Heute im Spessart *PIC*

Hans-Jürgen, (vor 7306 Tagen)

Zwischen den Pilzen braucht man auch mal was zwischen die Zähne. Also haben Rudi, Thomas/42, Adlerauge Lu und ich heute gegen Mittag das Gasthaus Zum Hohen Knuck im Hafenlohrtal aufgesucht. Wir saßen nicht lange, da kamen zwei Ehepaare mit einer Tasche voller Pilze. Ob sie viel gefunden hätten, fragte Lu. Schon, kam die Antwort. Für eine Mahlzeit würde es gut reichen. Was sie denn so alles gefunden hätte, fragte Lu neugierig nach. Vor allem Frauentäublinge, kam die prompte Antwort. "Frauentäublinge?" Wir staunten zu viert. Doch doch, versicherte man uns, exzellente Speisepilze seien das. Das seien Frauentäublinge in der Tat, meinten wir, aber dass man sie hier und jetzt finden könne, würde uns doch sehr überraschen. Ob wir sie wohl mal sehen könnten. Klar, hieß es. Und dann kamen sie aus dem Sack, die Frauentäublinge (Foto nachgestellt):

[image]

Das seien leider keine Frauentäublinge, meinten wir, sondern schlichte Nebelkappen (oder auch nebelgraue Trichterlinge). Und die seien nun wahrlich keine guten Speisepilze, sondern würden von vielen Menschen überaus schlecht vertragen. Vom Verzehr sei daher eigentlich abzuraten, auch wenn manche Menschen diese Pilze durchaus vertrügen.

Hat aber alles nichts geholfen. Die essen wir schon seit zwanzig Jahren, hieß es lapidar. Und uns geht's gut.

Na denn: Wohl bekomm's. Es hätte übrigens reichlich Steinpilze und Flockis und Maronen gegeben. Aber das alles kommt gegen einen so vorzüglichen Speisepilz wie die nebelgrauen Frauentäublinge natürlich nicht an ...

Mehr Bilder und Berichte (sicher auch von Rudi), sobald das Mikroskop warmgelaufen ist.

Gruß
Hans-Jürgen

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Re: Heute im Spessart

Max, (vor 7306 Tagen) @ Hans-Jürgen

Hallo Hans-Jürgen

Der in meinem Wandergebiet zuständige Wildhüter wohnt im selben Dorf wie ich und kommt mir mangels amtlicher Pilzkontrollstelle in unserer Nähe, regelmässig seine gesammelten Pilze vorzeigen. Der kennt die Nebelkappe bestens, will aber jeweils nur meine Bestätigung einholen, dass es sich bei seinem Fund tatsächlich um Nebelkappen handelt.
Dem kann ich diese Köstlichkeiten auch nicht ausreden. Schon sein Grossvater und auch sein Vater hätten diese Pilze gesammelt und damit herrliche Wildgerichte zubereitet.
Da will ich ihm dann nicht widersprechen, zumal ich ihm auch schon während der Jagdzeit in dichtem Unterholz auf der Suche nach Pilzen vor die Flinte gelaufen bin...

Gruss Max

Zwischen den Pilzen braucht man auch mal was zwischen die Zähne. Also haben
Rudi, Thomas/42, Adlerauge Lu und ich heute gegen Mittag das Gasthaus Zum
Hohen Knuck im Hafenlohrtal aufgesucht. Wir saßen nicht lange, da kamen
zwei Ehepaare mit einer Tasche voller Pilze. Ob sie viel gefunden hätten,
fragte Lu. Schon, kam die Antwort. Für eine Mahlzeit würde es gut reichen.
Was sie denn so alles gefunden hätte, fragte Lu neugierig nach. Vor allem
Frauentäublinge, kam die prompte Antwort. "Frauentäublinge?" Wir
staunten zu viert. Doch doch, versicherte man uns, exzellente Speisepilze
seien das. Das seien Frauentäublinge in der Tat, meinten wir, aber dass
man sie hier und jetzt finden könne, würde uns doch sehr überraschen. Ob
wir sie wohl mal sehen könnten. Klar, hieß es. Und dann kamen sie aus dem
Sack, die Frauentäublinge (Foto nachgestellt):
Das seien leider keine Frauentäublinge, meinten wir, sondern schlichte
Nebelkappen (oder auch nebelgraue Trichterlinge). Und die seien nun
wahrlich keine guten Speisepilze, sondern würden von vielen Menschen
überaus schlecht vertragen. Vom Verzehr sei daher eigentlich abzuraten,
auch wenn manche Menschen diese Pilze durchaus vertrügen.
Hat aber alles nichts geholfen. Die essen wir schon seit zwanzig Jahren, hieß
es lapidar. Und uns geht's gut.
Na denn: Wohl bekomm's. Es hätte übrigens reichlich Steinpilze und Flockis
und Maronen gegeben. Aber das alles kommt gegen einen so vorzüglichen
Speisepilz wie die nebelgrauen Frauentäublinge natürlich nicht an ...
Mehr Bilder und Berichte (sicher auch von Rudi), sobald das Mikroskop
warmgelaufen ist.
Gruß
Hans-Jürgen

Eintrag gesperrt
11 Aufrufe

Re: Heute im Spessart 9 Bilder *PIC*

Rudi, (vor 7306 Tagen) @ Hans-Jürgen

Wie Hans-Jürgen schon angedroht hat, hier meine Eindrücke:
Hochspessart:
[image]
das bereits bekannte Laubholz-Muschelfüßchen,Psilocybe horizontalis, der Nachwuchs:
[image]
der beringte Erdritterling, Tricholoma cingulatum:
[image]
jetzt zwei altbekannte:
[image]
[image]
ein (Kröten)-Öhrling, Otidea bufonia?:
[image]
der filzige Gelbfuß, Chroogomphus helveticus, nach Atlas immerhin Erstfund für Unterfranken! Von Thomas 42 im Fichtenwald aufgegabelt:
[image]
auch von Thomas gefunden , der Mausgraue Scheidling, Volvariella murinella:
[image]
und wers bis jetzt ausgehalten hat, bekommt auch ein Blümchen (Habichtskraut, Hiercium sp?):
[image]
LG Rudi

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

Re: Heute im Spessart

ziggi, (vor 7306 Tagen) @ Hans-Jürgen

Das seien Frauentäublinge in der Tat, meinten wir, aber dass
man sie hier und jetzt finden könne, würde uns doch sehr überraschen.

Ich habe hier aber tatsächlich am Wochenende noch einige Frauentäublinge gefunden.

Na denn: Wohl bekomm's. Es hätte übrigens reichlich Steinpilze und Flockis
und Maronen gegeben. Aber das alles kommt gegen einen so vorzüglichen
Speisepilz wie die nebelgrauen Frauentäublinge natürlich nicht an ...

Sah hier im Wald aber ähnlich aus. Violette Rötelritterlinge, Hallimasch, Maronen... alle unversehrt. Die Nebelkappen... abgeschnitten. Auf dem Weg zurück haben mich dann Leute gefragt, was ich gefunden habe. Ich habe ihnen die Rötelritterlinge gezeigt und gleich gemeint, dass die besser wären als die Nebelkappen. Hat sie aber auch nicht wirklich beeindruckt. Einige Wochen in Salz mit Dill (AdR: wenn sie dann also nur noch nach Salz und Dill schmecken) wären die unschlagbar, basta.

Gruß Markus

P.s.: Ich hab nichts öfter gesehen als Fliegenpilze, der Wald sieht echt aus wie im Märchen. Werden die nicht als selten eingestuft?