Mikrotom
Wer nutzt bei der Pilzmikroskopie ein Mikrotom für Dünnschnitte oder hat Erfahrung im Herstellen von Weichstoff-Dünnschnitten im Mikrometerbereich mittels Mikrotom?
Neugieriger Waldschrat
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Wer nutzt bei der Pilzmikroskopie ein Mikrotom für Dünnschnitte oder hat Erfahrung im Herstellen von Weichstoff-Dünnschnitten im Mikrometerbereich mittels Mikrotom?
Neugieriger Waldschrat
Wer nutzt bei der Pilzmikroskopie ein Mikrotom für Dünnschnitte oder hat
Erfahrung im Herstellen von Weichstoff-Dünnschnitten im Mikrometerbereich
mittels Mikrotom?
Hallo,
in Hornberg wird immer davon abgeraten - da Du ja für ein Mikrotom dann auch noch fixieren mußt - z.B. mit Paraffin. Da wird das Ganze aber dann schnell aufwendig. Wofür man es - bei entsprechendem Messerverbrauch - gut verwenden könnte, wären harte Pilze (Trameten u. dgl.) und Hölzer. Für die normalen Huthaut-, Lamellen- und Stielschnitte bei "normalen" Pilzen wäre mir aber der Aufwand doch zu hoch.
Gruß,
Werner
Das Fixieren mit Paraffin ist natürlich umständlich zumal die Wachsreste stören, aber es gibt einfachere Methoden. In einer der DGfM-Mitteilungen von Anfang bis Mitte der 90-er Jahre berichtete ich über ein einfaches - von unsrem Mitglied Peter Keth entwickeltes - Gerät, mit dem einfache Objekte sowohl erhitzt (bei Porlingsuntersuchungen manchmal erforderlich aber auch bei Ascomyceten), als auch gekühlt werden können. Mit diesem Gerät können kleine Objekte in einem Wassertropfen eingefroren und fein geschnitten werden. Ein (teures) Mikrotom ist dabei nicht unbedingt erforderlich, sondern bei genügend Sorgfalt reicht auch eine einfache Rasierklinge. Damit ist es freilich nicht möglich, einen Schnitt GENAU z. B. 50 µm dick auszuführen, aber das ist bei Routine-Schnitten auch nicht erforderlich.
Ein Mikrotom ist bekanntlich sehr teuer und für "für Otto-Normal-Pilzfreund" nicht anschaffenswert.
Das kleine Gefrier-/Erhitzungsgerät von Peter Keth benutze ich seither gerne, wenn ich Mikropilze untersuchen möchte.
Was es heute kostet, weiß ich nicht, ich schätze jedoch dass es im Bereich von ca. 100 Euronen liegen dürfte, wenn P. Keth sowas überhaupt noch baut.
Beste Grüße, Heinz Ebert
Hallo,
in Hornberg wird immer davon abgeraten - da Du ja für ein Mikrotom dann auch
noch fixieren mußt - z.B. mit Paraffin. Da wird das Ganze aber dann
schnell aufwendig. Wofür man es - bei entsprechendem Messerverbrauch - gut
verwenden könnte, wären harte Pilze (Trameten u. dgl.) und Hölzer. Für die
normalen Huthaut-, Lamellen- und Stielschnitte bei "normalen"
Pilzen wäre mir aber der Aufwand doch zu hoch.
Gruß,
Werner
Wer nutzt bei der Pilzmikroskopie ein Mikrotom für Dünnschnitte oder hat
Erfahrung im Herstellen von Weichstoff-Dünnschnitten im Mikrometerbereich
mittels Mikrotom?
Neugieriger Waldschrat
Hallo Werner und Heinz,
seid bedankt für Eure Hinweise. Trotz eurer Skepsis werde ich einen Mikrotom-Versuch machen, und zwar mittels Eigenbau und modifiziertem Prinzip (Hochgeschwindigkeits-Messer, Massenträgheit nutzend). Er wird mich nicht viel kosten, denn mein Hobby ist auch qualifizierte Bastelei, deren Ergebnis auch mein Mikroskop ist.
Gruß - Waldschrat
Hallo Waldschrat,
Er wird
mich nicht viel kosten, denn mein Hobby ist auch qualifizierte Bastelei,
deren Ergebnis auch mein Mikroskop ist.
Toll! Wäre schön, wenn Du den Prototyp mal hier vorstellen könntest, es gäbe sicher einige Interessierte. Ich hab mir mal ein Handmikrotom gebastelt, mit dem ich noch gröbere Dickschnitte erzeugen konnte, als von Hand *g*
Grüßle
Juergen
Hallo,
Toll! Wäre schön, wenn Du den Prototyp mal hier vorstellen könntest, es gäbe
sicher einige Interessierte. Ich hab mir mal ein Handmikrotom gebastelt,
mit dem ich noch gröbere Dickschnitte erzeugen konnte, als von Hand *g*
Ich habe mal in Hornberg eines gesehen, das zwar nicht selbst gefertigt war, aber auch recht günstig gewesen sein mußte. Es funktionierte mit eingelegten Rasierklingen. Für Holzschnitte eine praktische Sache. IIRC brachte es Peter Reil mit. Allerdings war es wohl ein recht altes Modell und es ist fraglich, ob es sowas noch gibt.
Gruß,
Werner
Hallo Waldschrat,
Toll! Wäre schön, wenn Du den Prototyp mal hier vorstellen könntest, es gäbe
sicher einige Interessierte. Ich hab mir mal ein Handmikrotom gebastelt,
mit dem ich noch gröbere Dickschnitte erzeugen konnte, als von Hand *g*
Grüßle
Juergen
Hallo Jürgen!
Gerne. Der jetzt fehlende Termindruck
bei der Realisierung meiner Projekte dehnt allerding die Zeit und verlagert die Majorität auf das Prinzig Hoffnung. Sie ist bekanntlich Leben, Erfüllung Tod. Diese Maxime kann ich mir jetzt leisten und Du mußt auf den Prototyp warten - vielleicht gar bis zum St.-Nimmerleins-Tag.
Gruß - Waldschrat