Das im Pilz nachgewiesene antibiotisch
Das ist spannend. Hast Du da ein paar Linktips?
Je nach Wissensstand (in Organik):
Einführung und Grundlagen
http://en.wikipedia.org/wiki/Sesquiterpene
http://www.biologie.uni-hamburg.de/b-online/d20/20b.htm#02a
SQL in Pflanzen
http://www.ansci.cornell.edu/plants/toxicagents/sesqlactone/sesqlactone.html
Speziell Hallimasch und Verwandte:
"http://toxnet.nlm.nih.gov/cgi-bin/sis/search/r?dbs+toxline:@term+@rn+129741-56-6+@OR+@mh+%22+armillaripin+%22+@OR+@na+%22+armillaripin+%22+@OR+@ab+%22+armillaripin+%22+@OR+@kw+%22+armillaripin+%22"
"http://toxnet.nlm.nih.gov/cgi-bin/sis/search/r?./temp/~j8HMRD:@and+@kw+@term+Melleolide"
Bin mir nicht ganz sicher, ob toxnet-Links so funktionieren, ansonsten in entsprechenden Datenbanken nach "Melleolide" und "Armillaripin" suchen. In vielen anderen Pilzen sind mikrobiologisch wirksame Substanzen gefunden wurden, unter anderem auch in der Puppenkernkeule (Cordyceps militaris, Pilz des Jahren 2007), der Stoff heißt Cordycepin.
Interessant am Hallimasch ist auch, daß er in der TCM verwendung findet - allerdings als Herzmittel AFAIR.
http://www.itmonline.org/arts/gastrodia.htm
Hab mich gerade auf der Spur
von Sesquiterpenen und Azulen durchs Web gegooglet und finde da einige
Appetithäppchen. Nur leider nicht mehr.
Das wundert mich nicht. SQLs gehören zu den sekundären Pflanzeninhaltsstoffen, und da hat man erst angefangen zu suchen. Einige sind seit Jahrzehnten bekannt, aber Terpene und deren Abkömmlinge sind eine der großen Hauptgruppen innerhalb der bekannten biochemischen Wirkstoffe. Durch moderne Computeranalytik braucht man heute nur bedeutend weniger Zeit, Strukturen aufzuklären und eventuell Vollsynthese zu machen. Viele der Publikationen sind erst in den 90igern und später entstanden, es gibt auch ein mehr oder weniger eigenes Journal zu dem Thema:
http://www.begellhouse.com/journals/708ae68d64b17c52.html
Vom Wacholder z.B. weiß ich, dass er antibiotisch wirkt, die enthaltenen
Sesquiterpene könnten da eine Erklärung sein. Bei einigen Flechten weiß
ich ebenfalls von antibiotischem Einsatz in der Volksheilkunde... bei den
Pilzen würde ich mich da gerne schlaulesen...
Naja, das "Schimmelpilze" antibakteriell wirken, fand ja schon Flemming heraus.. ;) Die Erkenntnis, daß auch höhere Pilze bzw. deren Myzele und Fruchkörper eine Analyse wert sind, ist noch nicht sooo lange her. Aber ganz allgemein ist man bei den sekundären Pflanzeninhaltsstoffen noch ziemlich am Anfang.
Manchmal wird erst mal großflächiges Screening gemacht:
"http://www.scielo.br/scielo.php?sript=sci_arttext&pid=S0074-02762003000700019&lng=es&nrm=iso&tlng=en"
"http://www.springerlink.com/content/p65r2660651u7k76/"
(Beim ersten Link mußte ich einen Schreibfehler einbauen, da das Forum das Wort "s_c_ript" nicht akzeptiert sondern maskiert.)
Teilweise halt so neu, daß es Löhnartikel sind.. da ist dann die nächste Bibliothek angesagt.
Zu bedenken ist aber auch: Es gibt wohl mehr der Gesundheit abträgliche Terpenoide sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe als welche mit "Heilwirkungen". Fast alle Magen-Darm-Vergiftungen durch Pilze gehören dazu, sehr viele schwere Allergien und generell die gesamte Palette an Wirkungen auf den menschlichen Organismus. Das liegt einfach daran, daß diese Substanzgruppe so vielfältig ist und vom Duftstoff bis zum tödlich giftigen Zellgift in etwa so ziemlich alles vertreten ist... ^^