Klein, aber oft verkannt, Marasmius bulliardii *PIC*

Markus Wilhelm ⌂, (vor 7318 Tagen)

Hallo zusammen,

da die Wälder bei uns schon fast leer sind, auch auf den Saftlingswiesen absolute Nullnummer, muss man sich eben etwas tiefer bücken...

Allen bekannt ist ja der Halsband-Schwindling, Marasmius rotula. Momentan hat es viele einer anderen Art im Laubwald, Marasmius bulliardii, das Käsepilzchen (Fragt mich nicht, was das mit dem Käse zu tun hat!)
Es ist mehr braun, und vor allem: das haardünne Stielchen verzweigt sich oft und bildet neue Hütchen, oft aber auch nur rudimentär ausgebildete der gar keine. Oft sind diese sogar in der Überzahl, so dass man glaubt, irgendeinen haarartigen, keulenartigen Pilz vor sich zu haben, bis man auch Hüte erkennt.

[image]

In "Pilze der Schweiz" 3, Nr. 278 wird diese Art mit M. wettsteinii synonymisiert, da bin ich anderer Meinung, das ist eine noch winzigere Art im Nadelstreu mit schwarzem Hutzentrum, ohne verzweigte Stiele.
(Speisewert: Achtung, die Stiele sind zäh:))

Apropos Speisepilze, nach dem Riesenschub Anfang September wuchs ja fast nichts mehr, ich vermute, nach dem kalten August schalteten die Mycelien schon auf Winter um. Jetzt habe ich beobachtet, dass bereits wieder einige Sommerpilze erscheinen, wie der Narzissengelbe Wulstling, auch kommen an denselben Plätzen wie im September jetzt neue Sommersteinpilze! Ist alles etwas durcheinander!

Viele Grüsse, Markus

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Re: Klein, aber oft verkannt, Marasmius bulliardii

Heinz Ebert ⌂, (vor 7318 Tagen) @ Markus Wilhelm

Ja, das ist schon ein ganz verrücktes Jahr, auch hier in der Eifel.
Aber was den Speisewert von Marasmius-Arten betrifft, da liegst du falsch: wenn man einen Pilzhut dieser Gattungs-Art mit zwei Pfund Hackfleisch füllt, dann fällt die Zähigkeit der Stiele gar nicht mehr auf!
Viel Freude beim Marasmius-Suchen, Hut-Befüllen und Zubereiten *g*
Beste Grüße, Heinz Ebert

Hallo zusammen,
da die Wälder bei uns schon fast leer sind, auch auf den Saftlingswiesen
absolute Nullnummer, muss man sich eben etwas tiefer bücken...
Allen bekannt ist ja der Halsband-Schwindling, Marasmius rotula. Momentan hat
es viele einer anderen Art im Laubwald, Marasmius bulliardii, das
Käsepilzchen (Fragt mich nicht, was das mit dem Käse zu tun hat!)
Es ist mehr braun, und vor allem: das haardünne Stielchen verzweigt sich oft
und bildet neue Hütchen, oft aber auch nur rudimentär ausgebildete der gar
keine. Oft sind diese sogar in der Überzahl, so dass man glaubt,
irgendeinen haarartigen, keulenartigen Pilz vor sich zu haben, bis man
auch Hüte erkennt.

In "Pilze der Schweiz" 3, Nr. 278 wird diese Art mit M. wettsteinii
synonymisiert, da bin ich anderer Meinung, das ist eine noch winzigere Art
im Nadelstreu mit schwarzem Hutzentrum, ohne verzweigte Stiele.
(Speisewert: Achtung, die Stiele sind zäh:))
Apropos Speisepilze, nach dem Riesenschub Anfang September wuchs ja fast
nichts mehr, ich vermute, nach dem kalten August schalteten die Mycelien
schon auf Winter um. Jetzt habe ich beobachtet, dass bereits wieder einige
Sommerpilze erscheinen, wie der Narzissengelbe Wulstling, auch kommen an
denselben Plätzen wie im September jetzt neue Sommersteinpilze! Ist alles
etwas durcheinander!
Viele Grüsse, Markus