Risspilz spec. (5 Fotos) *PIC*

interhias ⌂, (vor 7298 Tagen)

Servus!

Bei so einem Sauwetter fehlt es gerade noch, dass man mit einem Risspilz gegen die Wand fährt.

So geschehen bei diesen kälteunempfindlichen Exemplaren, die gestern an einer vor Schnee geschützten Stelle bei Fichte im Alpenvorland den Wintereinbruch ignorierten:
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Kurzbeschreibung:
Kleiner (-2 cm) Risspilz mit feinbefasertem, braunen Hut, ganz bereiftem fleischbraun-ockerbraunem Stiel (ohne Knolle), sehr dickwandigen, metuloiden Hymenialzystiden und glatten, mandelförmigen Sporen.

Im Stangl-Schlüssel bleibe ich irgendwo bei I. splendens var. phaeoleuca hängen, deren Beschreibung aber nicht recht passt (Velumreste im Scheitelbereich? Weißlicher Stiel?)

Vielleicht fällt jemandem was dazu ein.

Beschreibung und Mikros:
Funddaten: 04.11.2006; Seeshaupt-St. Heinrich, Nonnenwald; bei Fichte, gesellig (4 Fk); Hut: bis 2 cm breit, breitkegelig, kaum gebuckelt, angedrückt fein faserig, jung vollständig, später nur noch am Rand mit grauweißem Velum überfasert, haselnussbraun bis umberbraun, am Scheitel mehr ockerbraun, Hutrand auch jung ohne Cortina; Stiel: bis 4 cm lang, zylindrisch, schwach gebogen, basal schwach oder nicht verdickt, fest mit dem Substrat verwachsen, Stiel längsfaserig, blass fleischbräunlich, apikal etwas dunkler und intensiver orangeocker bis ockerbraun, an der Basis fast weißlich, bis weit über die Mitte oder auf ganzer Länge fein weißlich bereift; Lamellen: aufsteigend und relativ breit angewachsen, bauchig, mäßig gedrängt, jung weiß, später hell graubraun, Schneiden weißflockig ; Fleisch: wässerig und hell graubraun, jung zu den weißen Lamellen deutlich kontrastierend, im Stiel im oberen Drittel rosabraun (jung sehr intensiv), zur Basis hin blasser cremefarben bis blassocker; Geruch: unauffällig; Geschmack: -; Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig, z.B. 36x10, 34x12, 32x12, nicht pigmentiert; Cheilozystiden: spindelig-bauchig, bis flaschenförmig, metuloid, ca. 45-60 x 14-18, Wandstärke am Bauch um 1,5, am Hals 3-4 µm, dazwischen birnenförmig bis blasige Zellen; Pleurozystiden: ähnlich wie Cheilos, ca. 55-69 x 15, Wandstärke wie bei den Cheilos, mit Basalschnallen; Kaulozystiden: ähnlich wie die Cheilos, auch im unteren Stielteil vorhanden, metuloid, ca. 60-80 x 15-18, Wandstärke am Bauch ca. 1-1,5 µm, am Hals ca. 2,5 µm; Sporen: dickwandig, glatt, mandelförmig, Enden meist konisch zugespitzt, 10,6 x 6 (9,5-12 x 5,5-7), Q=1,76 (1,6-2) ; Sporenpulver: -; Bestimmung: Marginata mit glatten Sporen und dann beißts aus ..., am ehesten passt noch I. splendens var. phaeoleuca;

Cheilozystiden:
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Sporen:
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Gruß aus München
Hias

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Tipp

Helmut, (vor 7298 Tagen) @ interhias

Servus Hias,

I. splendens var. phaeoleuca müsste weiße Stiele haben, die nur im Alter etwas nachdunkeln können. Versuch doch mal im Stangl-Schlüssel den Weg zu gehen für Arten mit knolliger Stielbasis. Da gibt es eine Art, die ein nur sehr unscheinbares Knöllchen hat, das aber gerne etwas abgegrenzt (nach Kuyper sogar "equal to indistinctly submargenately bulbous"). Auch alles andere würde sehr gut zu Deiner Beschreibung passen.

Gruß

Helmut

Servus!
Bei so einem Sauwetter fehlt es gerade noch, dass man mit einem Risspilz
gegen die Wand fährt.
So geschehen bei diesen kälteunempfindlichen Exemplaren, die gestern an einer
vor Schnee geschützten Stelle bei Fichte im Alpenvorland den
Wintereinbruch ignorierten:

Kurzbeschreibung: Kleiner (-2 cm) Risspilz mit feinbefasertem, braunen Hut,
ganz bereiftem fleischbraun-ockerbraunem Stiel (ohne Knolle), sehr
dickwandigen, metuloiden Hymenialzystiden und glatten, mandelförmigen
Sporen.
Im Stangl-Schlüssel bleibe ich irgendwo bei I. splendens var. phaeoleuca
hängen, deren Beschreibung aber nicht recht passt (Velumreste im
Scheitelbereich? Weißlicher Stiel?)
Vielleicht fällt jemandem was dazu ein.
Beschreibung und Mikros: Funddaten: 04.11.2006; Seeshaupt-St. Heinrich,
Nonnenwald; bei Fichte, gesellig (4 Fk); Hut: bis 2 cm breit,
breitkegelig, kaum gebuckelt, angedrückt fein faserig, jung vollständig,
später nur noch am Rand mit grauweißem Velum überfasert, haselnussbraun
bis umberbraun, am Scheitel mehr ockerbraun, Hutrand auch jung ohne
Cortina; Stiel: bis 4 cm lang, zylindrisch, schwach gebogen, basal
schwach oder nicht verdickt, fest mit dem Substrat verwachsen, Stiel
längsfaserig, blass fleischbräunlich, apikal etwas dunkler und intensiver
orangeocker bis ockerbraun, an der Basis fast weißlich, bis weit über die
Mitte oder auf ganzer Länge fein weißlich bereift; Lamellen: aufsteigend
und relativ breit angewachsen, bauchig, mäßig gedrängt, jung weiß, später
hell graubraun, Schneiden weißflockig ; Fleisch: wässerig und hell
graubraun, jung zu den weißen Lamellen deutlich kontrastierend, im Stiel
im oberen Drittel rosabraun (jung sehr intensiv), zur Basis hin blasser
cremefarben bis blassocker; Geruch: unauffällig; Geschmack: -;
Lamellentrama: -; Basidien: 4-sporig, z.B. 36x10, 34x12, 32x12, nicht
pigmentiert; Cheilozystiden: spindelig-bauchig, bis flaschenförmig,
metuloid, ca. 45-60 x 14-18, Wandstärke am Bauch um 1,5, am Hals 3-4 µm,
dazwischen birnenförmig bis blasige Zellen; Pleurozystiden: ähnlich wie
Cheilos, ca. 55-69 x 15, Wandstärke wie bei den Cheilos, mit
Basalschnallen; Kaulozystiden: ähnlich wie die Cheilos, auch im unteren
Stielteil vorhanden, metuloid, ca. 60-80 x 15-18, Wandstärke am Bauch ca.
1-1,5 µm, am Hals ca. 2,5 µm; Sporen: dickwandig, glatt, mandelförmig,
Enden meist konisch zugespitzt, 10,6 x 6 (9,5-12 x 5,5-7), Q=1,76 (1,6-2)
; Sporenpulver: -; Bestimmung: Marginata mit glatten Sporen und dann
beißts aus ..., am ehesten passt noch I. splendens var. phaeoleuca;
Cheilozystiden:
Sporen:

Gruß aus München
Hias

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Re: Tipp *PIC*

interhias ⌂, (vor 7298 Tagen) @ Helmut

Servus Hias,
I. splendens var. phaeoleuca müsste weiße Stiele haben, die nur im Alter
etwas nachdunkeln können. Versuch doch mal im Stangl-Schlüssel den Weg zu
gehen für Arten mit knolliger Stielbasis. Da gibt es eine Art, die ein nur
sehr unscheinbares Knöllchen hat, das aber gerne etwas abgegrenzt (nach
Kuyper sogar "equal to indistinctly submargenately bulbous").
Auch alles andere würde sehr gut zu Deiner Beschreibung passen.
Gruß
Helmut

Hab ich schon mal gemacht und bin bei I. leiocephala rausgekommen. Da zu der nicht knolligen Stielbasis auch noch die Lamellen als jung "beige bis zart ockerlich" beschrieben sind, hatte ich das verworfen, da mein Fund jung praktisch rein weiße und dann graubraune Lamellen aufwies.
Trotzdem glaube ich jetzt, dass es die leiocephala ist, denn die ist es immer, wenn ich aus dem Stangl-Schlüssel fliege [image]

Merci für den Tipp!
Hias