Clitocybe gibba? *PIC*

Hermann, (vor 7303 Tagen)

Oder ist es Lepista flaccida, syn. Lepista gilva? Dafür ist mir aber der Stiel zu dünn. Oder mal wieder ein anderer Trichterling/Rötelritterling der in keinem Buch steht? ^^

Geruch nicht bestimmbar - zumindest nichts, was meine Nase irgendwie definieren könnte. Nicht unangenehm. Standort: Zwischen Brennesseln und Stachelbeeren - *autsch* - an einem Wegrand, Kiefern in der Nähe, Boden mit Sicherheit stark gedüngt, Laubreste mit Nadeln und Gras. Myzelfilz mit Blättern und Humus am Stielende, teilweise 5-10 Fruchtkörper an so einem "Laubbrocken". Stiel zäh.

[image]

[image]

[image]

[image]

[image]

[image]

[image]

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Re: Clitocybe gibba?

winerius, (vor 7303 Tagen) @ Hermann

Hallo Hermann,

wenn ich mich recht entsinne kann man bei Lepista die Lamellen leicht von der Huttrama trennen bei Clitocybe sollte das nicht so leicht gelingen. Schon mal ausprobiert?
Wenn man also die Lamellen einfach mit dem Finger oder Messer wegschieben kann dann sollte es in Richtung Lepista gehen.
Aber warten wir mal ab was die Experten so schreiben.

Gruß
Werner

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

sieht ganz nach c. gibba aus *oT*

coco, (vor 7303 Tagen) @ Hermann

- kein Text -

Eintrag gesperrt
10 Aufrufe

Re: Clitocybe gibba? *PIC*

Robert_B, (vor 7303 Tagen) @ Hermann

ich würde auf C.gibba tippen. Anbei beide Arten (oder zumindest halte ich sie dafür) wie ich sie die letzten Tage gefunden habe. Das mit den leicht löslichen Lamellen ist übrigens ein ziemlich markantes Merkmal für den Röteltrichterling.

Clitocybe gibba - Ockerbrauner Trichterling
[image]
[image]

Lepista flaccida - Fuchsiger Röteltrichterling
[image]
[image]

Grüßle
Robby

Oder ist es Lepista flaccida, syn. Lepista gilva? Dafür ist mir aber der
Stiel zu dünn. Oder mal wieder ein anderer Trichterling/Rötelritterling
der in keinem Buch steht? ^^
Geruch nicht bestimmbar - zumindest nichts, was meine Nase irgendwie
definieren könnte. Nicht unangenehm. Standort: Zwischen Brennesseln und
Stachelbeeren - *autsch* - an einem Wegrand, Kiefern in der Nähe, Boden
mit Sicherheit stark gedüngt, Laubreste mit Nadeln und Gras. Myzelfilz mit
Blättern und Humus am Stielende, teilweise 5-10 Fruchtkörper an so einem
"Laubbrocken". Stiel zäh.

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Re: Clitocybe gibba?

Waldschrat, (vor 7302 Tagen) @ Hermann

Hallo Hermann,
solche Pilze hatte ich 2004 im Vorsommer(!) massenhaft auf Nadelreisig gefunden. Hutfarbe intensiv rosabraun, Hutmitte gedellt, aber nicht eben markant genabelt. Sporen konform Clitocybe. Hatte sie als C. gibba abgetan, aber hm...
Gruß- Waldschrat

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Re: Clitocybe gibba?

Hermann, (vor 7302 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Hermann,
solche Pilze hatte ich 2004 im Vorsommer(!) massenhaft auf Nadelreisig
gefunden. Hutfarbe intensiv rosabraun, Hutmitte gedellt, aber nicht eben
markant genabelt. Sporen konform Clitocybe. Hatte sie als C. gibba
abgetan, aber hm...

Naja, es paßt irgendwie beides nicht so richtig. Für den Rötelritterling ist mir der Stiel viel zu dünn und die Form ist irgendwie zu.. schlank, aber die Lamellen lassen sich ähnlich lösen wie bei einer Nebelkappe. *seufz*

Muss mir doch wieder ein gutes Mikroskop holen..

Btw.. die diversen Bücher sind sich nicht sooo einig drüber, ob C. gibba nu eßbar oder eher nicht ist. Hat die jemand mal solo probiert?

Heute per Zufall wieder eine ganze Horde Parasols gefunden - Riesendinger, damit kann man jemanden glatt umhauen. Sind nu im Trockenofen.. ^^

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Re: Clitocybe gibba?

Werner, (vor 7302 Tagen) @ Hermann

Hallo,

Btw.. die diversen Bücher sind sich nicht sooo einig drüber, ob C. gibba nu
eßbar oder eher nicht ist. Hat die jemand mal solo probiert?

Seit neuestem wird Pilzberatern empfohlen, diesen Pilz nicht mehr freizugeben. Grund: Verwechslungsmöglichkeiten (sehr hoch!) mit Clitocybe amoenolens - einem verwandten des tödlich giftigen C. acromelalga aus Japan. Bisher wurde der meines Wissens in D noch nicht nachgewiesen, breitet sich aber langsam in Europa aus. Die Wahrscheinlichkeit, den zu erwischen, ist zwar minimal, doch würde ich es bei C. gibba auch dabei belassen, denn der zu erwartende Genuß steht in keinem Verhältnis zum Acromelalga-Syndrom, das eine der fürchterlichsten Todesarten darstellt, die man sich mit Pilzen zuziehen kann. C. gibba wenn ich bloß anschaue, weiß ich schon, daß der niemals wirklich schmecken kann - außer nach Zugabe von pfundweise Knoblauch, Pfeffer, Schnittlauch etc. eben nach "pfundweise Knoblauch, Pfeffer Schnittlauch :-)

Hier noch Links zum Thema:

http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d/2004/2004-20/2004-20-058.PDF
http://www.ciqcaq.ch/Pilze/syndrome/acromelaga_syndrom.htm
http://www.pilzzeit.de/berichte/neuartig-syndrom.html

Da sich die wärmeliebenden Arten momentan nach Mitteleuropa ausbreiten, ist es nicht ausgeschlossen, daß dieser Pilz schon in wärmebegünstigen Regionen/Stellen in D auftritt.

Gruß,

Werner

Eintrag gesperrt
10 Aufrufe

Re: Clitocybe gibba?

Hermann, (vor 7302 Tagen) @ Werner

Hallo,
Seit neuestem wird Pilzberatern empfohlen, diesen Pilz nicht mehr
freizugeben. Grund: Verwechslungsmöglichkeiten (sehr hoch!) mit Clitocybe
amoenolens

"ähnlich Lepista inversa, jedoch mit einem Geruch, der an Jasmin oder überreife Birnen erinnert"

Hmmm.. gibt es sonst noch Unterscheidungsmerkmale?

C. gibba wenn ich bloß anschaue,
weiß ich schon, daß der niemals wirklich schmecken kann - außer nach
Zugabe von pfundweise Knoblauch, Pfeffer, Schnittlauch

Naja, vom Aussehen würde ich keinen Pilz beurteilen.. ;) Werde wohl mal ein, zwei Testbraten/kochen.

Da sich die wärmeliebenden Arten momentan nach Mitteleuropa ausbreiten, ist
es nicht ausgeschlossen, daß dieser Pilz schon in wärmebegünstigen
Regionen/Stellen in D auftritt.

Wäre hier durchaus zutreffen. Seeehr warme Gegend hier. Die im Netz gefundenen Bilder passen aber nu gar nicht.

http://www.funghiitaliani.it/micotox/clitocybe.jpg
"http://perso.orange.fr/famm/Photos/Bull4/Clitocybe%20amoenolens.jpg"

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Re: Clitocybe gibba?

Werner, (vor 7302 Tagen) @ Hermann

Hallo,

http://www.funghiitaliani.it/micotox/clitocybe.jpg

"http://perso.orange.fr/famm/Photos/Bull4/Clitocybe%20amoenolens.jpg"

Naja, 2 Bilder im Netz zeigen ja nicht die ganze Bandbreite des Möglichen. Außerdem bin ich mir sicher, daß das 2. Bild im Wald von vielen Speisepilzsuchern verwechselt würde. Auch die 2 Hüte links im ersten Bild sehen nicht so unheimlich anders aus.

Clitocybe acromelalga kommt auf den Bildern noch näher, ist aber m.W. in Europa noch nicht nachgewiesen worden.

Gruß,

Werner

Eintrag gesperrt
10 Aufrufe

Re: Clitocybe gibba?

KlausB, (vor 7302 Tagen) @ Hermann

Hallo Hermann,
nach meiner Ansicht sind die beiden Arten makroskopisch nur sehr schwer zu unterscheiden, sogar bei Walter Pätzold in Hornberg gab es dazu Diskussionen (obwohl er dann am Ende richtig lag).
Was hier aber immer hilft, ist ein kurzer Blick ins Mikroskop, sind die Sporen leicht warzig, handelt es sich um den Fuchsigen Röteltrichterling (Lepista flaccida).
So hab ich mir in diesem Jahr auch schon 2 mal schnell beholfen und konnte die Art schnell bestimmen.

Klaus

Oder ist es Lepista flaccida, syn. Lepista gilva? Dafür ist mir aber der
Stiel zu dünn. Oder mal wieder ein anderer Trichterling/Rötelritterling
der in keinem Buch steht? ^^
Geruch nicht bestimmbar - zumindest nichts, was meine Nase irgendwie
definieren könnte. Nicht unangenehm. Standort: Zwischen Brennesseln und
Stachelbeeren - *autsch* - an einem Wegrand, Kiefern in der Nähe, Boden
mit Sicherheit stark gedüngt, Laubreste mit Nadeln und Gras. Myzelfilz mit
Blättern und Humus am Stielende, teilweise 5-10 Fruchtkörper an so einem
"Laubbrocken". Stiel zäh.

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Re: Clitocybe gibba?

phragmobasidie, (vor 7301 Tagen) @ KlausB

Hallo,

nach meiner Ansicht sind die beiden Arten makroskopisch nur sehr schwer zu
unterscheiden, sogar bei Walter Pätzold in Hornberg gab es dazu
Diskussionen (obwohl er dann am Ende richtig lag).

na gut, dann kann ich mich ja mal hervorwagen und sagen, dass ich eher glaube,
dass es sich bei den hier gezeigten Pilzen um Lepista handelt.
Der Hut von oben sieht aufgrund der Flecken so aus.

schöne Grüße
Robin