrigen" wissen, dass Champignons keine
weißen (und vor allem auch im Alter weiß bleibenden) Lamellen haben...

Genau da sehe ich aber ein Problem. Trotz blendendweißer Sporen sind die Lamellen inzwischen schmutzig-rosa geworden - jedenfalls weit entfernt von weiß/grau. Der junge hat sogar ein relativ "sauberes" rosé inzwischen. Wenn von denen alte mit solchen Lamellen rumstehen, hilft die Lamellenregel also nicht mehr wirklich.

Mir war auch eher die Wuchsform insgesamt nicht geheuer - nicht nur die Farbe der Lamellen. Daher bin ich recht froh, daß ich die nun vermutlich besser identifizieren kann. Rein optisch nach Buch kämen nämlich Anischampignons recht gut hin. Wer aber einen Korb voll mit richtigen Anischampignons hat, schnüffelt nicht an jedem einzelnen..

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Re: Lamellenfarbe

Melli, (vor 7322 Tagen) @ Hermann

Genau da sehe ich aber ein Problem. Trotz blendendweißer Sporen sind die
Lamellen inzwischen schmutzig-rosa geworden - jedenfalls weit entfernt von
weiß/grau. Der junge hat sogar ein relativ "sauberes" rosé
inzwischen. Wenn von denen alte mit solchen Lamellen rumstehen, hilft die
Lamellenregel also nicht mehr wirklich.
Mir war auch eher die Wuchsform insgesamt nicht geheuer - nicht nur die Farbe
der Lamellen. Daher bin ich recht froh, daß ich die nun vermutlich besser
identifizieren kann. Rein optisch nach Buch kämen nämlich Anischampignons
recht gut hin. Wer aber einen Korb voll mit richtigen Anischampignons hat,
schnüffelt nicht an jedem einzelnen..

Hm, da muss ich morgen doch glatt mal meine Kandidaten nochmal besuchen gehen, ob deren Lamellen inzwischen auch die Farbe gewechselt haben. Beim Bestimmen von Pilzen bin ich eigentlich eher immer zu übervorsichtig als zu leichtsinnig, aber wenn mir diese hübschen Egerlingsschirmlinge auch noch mit rosa Lamellen über den Weg gelaufen wären (meine hatten nicht mal einen Hauch von Rosa oder Braun), weiß ich nicht, ob ich die nicht leichtsinnigerweise doch in die Kategorie Champignons einsortiert hätte. Knifflig, knifflig... Kannst du (oder können andere Fachleute hier) mir nochmal die Unterscheidungskriterien erklären?

Danke im Voraus und viele Grüße
Melanie