Röhrlinge für Anfänger

Bastian, (vor 7302 Tagen)

Hallo Liebe Leute

Heute habe ich endlich mal die Gunst der Stunde genutzt und ein paar Röhrlinge gesammelt.

Ich bin bin mir ziehmlich sicher nur essbare Pilze gefunden zu haben, möchte aber nochmal sicher gehen, auch wenn ich pilzerfahrene Bekannte die Pilze nochmal gezeigt habe.

Vielleicht auch für die nächsten Male: Wie erkenne ich ungeniessbare oder den giftigen Satanspilz genau? Habe zwar einige Beschreibungen schonmal gelesen, wollte aber nochmal von Sammelprofis ;-) hören, wie sie diese Pilze beschreiben würden.

Würde mich freuen von euch zu hören (lesen), stelle nacher auch nochmal ein Bild online von dem Sammelerfolg.

Gruss
Bastian

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Bilder *PIC*

Bastian, (vor 7302 Tagen) @ Bastian

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Re: Bilder

Pilzebub, (vor 7302 Tagen) @ Bastian

Hi Bastian,

Gratulation zu deinem Fund!
Paß aber auf, weil der Röhrling oben links (ohne Stiel) verdächtig nach Gallenröhrling aussieht!
Zumindest sehen auf dem Foto die Röhren ziemlich fleischfarben aus!
Dieser verdirbt dann das gesamte Pilzgericht, da gallenbitter!!!

LG Basti

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Re: Bilder

Bastian, (vor 7302 Tagen) @ Pilzebub

Hi Basti!

Danke für den Tip, den werde ich dann mal vorsichtshalber weglassen.

Ich denke, wenn ich nur die nehme die eine kastanienbraune Kappe und gelbliche, auf Druck blauefärbende Röhren haben, bin ich erstmal sicher oder? ;-)

Gruss
Bastian

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Mag sonst keine schreiben? *oT*

Bastian, (vor 7301 Tagen) @ Bastian

- kein Text -

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Re: Mag sonst keine schreiben?

Andreas ⌂, (vor 7301 Tagen) @ Bastian

Hallo Bastian,

Pilze nach Bildern zu bestimmen ist schwierig und mit Unsicherheiten behaftet. Es fehlen manche Merkmale wie Geruch, geschmack und einfach "das Gefühl" für den Pilz, da man ihn ja nicht anfassen kann. Ich kann ihn nicht durchschneiden um zu sehen ob er sich verfärbt und ich kann auch nicht beurteilen ob die Pilze noch jung genug, schon zu alt oder gar schimmelig sind. Ferner weiß ich noch nicht mal, ob und welchen Farbstich die Bilder eventuell haben, mein Bildschirm ist sicherlich auch nicht kalibriert.

Aus diesen Gründen ist es Pilzberatern (zumeist zurecht) nicht erlaubt, Speiseilz-Beratungen via Bildern vorzunehmen.

Natürlich kann ich oder auch andere Dir meine/ihre Meinung zu den Pilzen sagen, aber sie wird nicht 100% sicher sein. 100% Sicherheit hast Du dann, wenn Di Deine Pilze einem DGfM-geprüften Pilzberater zeigst oder zumindest einem Pilzkenner der einen vergleichbaren Wissensstand hat. Und diesen wirklich auch HAT und nicht nur MEINT ihn zu haben ;-)

Zu Deinen Pilzen kann ich Dir sagen dass alle nach Maronen-Röhrlingen AUSSEHEN, soweit das eben an diesen Bildern beurteilt werden kann. Dabei sind aber auch einige teilverdeckte Pilze oder solche die zu sehr im Schatten liegen als dass man es genau beurteilen könnte. 2 Fruchtkörper würde ich vielleicht eher als Birken-Röhrling ansprechen, aber es ist Tasten im Dunkeln ...

beste Grüße,
Andreas

www.pilzkurse.de - www.mollisia.de

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Re: Mag sonst keine schreiben?

Trüffel, (vor 7301 Tagen) @ Bastian

Hallo Bastian,
ich wollte dir ja gestern abend schon schreiben, aber ich konnte mich nicht einloggen, es gab Probleme mit meinem Passwort.
Andreas hat ja inzwischen schon alles gesagt. und ich bin sowieso kein Experte. Bei solchen Fotos mit künstlichem Licht ist die Bestimmung doch recht unsicher. Z.B. Mitte rechts, der auf dem Kopf steht: Ist der Stiel wirklich rot oder täuscht das nur? Für den Rotfußröhrling würde die Röte etwas zu weit hinaufgehen. Der ungenießbare Rotfußröhrling dürfte es aber auch nicht sein.
Leicht rechts von der Mitte könnte vielleicht eine Ziegenlippe sein, der Stiel ist ziemlich schlank und wie es aussieht auch etwas gebogen.
Mitte unten könnte ein Birkenpilz sein.
Ich würde mal so sagen, wenn Stiel oder Röhren rot sind, solltest du dir die Dinger einfach etwas genauer angucken. Wenn er aussieht wie eine Ziegenlippe und nur untere Teil des Stiels ist rötlich, auch Verletzungen am Hut, dann ist es der Rotfußröhrling. Ich würde ihn wie auch die Ziegenlippe als einen sehr guten Speisepilz bezeichnen, aber darüber gehen die Meinungen etwas auseinander, aber wenn er noch jung ist, lohnt er sich auf jeden Fall. Die anderen giftigen oder ungenießbaren roten Röhrlinge (Satan, Flockiger und Netzstieliger Hexenröhrling, Schönfußröhrling, das sind so die wichtigsten) sind übrigens eng mit dem Steinpilz verwandt, im Gegensatz zum Bitterröhrling, der nur weitläufig mit ihm verwandt ist, obwohl er ihm sehr ähnlich sehen kann. Den "Netzi" sollte man nicht mit Alkohol zusammen geniesen, auch davor und danach nicht.
Und Röhrlinge, die auf Kartoffelbovisten schmarotzen, solltest du auch nicht sammeln. Auch wenn er aussieht wie eine kleine Ziegenlippe, der Schmarotzerröhrling ist ungenießbar.
In den Höhenlagen der Mittelgebirge gibt es noch den Düsteren oder Porphyrröhrling. Der ist überall braun. Da gehen die Meinung auch auseinander, ob er ein minderwertiger Speisepilz oder ungenießbar ist, jedenfalls ist er nicht giftig. Ich habe ihn bis jetzt nur am Schneekopf (Thür. Wald) und in den Höhenlagen des Thür. Schiefergebirges gefunden.
So, das war zwar alles sehr laienhaft, aber für andere Laien vielleicht verständlich ;-)

Gruß
Micha

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Re: Mag sonst keine schreiben?

pfifferling, (vor 7297 Tagen) @ Trüffel

auf jeden Fall. Die anderen giftigen oder ungenießbaren roten Röhrlinge
(Satan, Flockiger und Netzstieliger Hexenröhrling, Schönfußröhrling, das
sind so die wichtigsten) sind übrigens eng mit dem Steinpilz verwandt, im

Hallo Micha,

du wolltest damit aber nicht etwa Hexen zu den ungenießbaren oder gar giftigen Röhrlingen zählen, während du weiter oben die Rotfüße als nach deinem Empfinden gute Speisepilze bezeichnet hast? Ich denke das war missverständlich formuliert

Gruß
Frank

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Re: Mag sonst keine schreiben?

Trüffel, (vor 7296 Tagen) @ pfifferling

Hallo Micha,
du wolltest damit aber nicht etwa Hexen zu den ungenießbaren oder gar
giftigen Röhrlingen zählen, während du weiter oben die Rotfüße als nach
deinem Empfinden gute Speisepilze bezeichnet hast? Ich denke das war
missverständlich formuliert
Gruß
Frank

Hallo Frank,
hast recht, hier habe ich ja echt Mist geschrieben. Ich hatte es so gemeint, daß mit dem Steinpilz die "roten" verwandt sind, wozu neben den Hexen auch giftige und ungenießbare wie Satan und Schönfuß gehören. Das war wirklich sehr blöd formuliert. Danke für den Hinweis!

Trotzdem bleibe ich dabei, daß der Rotfußröhrling ein guter Speisepilz ist :-)
Hexen habe ich bis jetzt noch keine gesammelt, hatte zwar mal ein paar schöne Flockis gefunden, aber da hatte ich wiedermal vergessen, welche der Hexen mit Alkohol unverträglich sind. Und ich wollte zum Abendbrot und die Tage danach nicht auf mein Bier verzichten und also die Pilze nicht umsonst mitnehmen. So weiß ich also nicht, ob die Hexen besser als Rotfüßchen und Ziegenlippen schmecken. Mit irgendjemand aus dem Forum hatte ich mich ja auch schon über Hexen und Alkohol unterhalten, weiß nicht mehr wer es war, jedenfalls hatte er geschrieben, daß er auch Netzis mit Alc verträgt. Es ist sicher auch ein Unterschied, ob man sich dazu "besäuft" oder nur ein Bierchen oder ein Glas Wein genießt.

Gruß
Micha

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Re: Mag sonst keine schreiben?

pfifferling, (vor 7294 Tagen) @ Trüffel

Hallo Micha,

kann dir von Selbstexperimenten berichten, dass Hexen und Alkohol auch bei mir kein Problem sind. (Spreche nicht von Komabesäufnissen).

Gruß
Frank

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Re: Mag sonst keine schreiben?

Birgit, (vor 7292 Tagen) @ pfifferling

Hallo ihr beiden,

kann dir von Selbstexperimenten berichten, dass Hexen und Alkohol auch bei
mir kein Problem sind. (Spreche nicht von Komabesäufnissen).

auch ich vertrage Netzstielige Hexenröhrlinge mit Alkohol. Die Menge des Alkohols scheint aber nicht ausschlaggebend zu sein, sondern wohl eine inidividuelle Disposition, die aber scheints ziemlich selten auftritt. Man muß sich einfach im Klaren darüber sein, daß es eventuell Probleme geben kann, wenn man "Netzis" mit Alkohol zusammen konsumiert.
Bei Faltentintlingen liegt das anders, da bekommt man ziemlich sicher heftige Probleme beim gleichzeitigen Konsum von Alkohol. Die einzigen Leute, die den problemlos mit Alkohol zusammen vertragen, sind scheints Alkoholiker. Zumindestens ist dies meines Wissens nach der Grund, warum der Inhaltsstoff Coprin der Faltentinlinge nicht als Prohphylaxemedikament für Alkoholiker verwendet werden kann.

herzliche Grüße

Birgit

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Re: Mag sonst keine schreiben?

Georg, (vor 7292 Tagen) @ Birgit

Hi Birgit,

Bei Faltentintlingen liegt das anders, da bekommt man ziemlich sicher heftige
Probleme beim gleichzeitigen Konsum von Alkohol. Die einzigen Leute, die
den problemlos mit Alkohol zusammen vertragen, sind scheints Alkoholiker.
Zumindestens ist dies meines Wissens nach der Grund, warum der
Inhaltsstoff Coprin der Faltentinlinge nicht als Prohphylaxemedikament für
Alkoholiker verwendet werden kann.

Das ist ja interessant. Hast du irgendeine Quelle, wo man das genauer nachlesen
könnte? Dass Coprin bei Alkoholikern nicht wirkt ist mir neu.

Georg

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Frage an Wolfgang P.

Birgit, (vor 7291 Tagen) @ Georg

Hi Georg,

Das ist ja interessant. Hast du irgendeine Quelle, wo man das genauer
nachlesen
könnte? Dass Coprin bei Alkoholikern nicht wirkt ist mir neu.

so jetzt habe ich endlich im Archiv vom Jahr 2000 den entsprechenden Beitrag Beitrag 8441 von Wolfgang F. (jetzt Wolfgang P.) gefunden. Da könnten wir Wolfgang doch glatt nochmal fragen, bin nämlich auch schon öfter gefragt worden, woher ich das weiß.

Hier der reinkopierte damalige Beitrag:

Zitatanfang:

Zum netzstieligen Hexenröhrling:
Andreas kennt wohl als einziger hier persönlich einen Fall von
Alkoholunverträglichkeit. Es scheitn also nicht so wie beim Faltentintling
zu sein, daß praktisch jeder, der ihn zusammen mit Alkohol verspeist,
Probleme bekommt, sondern die Reaktion wesentlich seltener auftritt. Der
genaue Prozentsatz der Reaktion würde mich wirklich sehr interessieren.

Hallo Birgit,
ich kenne persönlich auch keinen Fall von Unverträglichkeit, vielleicht ist das mit dem Alkohol tatsächlich kein Problem?

Beim Faltentintling ist es übrigens meines Wissens so, daß nur 'Gelegenheitstrinker' Probleme bekommen, während sich bei waschechten Alkoholikern der Stoffwechsel nicht von ein paar dummen Tintlingen davon abhalten läßt, den Alkohol abzubauen.

Deswegen sind die Versuch, ihn in Alkoholismus-Therapien einzusetzen, aufgegeben worden.

Wolfgang F.

Zitatende:

liebe Grüße

Birgit

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Re: Röhrlinge für Anfänger

Andreas ⌂, (vor 7301 Tagen) @ Bastian

Hallo Bastian,

den Satansröhrling erkennst Du an den ROTEN Röhrenmündungen, dem sehr hellen weißgrauen Hut, den sehr massiven Fruchtkörpern mit kurzem Stiel, dem von oben orangegelb nach unten karminroten Stiel mit feinem Netz und dem bald unangenehmen Geruch nach nassem Kinderbett.

Die weiteren drei ungenießbaren Röhrlinge haben bei Reife grüngelbe (Schönfuß- und Bitterröhrling) oder fleischrosa (Gallenröhrling) Röhrenmündungen. Diese kannst Du bei zweifelsfällen sehr einfach durch eine kleine Kostprobe erkennen: Sie haben alle drei bitteres Fleisch. Den meisten Menschen genügt es schon, die Zungenspitze gegen das Pilzfleisch zu tippen, so bitter sind sie.
Von einer kleine Kostprobe (kauen und dann wieder ausspucken, nicht schlucken bitte) geht keine Vergiftungsgefahr aus.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Röhrlinge für Anfänger

Bastian, (vor 7300 Tagen) @ Bastian

Danke für die Antworten ;)

Kann man aber sagen, wenn ich mich auf Röhrlinge beschränke, die eine Kastanienbraune Kappe und gelbgrüne Röhren haben, daß ich dann halbwegs sicher bin?

Die genannten Ungeniessbaren und der Stanaspilz scheinen allesammt anders auszusehen. Wenn ihr mir noch dies beantwortet bin ich rundum zufrieden.

Gruss
Bastian

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Re: Röhrlinge für Anfänger

Stephan Weißer, (vor 7299 Tagen) @ Bastian

Kann man aber sagen, wenn ich mich auf Röhrlinge beschränke, die eine
Kastanienbraune Kappe und gelbgrüne Röhren haben, daß ich dann halbwegs
sicher bin?

Kann man leider nicht - die Pilze könnten schimmlig oder sonstwie verdorben sein. Isst man diese, verpasst man sich eine Lebensmittelvergiftung. Wer Wildpilze in ihren typischen Eigenschaften nicht sicher kennt und auch keinen (Real-)Pilzberater aufsuchen kann, sollte auch keine essen. Wildpilze zu essen ist grundsätzlich risikobehaftet, und übers Internet ist dieses Risiko nicht ausschaltbar.