Parasol_Pilze im Gonsenheimerwald
Bin heute morgen sehr früh in den Gonsenheimerwald gefahren.
Siehe da, es gab noch vier sehr schöne Parsolpilze.
Evtl. versuche ich nochmals.
Grüße an alle von Berthold Schmelzer aus Heidesheim, Rheinhessen.
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Bin heute morgen sehr früh in den Gonsenheimerwald gefahren.
Siehe da, es gab noch vier sehr schöne Parsolpilze.
Evtl. versuche ich nochmals.
Grüße an alle von Berthold Schmelzer aus Heidesheim, Rheinhessen.
- kein Text -
Sehr geehrter Herr Dr. Prüfert,
ganz verstehe ich Ihre Aussage nicht, natürlich ist der Lennebergwald ein besonderes Schutzgebiet.
Wie definieren dèn " Lennebergwald " ? ; Gemarkung, etc
Wo beginnt der Wald und wo endet dieser Wald
Man wird sicherlich nach deutschen Gesetzen noch vier `Parsol -Pilze ernten dürfen oder können !!! ; Oder etwa nicht ?
Wie hoch ist das Bussgeld ???
Mit freundlichen Gruß
Berthold
Sehr geehrter Herr Dr. Prüfert,
Hallo Berthold,
wir sind hier alle per Du.
Man wird sicherlich nach deutschen Gesetzen noch vier `Parsol -Pilze ernten
dürfen oder können !!! ; Oder etwa nicht ?
Nein, darf man im NSG definitiv nicht. Was man tut ist dann eine andere Frage 
Wie hoch ist das Bussgeld ???
Das kommt wohl auf das Bundesland, die Menge, die Art und den Richter an. Das erste Mal dürfte man wohl mit geringen Mengen noch mit einer Verwarnung davonkommen - garantieren möchte ich das aber nicht.
Wenn man Parasole im NSG sammelt, sollte man es wenigstens nicht unbedingt im Internet posten ... denke ich mal.
Und nur mal als eigene Anmerkung: nein, ich persönlich finde das definitiv nicht schlimm, wenn man 4 Parasole mitnimmt. Schlimm fände ich es lediglich, wenn man absichtlich und immer wieder zum kiloweisen Speisepilzsammeln in NSGs mit voller Absicht geht.
Gruß,
Werner
Hallo Berthold,
wir sind hier alle per Du.
Nein, darf man im NSG definitiv nicht. Was man tut ist dann eine andere Frage
-)
Das kommt wohl auf das Bundesland, die Menge, die Art und den Richter an. Das
erste Mal dürfte man wohl mit geringen Mengen noch mit einer Verwarnung
davonkommen - garantieren möchte ich das aber nicht.
Wenn man Parasole im NSG sammelt, sollte man es wenigstens nicht unbedingt im
Internet posten ... denke ich mal.
Und nur mal als eigene Anmerkung: nein, ich persönlich finde das definitiv
nicht schlimm, wenn man 4 Parasole mitnimmt. Schlimm fände ich es
lediglich, wenn man absichtlich und immer wieder zum kiloweisen
Speisepilzsammeln in NSGs mit voller Absicht geht.
Gruß,
Werner
Hallo lieber Werner.
vielen lieben herzlichen Dank für Deine Antwort.
Alles was "Du" geschrieben hast iat wirklich sehr nett.
Ich bedanke mich sehr herzlich.
Wahrscheinlich werde ich mich in diesemPilzforum nicht mehr öffentlich äußeren.
Gruß
Berthold
Sehr geehrter Herr Dr. Prüfert,
ganz verstehe ich Ihre Aussage nicht, natürlich ist der Lennebergwald ein
besonderes Schutzgebiet.
Wie definieren dèn " Lennebergwald " ? ; Gemarkung, etc
Wo beginnt der Wald und wo endet dieser Wald
Das Naturschutzgebiet "Lennebergwald" umfasst den gesamten Gonsenheimer Wald, also vom Ortsrand Gonsenheim bis zum Ortsrand Budenheim und Uhlerborn. Nach Südwesten geht es nahtlos in das Naturschutzgebiet "Höllenberg", das einen großen Teil der Höhe zwischen Finthen und Ingelheim umfasst.
Was man im Wald darf und was nicht, findet man hier:
http://www.lennebergwald.de/wald/knigge.htm
Dort steht ausdrücklich, dass kleine Mengen Pilze zum Eigenverbrauch gesammelt werden dürfen, sofern es sich um häufige Arten handelt, aber man darf die Wege nicht verlassen.
Grüße,
Wolfgang Prüfert
Hallo Werner,
Schlimm fände ich es
lediglich, wenn man absichtlich und immer wieder zum kiloweisen
Speisepilzsammeln in NSGs mit voller Absicht geht.
Nicht mal das würde ich als wirklich schlimm empfinden! Eher wenn die städtischen Waldarbeiter mit ihrem schweren Gerät ins NSG reinwalzen um Ausputzarbeiten zu machen!
Grüßle
Juergen
Hallo Wolfgang,
auch im NSG gibt es nach meiner Erfahrung nicht mehr Pilze als in anderen Wäldern. Bekanntlich scheren sich mit Gift geschwängerte Luft und Regen nicht um Schilder im Wald und bekommen trotzdem kein Bußgeld aufgebrummt. Und die schaden den Kreaturen in Wald und Flur ungleich mehr als Pilzsucher.
Gruß - Waldschrat
Hallo Wolfgang,
auch im NSG gibt es nach meiner Erfahrung nicht mehr Pilze als in anderen
Wäldern. Bekanntlich scheren sich mit Gift geschwängerte Luft und Regen
nicht um Schilder im Wald und bekommen trotzdem kein Bußgeld aufgebrummt.
Und die schaden den Kreaturen in Wald und Flur ungleich mehr als
Pilzsucher.
Gruß - Waldschrat
Was das Sammeln von Fruchtkörpern betrifft, gebe ich Dir Recht.
Allerdings hat der Lennebergwald - Kalkflugsande mit lichtem Kiefernbewuchs und eingestreute Sand-Magerrasen - einen Unterwuchs, der recht trittempfindlich ist. Und Pilzsammler, die von der Gier nach Parasolen geleitet werden, kümmern sich nicht um Küchenschellen und Adonisröschen, die an eben denselben Standorten vorkommen (zumal sie nicht blühen, und daher vom Pilzsammler gar nicht erst erkannt werden).
Ebenso kann ich aus eigener Anschauung feststellen, dass eine Trittbelastung sich sehr stark auf die (im Lennebergwald besonders ausgeprägte) Rötlingsflora auswirkt. Ich vermute, dass einige Arten auf ein ganz spezielles Kleinklima angewiesen sind, das sich nur unter hohem Gras ausbildet.
Was das Sammeln von Fruchtkörpern betrifft, gebe ich Dir Recht.
Allerdings hat der Lennebergwald - Kalkflugsande mit lichtem Kiefernbewuchs
und eingestreute Sand-Magerrasen - einen Unterwuchs, der recht
trittempfindlich ist. Und Pilzsammler, die von der Gier nach Parasolen
geleitet werden, kümmern sich nicht um Küchenschellen und Adonisröschen,
die an eben denselben Standorten vorkommen (zumal sie nicht blühen, und
daher vom Pilzsammler gar nicht erst erkannt werden).
Ebenso kann ich aus eigener Anschauung feststellen, dass eine Trittbelastung
sich sehr stark auf die (im Lennebergwald besonders ausgeprägte)
Rötlingsflora auswirkt. Ich vermute, dass einige Arten auf ein ganz
spezielles Kleinklima angewiesen sind, das sich nur unter hohem Gras
ausbildet.
Hallo Wolfgang,
habe mich ja neulich als Gegner von Sammelverboten weit aus dem Fenster gelehnt und dazu stehe ich auch (Saftlingsfresser sind trotzdem Banausen, jawohl *g*). Aber das Begehen mancher Biotope richtet Schaden an und hier muss an das Verantwortungsbewusstsein der Naturfreunde appelliert werden. Gerade in extremen Biotopen (hinbsichtlich Naehrstoffarmut, Trockenheit etc.) reagiert die Vegetation sehr empfindlich. Daher sollte man um diese Lebensraeume, die es in DEutschland ja nur (noch) auf verschwindend kleinen Flaechen (meist in Naturschutzgebieten) gibt, einen Bogen machen. In einem Hochmoor, einem Cladonia-Rasen oder Felsspaltenvegetation hat selbst einmaliges Betreten noch jahrelang sichtbare Folgen. Wer das ignoriert, macht was Horst Stern vor Jahren mit "wir toeten was wir lieben" auf den Punkt brachte!
LG
Dieter
Hallo Wolfgang,
habe mich ja neulich als Gegner von Sammelverboten weit aus dem Fenster
gelehnt und dazu stehe ich auch (Saftlingsfresser sind trotzdem Banausen,
jawohl *g*). Aber das Begehen mancher Biotope richtet Schaden an und hier
muss an das Verantwortungsbewusstsein der Naturfreunde appelliert werden.
Gerade in extremen Biotopen (hinbsichtlich Naehrstoffarmut, Trockenheit
etc.) reagiert die Vegetation sehr empfindlich. Daher sollte man um diese
Lebensraeume, die es in DEutschland ja nur (noch) auf verschwindend
kleinen Flaechen (meist in Naturschutzgebieten) gibt, einen Bogen machen.
In einem Hochmoor, einem Cladonia-Rasen oder Felsspaltenvegetation hat
selbst einmaliges Betreten noch jahrelang sichtbare Folgen. Wer das
ignoriert, macht was Horst Stern vor Jahren mit "wir toeten was wir
lieben" auf den Punkt brachte!
LG
Dieter
resign!
Waldschrat
Wahrscheinlich werde ich mich in diesemPilzforum nicht mehr öffentlich
äußeren.
gute Idee
Gruß
Piwo
gute Idee
Sorry, aber wenn sich die "gute Idee" darauf bezieht, daß sich Jakob gar nicht mehr zu irgendwelchen Pilzen hier äußern will, finde ich Deine Reaktion absolut daneben.
Wenn es sich nur auf Aufsammlungen in NSGs bezieht, bin ich sogar Deiner Meinung. Aber da man das leicht mißverstehen kann, wollte ich doch noch dazu sagen, daß ich nicht der Meinung bin, daß irgendjemand sich hier generell "nicht äußern" sollte. Und jemandem darin rechtzugeben halte ich schon für "grob".
Abgesehen davon möchte ich nicht wissen, wieviele Pilze aus geschützten Gebieten hier schon gezeigt worden sind. Nur dazuschreiben sollte man es vielleicht nicht.
Gruß,
Werner
Hallo Wolfgang,
habe mich ja neulich als Gegner von Sammelverboten weit aus dem Fenster
gelehnt und dazu stehe ich auch (Saftlingsfresser sind trotzdem Banausen,
jawohl *g*). Aber das Begehen mancher Biotope richtet Schaden an und hier
muss an das Verantwortungsbewusstsein der Naturfreunde appelliert werden.
Gerade in extremen Biotopen (hinbsichtlich Naehrstoffarmut, Trockenheit
etc.) reagiert die Vegetation sehr empfindlich. Daher sollte man um diese
Lebensraeume, die es in DEutschland ja nur (noch) auf verschwindend
kleinen Flaechen (meist in Naturschutzgebieten) gibt, einen Bogen machen.
In einem Hochmoor, einem Cladonia-Rasen oder Felsspaltenvegetation hat
selbst einmaliges Betreten noch jahrelang sichtbare Folgen. Wer das
ignoriert, macht was Horst Stern vor Jahren mit "wir toeten was wir
lieben" auf den Punkt brachte!
LG
Dieter
Ich bin von keiner Gier geleitet !!
Achte alle Gebote und Verbote.
Berthold
Ich bin von keiner Gier geleitet !!
Achte alle Gebote und Verbote.
Berthold
... das war nicht auf Dich gemünzt, ich hatte aber im Lennebergwald und im Mainzer Sand schon allerlei derartige Erlebnisse und bin daher vielleicht ein wenig überempfindlich!
Nix für ungut,
Wolfgang
P.S.: Wenn Du mal die Pilzvielfalt der Mainzer Wälder nicht aus der Speisepilz-Perspektive kennenlernen willst, komm' doch mal zu unseren NaBu-Exkursionen!