Dorniger Stachelseitling.

Jensen Nuda, (vor 7316 Tagen)

Hallo Liebe Pilzfreunde,

ich war heute bei Groß- Zimmern im Wald unterwegs und habe neben etlichen Maronen auch diverse weitere Röhrlinge und eine Glucke gefunden. Fast schon wieder am Auto angekommen fand ich noch 7 beeindruckende Exmplare (2 waren wirklich groß) von Steinpilzen (dass die noch wachsen--> naja bei dem Wetter) und dann an einem Buchenstumpf noch Creolophus cirratus den Dornigen Stachelseitling. Ich bin seit 3-4 Jahren Sammler und finde immer mal wieder was Neues, und den habe ich bisher auch noch nie gefunden. Im Laux wird er als einzige art seiner gattung weltweit beschriebne, was natürlich noch lange nicht heißt das er selten sei. Aber mich würde doch interessieren ob man ihn häufiger findet. Wie sind eure Erfahrungen und vielleicht hat ja jemand noch ein spezielles Rezept. Als Erstpilz habe ich ihn ja nun probiert (wie immer nur mit Butter, Salz und etwas Pfeffer).
Dann weiterhin Hut- Stielbruch (gibt es eigentlich einen Pilzsammlergruß ?)
Jensen

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Re: Dorniger Stachelseitling.

ziggi, (vor 7315 Tagen) @ Jensen Nuda

Hallo Liebe Pilzfreunde,
ich war heute bei Groß- Zimmern im Wald unterwegs und habe neben etlichen
Maronen auch diverse weitere Röhrlinge und eine Glucke gefunden. Fast
schon wieder am Auto angekommen fand ich noch 7 beeindruckende Exmplare (2
waren wirklich groß) von Steinpilzen (dass die noch wachsen--> naja bei
dem Wetter) und dann an einem Buchenstumpf noch Creolophus cirratus den
Dornigen Stachelseitling. Ich bin seit 3-4 Jahren Sammler und finde immer
mal wieder was Neues, und den habe ich bisher auch noch nie gefunden. Im
Laux wird er als einzige art seiner gattung weltweit beschriebne, was
natürlich noch lange nicht heißt das er selten sei. Aber mich würde doch
interessieren ob man ihn häufiger findet. Wie sind eure Erfahrungen und
vielleicht hat ja jemand noch ein spezielles Rezept. Als Erstpilz habe ich
ihn ja nun probiert (wie immer nur mit Butter, Salz und etwas Pfeffer).
Dann weiterhin Hut- Stielbruch (gibt es eigentlich einen Pilzsammlergruß ?)
Jensen

Hallo Jensen,

ich habe ihn bisher 2 mal gefunden aber immer stehen lassen, weil er nach meinen Büchern auf der roten Liste steht und auch wirklich einfach zu schön aussieht, um ihn mitzunehmen. Aber wenn du ihn nunmal schon gegessen hast, wüsst ich schon gern, wie er schmeckt. Ist soweit ich weiß in Asien ein beliebter Speisepilz, und ihm werden auch diverse medizinische Eigenschaften zugeschrieben.

"Hut- und Stielbruch" find ich gut.

Gruß Markus

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Re: Dorniger Stachelseitling.

Jensen Nuda, (vor 7315 Tagen) @ ziggi

Hallo Markus,

Im Laux ist seine Gefährdung nicht verbreitet, aber ich habe auch nicht alles mitgenommen. Geschmäcker zu bezeichnen ist gar nicht so einfach, ich fand ihn jedenfalls lecker, etwas säuerlich vielleicht, auf jeden Fall recht mild. Vielleicht passt auch noch etwas fruchtig. Dann vielen Dank für die Antwort, scheint also kein ständig anzutreffender Waldbewohner zu sein.
Grüße Jens

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Re: Dorniger Stachelseitling.

Heinz Ebert ⌂, (vor 7315 Tagen) @ Jensen Nuda

Muss man den wirklich alles essen müssen, was nicht giftig ist?
Beste Grüße, Heinz Ebert

Im Laux ist seine Gefährdung nicht verbreitet, aber ich habe auch nicht alles
mitgenommen. Geschmäcker zu bezeichnen ist gar nicht so einfach, ich fand
ihn jedenfalls lecker, etwas säuerlich vielleicht, auf jeden Fall recht
mild. Vielleicht passt auch noch etwas fruchtig. Dann vielen Dank für die
Antwort, scheint also kein ständig anzutreffender Waldbewohner zu sein.
Grüße Jens

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Re: Dorniger Stachelseitling.

Beate Mittmann, (vor 7314 Tagen) @ Heinz Ebert

Meiner Ansicht nach ist Neugierde schon eine der besten Primateneigenschaften, insofern probiere ich auch gerne alles Essbare zumindest einmal, und wenn's nicht schmeckt oder die Arten nicht wirklich häufig sind, war das dann eben das letzte Mal. Aber ohne die Dinge auszuprobieren hat man ja keinen Vergleich, der für fast alle Lebenslagen das Entscheidende ist. Den Leberreischling werde ich auch kein zweites Mal versuchen, aber das eine Mal war es wert (:-)). Herzliche Grüsse Beate

Muss man den wirklich alles essen müssen, was nicht giftig ist?

Beste Grüße, Heinz Ebert

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Re: Dorniger Stachelseitling.

Piwo, (vor 7314 Tagen) @ Heinz Ebert

Muss man den wirklich alles essen müssen, was nicht giftig ist?
Beste Grüße, Heinz Ebert

hallo Heinz,

diese Frage treibt mich schon lange um. Rotkehlchen sind auch kostenlos und nicht giftig. Wahrscheinlich werden sie demnächst auch "geerntet".

Liebe Grüße
Piwo

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Re: Dorniger Stachelseitling.

Jensen Nuda, (vor 7314 Tagen) @ Piwo

hallo Heinz,
diese Frage treibt mich schon lange um. Rotkehlchen sind auch kostenlos und
nicht giftig. Wahrscheinlich werden sie demnächst auch
"geerntet".
Liebe Grüße
Piwo

Hallo allerseits,
ich hätte nie gedacht, dass es zu solchen Reaktionen kommen könnte. Da scheint ja eine Ganze Menge an Energie dahinter zu stecken, ob man einen Pilz essen darf oder nicht usw.. Ich schließe mich übrigens voll und ganz der Meinung von Beate an. Einmal soll man ja wohl dürfen. Im übrigen esse ich die Pilze nicht weil sie kostenlos sind. Ich finde dies lenkt auch vom zentralen Thema ab.
LG und Guten Appetit Jens

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Re: Dorniger Stachelseitling.

Saftling, (vor 7314 Tagen) @ Jensen Nuda

Hallo allerseits,
ich hätte nie gedacht, dass es zu solchen Reaktionen kommen könnte. Da
scheint ja eine Ganze Menge an Energie dahinter zu stecken, ob man einen
Pilz essen darf oder nicht usw.. Ich schließe mich übrigens voll und ganz
der Meinung von Beate an. Einmal soll man ja wohl dürfen. Im übrigen esse
ich die Pilze nicht weil sie kostenlos sind. Ich finde dies lenkt auch vom
zentralen Thema ab.
LG und Guten Appetit Jens

Hi,

m.E. werden da verschiedene Dinge in einen Topf geworfen. Das Ernten und Essen eines seltenen Pilzes schadet dem Bestand des Pilzes wahrscheinlich nicht.
Heinz' Auffassung ist mir aber ebenfalls verstaendlich. WEnn ich Leute sehe, die einen Korb voll Saftlinge ernten, geht mir das Messer in der Tasche auf. Nur ist das kein Problem fuer den Fortbestand der betreoffenen Arten sondern mein Problem, weil ich eine emotionale "Beziehung" zu diesen besonderen Pilzen habe und persoenlich keine esse.
Also m.E. brauchst Du kein schlechtes Gewissen haben. Vielleicht ist die Beschaeftigung mit Pilzen (oder anderen Objekten in der Natur) aber noch befriedigender, wenn man so an den Pilzen haengt wie Heinz und darauf verzichtet, alles zu essen, was essbar ist.

Liebe GRuesse
Dieter

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Re: Dorniger Stachelseitling.

Heinz Ebert ⌂, (vor 7314 Tagen) @ Saftling

Ich wollte keinesfalls jemanden rügen, sondern zum Nachdenken anregen. Mit der Mentalität "alles mal probieren" werden doch Arten gefährdet, die selten sind. Und der Dornige Stachelbart (nicht Stachelseitling!), der ist nun mal selten. Ich habe ihn dieses Jahr zum zweiten mal jemals gesehen!
Dahingehend richtete sich meine Bemerkung, sonst nichts, und von wegen "schmutziger Zeigefinger". Da gibt's schlimmeres, z.B. eine Pressemeldung von vor einigen Jahren über "Weißer Kaviar". Hierbei handelte es sich um die Eier von Weinbergschnecken. Gegen sowas hebe ich wirklich den "schmutzigen Zeigefinger", weil ich es für pervers halte.
Aber mit regional oder saisonal häufigen Pilzen probiere ich auch gern. Beispiele: In diesem Jahr habe ich u.a. den Strubbelkopfröhrling probiert (das war ein absolut negatives Geschmackserlebnis), und den Violetten Schleierling, der ein Massenvorkommen hatte und absolut gut geschmeckt hat.
Ich bitte also, meine Meinungsäußerungen nicht falsch auszulegen. Ich möchte nur, dass seltene Arten eben nicht für solche Versuche hergenommen werden.
Oder macht ihr auch mal einen Salat aus heimischen Orchideen?
Beste Grüße, Heinz Ebert

Hi,
m.E. werden da verschiedene Dinge in einen Topf geworfen. Das Ernten und
Essen eines seltenen Pilzes schadet dem Bestand des Pilzes wahrscheinlich
nicht.
Heinz' Auffassung ist mir aber ebenfalls verstaendlich. WEnn ich Leute sehe,
die einen Korb voll Saftlinge ernten, geht mir das Messer in der Tasche
auf. Nur ist das kein Problem fuer den Fortbestand der betreoffenen Arten
sondern mein Problem, weil ich eine emotionale "Beziehung" zu
diesen besonderen Pilzen habe und persoenlich keine esse.
Also m.E. brauchst Du kein schlechtes Gewissen haben. Vielleicht ist die
Beschaeftigung mit Pilzen (oder anderen Objekten in der Natur) aber noch
befriedigender, wenn man so an den Pilzen haengt wie Heinz und darauf
verzichtet, alles zu essen, was essbar ist.
Liebe GRuesse
Dieter