Oh Hallimasch! *PIC*

Kattugla, (vor 7306 Tagen)

Ode an den Hallimasch

Oh Hallimasch, wie wundersam
ist deine göttlich Seel'!
Tief im Verborgnen streckest du
dein wundersam Myzel.

Ergreifest Stamm und Wurzelwerk
und strebst hinauf ins Licht,
drängst in des Sammlers Korb hinein,
hinein ins Pilzgericht.

Das jüngste soll es dir nicht sein,
zu zahlreich deine Macht.
Drum sammle ich Maronen ein
und wünsch Dir: gute Nacht!

[image]

[image]
by Kattugla,
nach heutiger Sichtung eines komplett von Hallimasch besiedelten Kahlschlags

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Hallimasch konservieren - Tips?

Kattugla, (vor 7306 Tagen) @ Kattugla

Guten Abend Forum!

Wie schon angeklungen, stolperte ich heute über Hallimasch soweit das Auge reichte. Gut, ich bin nicht die Größte, das Auge reicht nur begrenzt weit, aber auch hinter dem Horizont gings weiter mit Hallimasch.
Alte, riesige, kleine, knackige, am Stamm sitzende, auf Ästen sitzende, vergrabenes Holz besiedelnde... es scheint auf einer Fläche von einem halben Quadratkilometer nichts als Hallimasch zu geben.
Zwischendurch erwog ich ernsthaft den Bau eines Aluhütchens, um mich vor den bösen Außerirdischen zu verbergen, die dafür verantwortlich sein müssen.

Kurzum: ich hätte mit der Schubkarre die Fruchtkörper aus dem Wald schaffen müssen.
Für mich natürlich viel zu viel.
Also überlegte ich: trocknen scheidet aus (wirklich?), da die Kerle ja abgekocht werden müssen (sollen).
Einwecken ist momentan unpraktisch, da keine Gläser zur Hand. Die kann ich erst am Montag besorgen.

Gibt es noch andere Ideen, wie ich wenigstens einen Bruchteil - den knackigsten - der Pracht haltbar machen kann?

üüüberhaupt nicht gierig, aber mit frisch aktiviertem Hamster-Gen
Kattugla

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Re: Hallimasch konservieren - Tips?

Werner, (vor 7306 Tagen) @ Kattugla

Hallo,

Also überlegte ich: trocknen scheidet aus (wirklich?), da die Kerle ja
abgekocht werden müssen (sollen).
Einwecken ist momentan unpraktisch, da keine Gläser zur Hand. Die kann ich
erst am Montag besorgen.

Also, das mit dem Abkochen halte ich anders - ich koche die immer in der Suppe, schütte aber nichts weg. Probieren geht über studieren, erst mal wenig etc. Ich jedenfalls habe noch nie Pilze abgekocht, denn wenn der Geschmack für mich dann sozusagen flöten gegangen ist, muß ich die auch nicht mehr essen. Und wenn man die einfriert oder trocknet - ich trockne nur - dann kann man die genauso wieder "versuppen". Wenn man sie natürlich unbedingt nur leicht anbraten wollte, wäre das was anderes. Ich persönlich mache immer Hallimaschsuppe draus, mit Sahne, etwas Pfeffer, der Großteil der Pilze zerkleinert in der Küchenmaschine/Stabmixer etc., für den Biß ein paar größere rein. Das Ganze noch mit etwas Schnittlauch und/oder Petersilie garniert (zwecks der Optik) und dann schmeckt es mir. Köcheln tue ich die immer so um die 15 Min. und hatte noch nie Schwierigkeiten.

Ansonsten könntest Du die auch richtig zubereiten, wie Du es sonst immer machst, und dann einfrieren.

Gruß,

Werner

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Fleisch- oder Hühnerbrühe habe ich vergessen. *oT*

Werner, (vor 7306 Tagen) @ Werner

- kein Text -

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Re: Hallimasch konservieren - Tips?

Kattugla, (vor 7306 Tagen) @ Werner

Hi Werner,

das sind ja schöne Neuigkeiten...
Ich hatte vergessen zu erwähnen, daß ich lediglich über ein Gefrierfach (nix -truhe) verfüge, und das ist mit meinem Fleischvorrat belegt. *g*

Ich hatte mir auch schon überlegt, daß das mit dem Trocknen nun doch gar ned sooo schlimm wäre, notfalls kann man ja das Einweichwasser wegschütten (allerdings schade um das Aroma...).
Und die rein vom Bevorratungsvolumen her ökonomischste Lösung ist es auch...

Vertragen kann ich den Hallimsch gut. Okay, also ausprobieren. Es ist ja genug da. Und wächst noch nach...

Weitere Vorschläge?

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Re: Hallimasch konservieren - Tips?

Trüffel, (vor 7306 Tagen) @ Kattugla

Ich hatte mir auch schon überlegt, daß das mit dem Trocknen nun doch gar ned
sooo schlimm wäre, notfalls kann man ja das Einweichwasser wegschütten
(allerdings schade um das Aroma...).

Ach, das waren noch Zeiten, als wir in der Sächsischen Schweiz noch in der Boofe ein Lagerfeuer anmachen durften. (Für alle Nichtsachsen oder die, die damals noch nicht in der Sächsischen Schweiz klettern waren: eine Boofe ist ein Felsüberhang unter dem man in freier Luft im Schlafsack wettergeschützt übernachten kann.) Nach dem Klettern wurden oft Pilze gesammelt. Manchmal waren es nur Hallis. Da wurde auch nur der Topf oder die Pfanne auf die Glut gestellt und danach kein Kochwasser weggeschüttet. Und das hatte ich auch immer gut vertragen, jedenfalls besser als Butterpilze, die ich letztens erwähnt hatte.
Natürlich waren auch oft Maronen, Perlpilze, Ziegenlippen, Rotfußröhrlinge u.a. an der Reihe, je nachdem was halt so gewachsen war. Und jeder konnte dem anderen an Pilzkenntnis vertrauen. So mancher ist erst durch so ein Erlebnis zum Naturfreund geworden.
Wie sieht es heute aus? Boofen ist nur noch an wenigen Stellen erlaubt ("Nationalpark"), Feuermachen darf man im Wald überhaupt nicht mehr, seit dem wir vom Westen einverleibt wurden. Die jungen Leute klettern sowiso lieber in der Halle.
Eine solche Naturverbundenheit, wie wir sie hatten, ist nicht mehr erwünscht. Das Kirnitzschtal z.B. ist an schönen Wochenenden oft mit Autos verstopft, aber wehe, du hältst mal die Füße ins Wasser, das kann dich Strafe kosten wegen Umweltverschmutzung.
Naja, hab mich jetzt doch ganz schön vom Thema entfernt. Aber ich gehe mal davon aus, daß in fast jedem Pilzfreund auch ein Naturfreund steckt, sonst würdet ihr sicher euere Pilze irgendwo kaufen.

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@Trüffel: OT

Kattugla, (vor 7306 Tagen) @ Trüffel

...*grins*...
Wir fuhren jedes Jahr zur Klassenfahrt nach Prossen. Zum Boofen war ich da zu jung, und danach zu weicheiig. Deine Wehmut versteh ich aber...

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Re: Hallimasch konservieren - Tips?

Hermann, (vor 7306 Tagen) @ Werner

Also, das mit dem Abkochen halte ich anders - ich koche die immer in der
Suppe, schütte aber nichts weg. Probieren geht über studieren, erst mal
wenig etc.

A. mellea ist ja auch etwas.. umstritten. Man möge mich korrigieren, aber AFAIK ist bisher nichts in dem Pilz nachgewiesen worden, was tatsächlich Vergiftungen erzeugen könnte. Das im Pilz nachgewiesene antibiotisch wirkende Sesquiterpen Melleolid kann natürlich bei empfindlichen Personen viel Ärger machen. Antibiotika-Unverträglichkeiten sind ja nicht gerade selten. Andere gefundene Inhaltsstoffe wie Armillaripin (auch ein Sesquiterpen) gehen auch in die Richtung.

Leute mit Magen-Darm-Problemen bei Antibiotika oder Überempfindlichkeiten gegen ätherische Öle, Harze usw. sollten also vielleicht etwas vorsichtig bei Hallimasch sein. Sesquiterpenlactone (SQL) sind bekannt für viele allergische Reaktionen, und kommen auch in vielen Pflanzen (siehe z.B. http://www.ansci.cornell.edu/plants/toxicagents/sesqlactone/plants.html) vor.

Irgendwas muss ja an den Empfehlungen dran sein... ^^

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Bravo!!! *oT*

Der Juergen, (vor 7306 Tagen) @ Kattugla

- kein Text -

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Sesquiterpene

Kattugla, (vor 7306 Tagen) @ Hermann

Das im Pilz nachgewiesene antibiotisch
wirkende Sesquiterpen Melleolid kann natürlich bei empfindlichen Personen
viel Ärger machen. Antibiotika-Unverträglichkeiten sind ja nicht gerade
selten. Andere gefundene Inhaltsstoffe wie Armillaripin (auch ein
Sesquiterpen) gehen auch in die Richtung...

Das ist spannend. Hast Du da ein paar Linktips? Hab mich gerade auf der Spur von Sesquiterpenen und Azulen durchs Web gegooglet und finde da einige Appetithäppchen. Nur leider nicht mehr.
Vom Wacholder z.B. weiß ich, dass er antibiotisch wirkt, die enthaltenen Sesquiterpene könnten da eine Erklärung sein. Bei einigen Flechten weiß ich ebenfalls von antibiotischem Einsatz in der Volksheilkunde... bei den Pilzen würde ich mich da gerne schlaulesen...

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Re: Sesquiterpene

Hermann, (vor 7306 Tagen) @ Kattugla

Das im Pilz nachgewiesene antibiotisch

Das ist spannend. Hast Du da ein paar Linktips?

Je nach Wissensstand (in Organik):
Einführung und Grundlagen
http://en.wikipedia.org/wiki/Sesquiterpene
http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d20/20b.htm#02a

SQL in Pflanzen
http://www.ansci.cornell.edu/plants/toxicagents/sesqlactone/sesqlactone.html

Speziell Hallimasch und Verwandte:
"http://toxnet.nlm.nih.gov/cgi-bin/sis/search/r?dbs+toxline:@term+@rn+129741-56-6+@OR+@mh+%22+armillaripin+%22+@OR+@na+%22+armillaripin+%22+@OR+@ab+%22+armillaripin+%22+@OR+@kw+%22+armillaripin+%22"
"http://toxnet.nlm.nih.gov/cgi-bin/sis/search/r?./temp/~j8HMRD:@and+@kw+@term+Melleolide"
Bin mir nicht ganz sicher, ob toxnet-Links so funktionieren, ansonsten in entsprechenden Datenbanken nach "Melleolide" und "Armillaripin" suchen. In vielen anderen Pilzen sind mikrobiologisch wirksame Substanzen gefunden wurden, unter anderem auch in der Puppenkernkeule (Cordyceps militaris, Pilz des Jahren 2007), der Stoff heißt Cordycepin.

Interessant am Hallimasch ist auch, daß er in der TCM verwendung findet - allerdings als Herzmittel AFAIR.
http://www.itmonline.org/arts/gastrodia.htm

Hab mich gerade auf der Spur
von Sesquiterpenen und Azulen durchs Web gegooglet und finde da einige
Appetithäppchen. Nur leider nicht mehr.

Das wundert mich nicht. SQLs gehören zu den sekundären Pflanzeninhaltsstoffen, und da hat man erst angefangen zu suchen. Einige sind seit Jahrzehnten bekannt, aber Terpene und deren Abkömmlinge sind eine der großen Hauptgruppen innerhalb der bekannten biochemischen Wirkstoffe. Durch moderne Computeranalytik braucht man heute nur bedeutend weniger Zeit, Strukturen aufzuklären und eventuell Vollsynthese zu machen. Viele der Publikationen sind erst in den 90igern und später entstanden, es gibt auch ein mehr oder weniger eigenes Journal zu dem Thema:
http://www.begellhouse.com/journals/708ae68d64b17c52.html

Vom Wacholder z.B. weiß ich, dass er antibiotisch wirkt, die enthaltenen
Sesquiterpene könnten da eine Erklärung sein. Bei einigen Flechten weiß
ich ebenfalls von antibiotischem Einsatz in der Volksheilkunde... bei den
Pilzen würde ich mich da gerne schlaulesen...

Naja, das "Schimmelpilze" antibakteriell wirken, fand ja schon Flemming heraus.. ;) Die Erkenntnis, daß auch höhere Pilze bzw. deren Myzele und Fruchkörper eine Analyse wert sind, ist noch nicht sooo lange her. Aber ganz allgemein ist man bei den sekundären Pflanzeninhaltsstoffen noch ziemlich am Anfang.
Manchmal wird erst mal großflächiges Screening gemacht:
"http://www.scielo.br/scielo.php?sript=sci_arttext&pid=S0074-02762003000700019&lng=es&nrm=iso&tlng=en"
"http://www.springerlink.com/content/p65r2660651u7k76/"
(Beim ersten Link mußte ich einen Schreibfehler einbauen, da das Forum das Wort "s_c_ript" nicht akzeptiert sondern maskiert.)

Teilweise halt so neu, daß es Löhnartikel sind.. da ist dann die nächste Bibliothek angesagt.

Zu bedenken ist aber auch: Es gibt wohl mehr der Gesundheit abträgliche Terpenoide sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe als welche mit "Heilwirkungen". Fast alle Magen-Darm-Vergiftungen durch Pilze gehören dazu, sehr viele schwere Allergien und generell die gesamte Palette an Wirkungen auf den menschlichen Organismus. Das liegt einfach daran, daß diese Substanzgruppe so vielfältig ist und vom Duftstoff bis zum tödlich giftigen Zellgift in etwa so ziemlich alles vertreten ist... ^^

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...wuaaah... Lesestoff! Danke! *oT*

Kattugla, (vor 7305 Tagen) @ Hermann

- kein Text -

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Re: Oh Hallimasch!

Ingo, (vor 7305 Tagen) @ Kattugla

Hallo Kattugla!

Wunderschöne Poesie, die du da meinem Lieblingsspeisepilz widmest.

Zum konservieren machen sich die Hallis wunderbar. Getrocknet und
pulverisiert ergeben sie eine gute Würze. Harald Andres' Rezept
mit dem Olivenöl auf Essigwasser macht auch super Ergebnisse.

Am besten ist aus meiner Erfahrung folgendes Rezept:
Die geputzten und geschnittenen Pilze werden in einem Topf etc. mit
möglichst großer Kochfläche in ein wenig Butter (20g/kg Frischpilze)
und einer Prise Salz bei großer Hitze geschmort, bis die Flüssigkeit
verdampft ist. Dabei muß ständig umgerührt werden, sonst brennen sie an.

Ist die Flüssigkeit verdampft, werden die Pilze in ein möglichst großes,
flaches Behältnis gefüllt und auf den Balkon gestellt, damit sie möglichst
schnell abkühlen. Sind sie dann nach ca. einer Stunde kalt, werden sie in
Portionsbeutel eingeschweißt und kommen in die Tiefi. Zur Zubereitung werden
dann die gefrorenen Pilze so wie sie sind in die Pfanne getan. Naja - die Tüte
muß vorher schon entfernt werden. So zubereitet schmecken die Pilze dann fast
wie neu. So mache ich das übrigens mit allen anderen Speisepilzen auch.
Der Qualitätsverlust ist bei dieser Zubereitungsart für mich am geringsten.

Ach ja. Das Kochwasser braucht man dabei nicht wegzukippen. Es ist ja bereits
verdunstet. Entweder du verträgst den Hallimasch, oder nicht. Mit dem Kochwasser
würde man auch das gute Aroma fortschütten. Kein Wunder, dass die Art nicht
allzu beliebt ist. Ich würde dafür jeden Steinpilz stehen lassen.

Schade eigentlich, dass du keine Kühltruhe hast. Ich habe mir im vorigen Jahr
auch eine Extra-Truhe zulegen müssen. Ich muß nämlich hin und wieder auch
einen größeren Posten Dorschfilet unterbringen.

Schöne Grüße aus B. - Ingo

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Geruch beim Hallimasch-Abkochen

florian31, (vor 7304 Tagen) @ Ingo

Hallo allerseits,

habe heute große Mengen Hallimasch gefunden und einige davon gesammelt.

Woltl grad selbst einen Thread eröffnen, da fand ich Euren und da passt auch meine Frage hin.

Frisch rochen die Pilze unheimlich lecker! - Beim Abkochen dann war es so unangenehm, dass man sich nicht mehr im gleichen Zimmer aufhalten wollte.

Es roch irgendwie...mhm schwer zu beschreiben, mein Bruder sagte "nach Pilz, nur viel intensiver und unangenehmer";), ich selbst fand es fast etwas algig.

Außerdem sehen sie jetzt nach dem Abkochen dunkel und unappetitlich aus.

Ist das normal? Beim In-Butter-Anbraten ging der Geruch ein bisschen weg, aber es roch doch nicht wirklich so richtig lecker.

Liegt das jetzt an dem Abkochen!?

Es wäre so schade, wenn die vielen gepflückten Pilze umsonst gepflückt wären.

Das mit dem Aromaverlust leuchtet auch ein, finde es interessant, dass viele hier sagen, das Abkochen sei nicht unbedingt nötig. Wenn dieser unangenehme Geruch am Abkochen liegt, dann werde ich das in Zukunft sein lassen.

Wäre sehr dankbar für Hinweise!

Viele Grüße, Florian

Hallo Kattugla!
Wunderschöne Poesie, die du da meinem Lieblingsspeisepilz widmest.
Zum konservieren machen sich die Hallis wunderbar. Getrocknet und
pulverisiert ergeben sie eine gute Würze. Harald Andres' Rezept
mit dem Olivenöl auf Essigwasser macht auch super Ergebnisse.
Am besten ist aus meiner Erfahrung folgendes Rezept: Die geputzten und
geschnittenen Pilze werden in einem Topf etc. mit
möglichst großer Kochfläche in ein wenig Butter (20g/kg Frischpilze)
und einer Prise Salz bei großer Hitze geschmort, bis die Flüssigkeit
verdampft ist. Dabei muß ständig umgerührt werden, sonst brennen sie an.
Ist die Flüssigkeit verdampft, werden die Pilze in ein möglichst großes,
flaches Behältnis gefüllt und auf den Balkon gestellt, damit sie möglichst
schnell abkühlen. Sind sie dann nach ca. einer Stunde kalt, werden sie in
Portionsbeutel eingeschweißt und kommen in die Tiefi. Zur Zubereitung werden
dann die gefrorenen Pilze so wie sie sind in die Pfanne getan. Naja - die
Tüte
muß vorher schon entfernt werden. So zubereitet schmecken die Pilze dann fast
wie neu. So mache ich das übrigens mit allen anderen Speisepilzen auch.
Der Qualitätsverlust ist bei dieser Zubereitungsart für mich am geringsten.
Ach ja. Das Kochwasser braucht man dabei nicht wegzukippen. Es ist ja bereits
verdunstet. Entweder du verträgst den Hallimasch, oder nicht. Mit dem
Kochwasser
würde man auch das gute Aroma fortschütten. Kein Wunder, dass die Art nicht
allzu beliebt ist. Ich würde dafür jeden Steinpilz stehen lassen.
Schade eigentlich, dass du keine Kühltruhe hast. Ich habe mir im vorigen Jahr
auch eine Extra-Truhe zulegen müssen. Ich muß nämlich hin und wieder auch
einen größeren Posten Dorschfilet unterbringen.
Schöne Grüße aus B. - Ingo

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Re: Geruch beim Hallimasch-Abkochen

Ingo, (vor 7303 Tagen) @ florian31

Hallo Florian,

ich finde auch, dass die Hallimasch beim Kochen nicht so besonderen
Geruch verströmen. Ich meine da sogar das Aroma von Seifenlauge
zu erriechen. Wenn der Sud aber fortgedünstet ist, bleiben Hallimasch
mit feinstem Pilzgeschmack übrig, die für jede erdenkliche Zubereitungsart
geeignet sind. Das ist allerdings nur meine Meinung zum Thema.

Viele Grüße - Ingo

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Re: Geruch beim Hallimasch-Abkochen

florian31, (vor 7301 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo!

Ok...also die Seife, die habe ich irgendwie nicht gerochen, aber vielleicht weiß ich auch nicht genau, wie Seifenlauge riecht. Die Pilze selbst haben in der Suppe hinterher dann aber tatsächlich sehr gut geschmeckt, ganz wie Du schreibst.

Danke für Deinen Hinweis und viele Grüße!

Florian

Hallo Florian,
ich finde auch, dass die Hallimasch beim Kochen nicht so besonderen
Geruch verströmen. Ich meine da sogar das Aroma von Seifenlauge
zu erriechen. Wenn der Sud aber fortgedünstet ist, bleiben Hallimasch
mit feinstem Pilzgeschmack übrig, die für jede erdenkliche Zubereitungsart
geeignet sind. Das ist allerdings nur meine Meinung zum Thema.
Viele Grüße - Ingo