Ausgewählte Röhrlinge von heute *PIC*

Thüringer-Holz, (vor 7313 Tagen)

Hallo Forum,

lieber spät als nie scheinen die Kalkwälder und ihre Bewohner sich gedacht zu haben! Es gibt endlich wieder was zu sehen! Bei herrlichem Wetter ging es heute mit Jochen noch mal raus um eventuell Raritäten abzulichten. Die Artenvielfalt war erstaunlich zahlreich, die Unbekannten bereiten uns mehr Kopfzerbrechen als gedacht. Während Jochen noch am "tüfteln" ist möchte ich euch zu erst ein paar Röhrlinge zeigen:

Graubrauner Birkenpilz/Wolligstieliger Rauhfuss Leccinum brunneogriseolum

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Espen-Rotkappe Leccinum aurantiacum

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Rostroter Lärchenröhrling Suillus tridentinus

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Körnchenröhrling Suillus granulatus

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Weitere Vertreter der Röhrenpilze von heute waren:
Goldröhrling, Grauer Lärchenröhrling, Butterpilz, Ringloser Butterpilz, Sandröhrling, Steinpilz, Gemeiner Birkenpilz

Später mehr...

Beste Grüße

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Re: Ausgewählte Röhrlinge von heute

Schwammerlkönig, (vor 7313 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo Felix,
schöne Funde hast du da gemacht. Na was habe ich dir gesagt, kaum hast du ein Stativ, schon sind die Aufnahmen um ein vielfaches besser :-)
LG Peter

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Re: Ausgewählte Röhrlinge von heute

Michael Schneider, (vor 7312 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo Felix,

sehr schöne fotos die du gemacht hast!!(und schöne Pilze) KOMPLIMENT ! !

freundliche grüsse aus der schweiz, michi

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Re: Ausgewählte Röhrlinge von heute

ThomasHofheim, (vor 7312 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo Felix,
die zweite Espenrotkappe sieht mehr nach Eichenrotkappe, oder besser: Laubwaldrotkappe, aus.
Viele Grüße
Thomas

Hallo Forum,
lieber spät als nie scheinen die Kalkwälder und ihre Bewohner sich gedacht zu
haben! Es gibt endlich wieder was zu sehen! Bei herrlichem Wetter ging es
heute mit Jochen noch mal raus um eventuell Raritäten abzulichten. Die
Artenvielfalt war erstaunlich zahlreich, die Unbekannten bereiten uns mehr
Kopfzerbrechen als gedacht. Während Jochen noch am "tüfteln" ist
möchte ich euch zu erst ein paar Röhrlinge zeigen: Graubrauner
Birkenpilz/Wolligstieliger Rauhfuss Leccinum brunneogriseolum

Espen-Rotkappe Leccinum aurantiacum


Rostroter Lärchenröhrling Suillus tridentinus

Körnchenröhrling Suillus granulatus

Weitere Vertreter der Röhrenpilze von heute waren: Goldröhrling, Grauer
Lärchenröhrling, Butterpilz, Ringloser Butterpilz, Sandröhrling,
Steinpilz, Gemeiner Birkenpilz
Später mehr...
Beste Grüße

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@Thomas

Thüringer-Holz, (vor 7312 Tagen) @ ThomasHofheim

Hallo Thomas,

ich habe mich auch über die Schüppchen in dem Alter gewundert.
Die 2 standen keine 3 Meter auseinander. Keine Eichen in der Umgebung. Ist ein reiner Espen-Hang.
Wer weis, ist ein sonniges Plätzchen - die war schon relativ trocken.

Beste Grüße Felix

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Re: @Thomas

ThomasHofheim, (vor 7312 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hi Felix,
eine Espenrotkappe dürfte in dem Alter wirklich noch keine gefärbten Schüppchen haben. In dieser Gruppe ist das Artkonzept von Henk Den Bakker und Machiel Noordeloos wirklich überzeugend: Es gibt eine strikt an Pappel gebundene Art mit jung weißflockigem Stiel, die von den beiden jetzt L. albostipitatum genannt wird, und eine Art mit jung braunrötlichen Schuppen und sehr weitem Baumartenspektrum, von Eiche über Birke bis zu Buche und Pappel. Das ist das, was bisher L. quercinum, Eichenrotkappe, genannt wurde und von Den Bakker & Noordeloos jetzt L. aurantiacum genannt wird, also so, wie bisher die Espenrotkappe hieß ;-).
Ich selbst kenne mindestens einen Standort, an dem solche rotgeschuppten Rotkappen bei Birken und Pappeln stehen, ohne dass eine Eiche auch nur in der Nähe wäre.
Ich würde daher weiterhin nicht an eine Espenrotkappe glauben, sondern ihr lieber den schönen Namen "Laubwaldrotkappe" geben; da passen dann auch die Pappeln mit rein.
Viele Grüße
Thomas

Hallo Thomas,
ich habe mich auch über die Schüppchen in dem Alter gewundert.
Die 2 standen keine 3 Meter auseinander. Keine Eichen in der Umgebung. Ist
ein reiner Espen-Hang.
Wer weis, ist ein sonniges Plätzchen - die war schon relativ trocken.
Beste Grüße Felix

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Ach ja? ;-) mit Leccinum-Rätsel @Thomas *PIC*

Andreas ⌂, (vor 7312 Tagen) @ ThomasHofheim

Hallo Thomas,

wenn ich mich so dunkel an meinen Konfirmationsunterricht erinnere, dann war doch eigentlich Thomas der Ungläubige gewesen, oder?

eine Espenrotkappe dürfte in dem Alter wirklich noch keine gefärbten
Schüppchen haben. In dieser Gruppe ist das Artkonzept von Henk Den Bakker
und Machiel Noordeloos wirklich überzeugend: Es gibt eine strikt an Pappel
gebundene Art mit jung weißflockigem Stiel, die von den beiden jetzt L.
albostipitatum genannt wird, und eine Art mit jung braunrötlichen Schuppen
und sehr weitem Baumartenspektrum, von Eiche über Birke bis zu Buche und
Pappel. Das ist das, was bisher L. quercinum, Eichenrotkappe, genannt
wurde und von Den Bakker & Noordeloos jetzt L. aurantiacum genannt
wird, also so, wie bisher die Espenrotkappe hieß ;-).

Ja, hübsches Konzept und Du kannst mir bestimmt auch sagen, wie diese Rotkappe dann heißen muss, gelle (O.k., Du wirst wissen dass ich Dich resp. DenBakker & Noordeloos aufs Glatteis führen will *gg*)

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Na, das ist doch bestimmt und den Schüppchen nach 100% albostipitatum *ZWINKER*

Ich selbst kenne mindestens einen Standort, an dem solche rotgeschuppten
Rotkappen bei Birken und Pappeln stehen, ohne dass eine Eiche auch nur in
der Nähe wäre.
Ich würde daher weiterhin nicht an eine Espenrotkappe glauben, sondern ihr
lieber den schönen Namen "Laubwaldrotkappe" geben; da passen
dann auch die Pappeln mit rein.

Da gebe ich allerdings recht, wenn es mich auch ein wenig wundert, warum unter ein und derselben Espe sowohl albostipitatum als auch aurantiacum vorkommen sollen. Naja, andererseits, warum auch nicht ....

beste Grüße,
Andreas

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Re: Ach ja? ;-) mit Leccinum-Rätsel @Thomas

ThomasHofheim, (vor 7311 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas, Du Ungläubiger ;-),

wenn ich mich so dunkel an meinen Konfirmationsunterricht erinnere, dann war
doch eigentlich Thomas der Ungläubige gewesen, oder?

Bin ich doch auch. Ich war ja ganz ungläubig, was diese Espenrotkappe mit den roten Schüppchen angeht.

Ja, hübsches Konzept und Du kannst mir bestimmt auch sagen, wie diese
Rotkappe dann heißen muss, gelle (O.k., Du wirst wissen dass ich Dich
resp. DenBakker & Noordeloos aufs Glatteis führen will *gg*)
Na, das ist doch bestimmt und den Schüppchen nach 100% albostipitatum
*ZWINKER*

Kein Konzept ohne Ausnahme. Nenn mir eine Gattung, in der ein Artkonzept vorliegen würde, bei dem jeder FK 100%ig reinpaßt; das sollte gerade für den Cortinarienfreund nicht neu sein. [Oh, Verzeihung, daß stimmt natürlich nicht. Bei Cortinarius wäre eine weißstielige Rotkappe mit vulpinum-Hut schon längst eine neue Art ;-)]
Ich hätte auch ohne Deinen Hinweis, daß Du mich "aufs Glatteis" führen willst, aufgrund der Hutfarbe eher nicht auf albostipitatum getippt, sondern hätte nachgefragt, ob die zufällig bei Nadelbäumen stand ...

Da gebe ich allerdings recht, wenn es mich auch ein wenig wundert, warum
unter ein und derselben Espe sowohl albostipitatum als auch aurantiacum
vorkommen sollen. Naja, andererseits, warum auch nicht ....

Würd ich auch sagen, warum nicht. Sehr entfernt verwandte Arten machen das (B. edulis u. C. prunulus), aber auch sehr nah verwandte (X. chrysenteron u. cisalpinus oder A. rubescens u. spissa oder L. duriusculum u. albostipitatum), warum also nicht auch die zwei Rotkappen?
Aber wer weiß das schon wirklich. Deswegen hab ich ja auch nur getippt: "sieht mehr nach Eichenrotkappe, oder besser: Laubwaldrotkappe, aus".

Viele Grüße
Thomas

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Re: Ach ja? ;-) mit Leccinum-Rätsel @Thomas

Andreas ⌂, (vor 7311 Tagen) @ ThomasHofheim

Hallo Thomas,

Kein Konzept ohne Ausnahme. Nenn mir eine Gattung, in der ein Artkonzept
vorliegen würde, bei dem jeder FK 100%ig reinpaßt; das sollte gerade für
den Cortinarienfreund nicht neu sein. [Oh, Verzeihung, daß stimmt
natürlich nicht. Bei Cortinarius wäre eine weißstielige Rotkappe mit
vulpinum-Hut schon längst eine neue Art ;-)]
Ich hätte auch ohne Deinen Hinweis, daß Du mich "aufs Glatteis"
führen willst, aufgrund der Hutfarbe eher nicht auf albostipitatum
getippt, sondern hätte nachgefragt, ob die zufällig bei Nadelbäumen stand
...

Du hast natürlich recht und eigentlich bin ich mir ja dessen auch bewusst. Aber ich finde so Zeugs dann halt immer in meinen Kursen und soll dann den leuten erklären, warum das zwar schon alles so stimmt mit den Schuppen am Rotkappenstiel - nur halt bei der Kollektion da grad nicht *AUGENROLLUNDZÄHNEKNIRSCH*

Es waren übrigens stücker 10 Exemplare in verschiedenen Altersstadien und sie hatten auch alt noch weiße Schuppen - Begleitbäume ausschließlich Fichte. Und an diesem Standort kenne ich Leccinum piceinum auch seit zwei Jahren. Die Fleischverfärbung war schwächer als bei zeitgleich gesammelter, etwa gleichalter Birken-Rotkappe und daher blieb mir nichts anderes übrig, als diese weißstieligen Dinger halt als Fíchten-Rotkappen zu bestimmen bzw. zu taufen.

Würd ich auch sagen, warum nicht. Sehr entfernt verwandte Arten machen das
(B. edulis u. C. prunulus), aber auch sehr nah verwandte (X. chrysenteron
u. cisalpinus oder A. rubescens u. spissa oder L. duriusculum u.
albostipitatum), warum also nicht auch die zwei Rotkappen?

Ja, stimmt schon. Gestern hatten wir auf 1 qm vier verschiedene Phlegmacien stehen, zum Glück sahen die halbwegs unterschiedlich aus, sonst wäre vielleicht alles im selben Topf (bzw. Herbarbeutel) gelandet ....

beste Grüße,
Andreas

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Re: Ach ja? ;-) mit Leccinum-Rätsel @Thomas

ThomasHofheim, (vor 7311 Tagen) @ Andreas

:Du hast natürlich recht und eigentlich bin ich mir ja dessen auch bewusst. Aber :ich finde so Zeugs dann halt immer in meinen Kursen und soll dann den leuten :erklären, warum das zwar schon alles so stimmt mit den Schuppen am Rotkappenstiel :- nur halt bei der Kollektion da grad nicht *AUGENROLLUNDZÄHNEKNIRSCH*

Das kommt mir schon bekannt vor. Aber ich beanspruche in solchen Fällen die volle Autorität des Kenners und mache den Leuten einfach klar, daß dieser Pilz dunkle Schuppen HAT, ganz egal was sie da jetzt so zu sehen glauben.
Ich hab mir Dein Foto jetzt auch nochmal in Ruhe angeschaut und bin überzeugt davon, daß man auch dort IN WAHRHEIT dunkle Schuppen sieht.
Wenn die Gläubigen anfangen ungläubig zu werden, dann muß der Guru ihnen den Weg zurück zum Glauben weisen.
Amen und viele Grüße
Thomas