Verwertbarkeit der Birkenpilze

Superhase, (vor 7319 Tagen)

Ich habe 4 sehr schöne Steinis und ein Kilo toller Birkenpilze. Sollte man nur die jungen zu den Steinis dazugeben und die älteren - wenn man sie unbedingt essen will - zumindest extra machen? Stimmt es, dass der Stiel älterer Exemplare zu zäh ist? Sehen alle wunderbar knackig aus, dicke feste Stiele (fast wie Steinis nur eben rauhstielig mit schwarzgrauer Kappe). Stimmt es, dass die Biekenpilze sehr schwammig und schleimig sind?

Oder einfach alle zusammen anbraten?

Es tut mir leid. ich bin ein Banause, bei mir geht es nur ums Futtern.

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... Verwertbarkeit!

Blausprödler, (vor 7319 Tagen) @ Superhase

Hallo,
Birkenpilze sind sehr minderwertige Speisepilze. Junge frische Exemplare können mit den Röhren und dem Stiel verwendet werden. Bei Älteren unbedingt Röhren entfernen, da diese sonst zu schwammig werden. Der Stiel kann ganz fein zerhackt auch verwendet finden, obwohl er etwas zäh ist. Das mache ich sogar bei Parasole.
Bei deinem Fund würde ich alle zusammen (Steini und Birkenp.)in einem Mischgericht verwenden. Birkenröhrlinge nehmen auch Geruch und Geschmack von anderen Pilzen an. Dies ist ein großer Vorteil, weil sie dadurch besser werden.

LG Wolfgang

Ich habe 4 sehr schöne Steinis und ein Kilo toller Birkenpilze. Sollte man
nur die jungen zu den Steinis dazugeben und die älteren - wenn man sie
unbedingt essen will - zumindest extra machen? Stimmt es, dass der Stiel
älterer Exemplare zu zäh ist? Sehen alle wunderbar knackig aus, dicke
feste Stiele (fast wie Steinis nur eben rauhstielig mit schwarzgrauer
Kappe). Stimmt es, dass die Biekenpilze sehr schwammig und schleimig sind?
Oder einfach alle zusammen anbraten?
Es tut mir leid. ich bin ein Banause, bei mir geht es nur ums Futtern.

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Re: ... Verwertbarkeit! *PIC*

Freecastle, (vor 7319 Tagen) @ Blausprödler

Hallo,
Birkenpilze sind sehr minderwertige Speisepilze. Junge frische Exemplare
können mit den Röhren und dem Stiel verwendet werden. Bei Älteren
unbedingt Röhren entfernen, da diese sonst zu schwammig werden. Der Stiel
kann ganz fein zerhackt auch verwendet finden, obwohl er etwas zäh ist.
Das mache ich sogar bei Parasole.
Bei deinem Fund würde ich alle zusammen (Steini und Birkenp.)in einem
Mischgericht verwenden. Birkenröhrlinge nehmen auch Geruch und Geschmack
von anderen Pilzen an. Dies ist ein großer Vorteil, weil sie dadurch
besser werden.
LG Wolfgang

Ich hab heute auch 2 Birkenpilze gefunden, und ich denke diesmal endlich auch mal verwertbare. Die sind auf keinen Fall alt:

[image]

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Re: ... Verwertbarkeit!

Ingo, (vor 7319 Tagen) @ Freecastle

Ich hab heute auch 2 Birkenpilze gefunden, und ich denke diesmal endlich auch
mal verwertbare. Die sind auf keinen Fall alt:

Hallo!
Also wenn Du die auf Deinem Foto meinst. Die sind für mich steinalt!
Mache mal den Drucktest mit dem Daumen auf der Hutoberfläche.
Ist das Hutfleisch noch fest, dann sind die Pilze OK. Hinterlässt der
Daumen aber bleibende Dellen oder Abdrücke, dann wirst Du den Pilzen wohl
kulinarisch nichts mehr abgewinnen können.
Mal davon abgesehen, dass Birkenpilze tatsächlich nach nichts schmecken.
Man könnte sich genausogut ein paar dicke Boviste kochen. ;-)

Grüssli Ingo

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Birken- und andere alte Pilze

Frank Horn, (vor 7318 Tagen) @ Ingo

Gegen die behauptete Minderwertigkeit von Birkenpilzen muß ich aber doch protestieren. Ich denke, es ist das gleiche wie mit Rotfußröhrlingen usw.: Die man sofort sieht, sind schwammig und schmecken nach nichts. Wenn man aber einen Ring mit vielen kleinen Fruchtkörpern erwischt, dann lohnt es sich. Ist natürlich mehr Arbeit, aber jung schmecken sie genausogut wie Maronen, man muß nur das Wasser rausbraten (was man natürlich bei alten Exemplaren nur schafft, wenn man sie zu Leder brutzelt, aber ganz junge sind in wenigen Minuten ausgeschwitzt).

Die Pilze auf dem Foto hätte ich nie genommen. Ich nehme auch keine anderen Pilze, die so schwabbelig aussehen, da bück ich mich noch nicht mal, sondern guck lieber, ob es kleine Brüder nebenan gibt.

Das gilt auch für Steinpilze, Pfifferlinge und was sonst noch als edel gilt: wer weich ist, bleibt stehen. Ich nehme auch keine Parasol, bei denen der Hut schon voll ausgebreitet ist (von nach oben gekrümmten ganz zu schweigen), und ich verstehe auch nicht, warum jemand einen ganzen Parasol-Hut panieren will. Der ist ja doch zäh. Wenn er noch ein bißchen keglig ist, kann man ihn vierteln und vier kleine zarte Schnitzelchen machen, die mir sogar besser schmecken als Steinpilze.

Aber die Kriegsrezepte sind wohl nicht totzukriegen. Meine Mutter (ein Kriegskind) nimmt auch so altes Zeug, schneidet jede Made einzeln raus usw. Zum Glück dreht sie wenigstens keine alten Hallimasch durch den Fleischwolf wie meine selige Großmutter...

Wer also keine Not leidet, tut meiner Meinung nach gut daran, nur junge feste Pilze zu pflücken. Von den alten bleibt nach dem Putzen eh nix übrig, und womöglich schmecken sie noch muffig, sind zäh oder man muß kotzen. Mit der Verwertung von Grenzfällen können wir uns befassen, wenn Hungersnot herrscht (falls wir dann noch Internet haben)...

Gruß
Frank

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Klasse! Die Einstellung gefaellt mir! *oT*

Saftling, (vor 7318 Tagen) @ Frank Horn

- kein Text -

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Re: Birken- und andere alte Pilze

Andreas W, (vor 7317 Tagen) @ Frank Horn

Hallo,

die Ostgoten nehmen das schon mit, was Du stehen läßt. :-)
Macrolepiota ausgebreitet und egal mit wievielen Maden *würg*

schöne Grüße

Andreas

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Re: ... Verwertbarkeit!

Trüffel, (vor 7315 Tagen) @ Ingo

Mal davon abgesehen, dass Birkenpilze tatsächlich nach nichts schmecken.
Man könnte sich genausogut ein paar dicke Boviste kochen. ;-)

Ja wenn du das Zeug kochst, mußt du dich nicht wundern, wenn es nach nichts schmeckt. Kräftig angebraten sind Boviste eine Delikatesse! Jedenfalls kann ich das von den Flaschenstäublingen behaupten. Und aus Birkenpilzen habe ich bis jetzt auch immer noch was gut schmeckendes gemacht. Und nebenbei: ich kann es nicht leiden, wenn das Essen nach nichts schmeckt, da mußte ich nach der Wende bei einigen Westkonserven sehr schlechte Erfahrungen machen. Um Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen: Es geht mir dabei nicht um "Ostalgie"!

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Re: ... Verwertbarkeit!

Ingo, (vor 7315 Tagen) @ Trüffel

Ja wenn du das Zeug kochst, mußt du dich nicht wundern, wenn es nach nichts
schmeckt. Kräftig angebraten sind Boviste eine Delikatesse! Jedenfalls
kann ich das von den Flaschenstäublingen behaupten. Und aus Birkenpilzen
habe ich bis jetzt auch immer noch was gut schmeckendes gemacht. Und
nebenbei: ich kann es nicht leiden, wenn das Essen nach nichts schmeckt,
da mußte ich nach der Wende bei einigen Westkonserven sehr schlechte
Erfahrungen machen. Um Mißverständnisse aus dem Weg zu räumen: Es geht mir
dabei nicht um "Ostalgie"!

Hallo Trüffel,

hast du nicht die Grinsebacken hinter dem Satz gesehen?
Es gibt übrigens sehr schöne Rezepte für erwachsene Rauhfüsse.
Im Tintling (frag nicht welcher!) habe ich mal gelesen, dass aus
getrocknetem Pilzpulver von Rauhfüßen interessante Pasta hergestellt
werden können.
Von meiner Meinung zum Speisewert von Birkenpilzen kann ich aber nicht
lassen. Selbst in feinster Butter gebraten, schmecken sie mir nicht.
Ich bin halt ein Freund von würzigen Pilzen. Und da steht bei mir die
liebe Ritterlingsverwandtschaft ganz oben auf der Speisekarte.

LG Ingo