Wochenendfunde + Röhrlings-Bestimmungshilfe (Bild) *PIC*

Ronny, (vor 7297 Tagen)

Hallo zusammen,

gestern sollte mein letzter Pilzausflug stattfinden, nach den ersten Frosttagen mitte der Woche hatte ich mir höchstenes einen Korb voller Maronen versprochen.
Allerdings gab es neben der erhofften Maronenschwemme noch eine wahre Vielfalt von anderen Röhrlingen und Pilzen, wie ich sie noch nie so spät im Jahr erlebt habe.
Neben den Maronen gab es noch Flockis, verschiedene Filzröhrlinge, verschiedene Rauhfüße, Rotfußröhrlinge, Butterpilze, Körnchenröhrlinge, Rotkappen, Birkenpilze, Hohlfußröhrlinge uvm.,
aber vor allem doch noch recht viele Steinis! Dazu noch ein paar Pfifferlinge, Anischampignons, Perlpilze, Schirmpilze und Täublinge. Also so bunt war mein Korb noch nie gefüllt und das für diese Jahreszeit!
Allerdings mußte man sich die Pilze auch mit den Maden teilen, dafür aber weniger mit anderen Pilzsammlern. Habe keinen einzigen getroffen, ob der Nieselregen oder die Kälte (6 Grad Celsius) sie abgehalten hat?

Vor allem habe ich ggf. ein paar Erstfunde, da brauche ich aber Eure (Bestimmungs-)Hilfe:

Zunächst mal der obligatorische Steini, mit klatschnassem Hut:

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Der versteckte Steini am Baumstamm gehörte zu einer Eiche, die bereits vor zwei Wochen umgesägt worden war (sieht man im Hintergrund).
Hat er denn noch garnicht gemerkt, das sein Symbiosepartner das Zeitliche gesegnet hat?

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Was ist das? Könnte es ein blutroter Röhrling sein?

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Dieser Pracht-Steini sah mir irgendwie anders aus, ich meine bezüglich Hut- und Stielfärbung. Könnte es ein verspäteter Sommersteinpilz sein? Wäre für mich auch ein Erstfund.
Er wuchs wie der obige Steini an der einzigen Stelle im Wald, an der ein paar Eichen rumstehen. Sonst besteht mein Hauswald neben ein paar einzelnen Birken und Buchen vornehmlich aus Fichtenbeständen. Der große (verschimmelte) Bruder stand noch daneben (leider etwas verschwommen).

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Auch nicht weit weg stand dieser Rauhfuß, wird dann wohl eine massive Eichenrotkappe sein, oder ?
Wäre ebenfalls ein Erstfund für mich, kenne in diesem Wald sonst nur die Birkenvariante der Rotkappe.

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Jetzt zu diesem verformten Kamerad:

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Er hatte eine auffallend rötliche Hutfarbe, der Stiel und Netzzeichnung tendierten leicht ins grüngelbliche. Auffallend war auch der massive Stiel und des feste Fleisch.
Der Pilz brachte über 600 Gramm auf die Waage, bei "nur" 17 cm Hutdurchmesser. Könnte es ein Kiefernsteinpilz sein? Ich konnte zwar inmitten der Fichtenschonung weit und breit keine Kiefer entdecken, allerdings wuchsen in der Nähe auch ein paar ringlose Butterpilze, die ja meines Wissens nach auf jeden Fall kieferngebunden sind.

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Und einige Meter daneben wuchs dann auch noch sein noch größerer Bruder. Er war leider etwas zu weich zum Mitnehmen und verblieb daher zur Arterhaltung da wo er stand.

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Hoffe Ihr könnt meine Erstfunde bestätigen.

Danke und Gruß, Ronny

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Re: Wochenendfunde + Röhrlings-Bestimmungshilfe (B

Pandeon, (vor 7297 Tagen) @ Ronny

Den Sommersteinpilz, Boletus reticulatus, halte ich für keinen, das sollte ein normaler edulis sein.
Dafür liegts du beim Kiefernsteinpilz richtig, der wächst aber durchaus auch mal unter Kastanien oder Eichen, auch wenn der Name das nicht denken lässt.

Bei den anderen beiden Röhrlingen muss ich passen (wahrscheinlich hast du sie richtig bestimmt, aber mit wahrscheinlich wird dir nicht gedient sein ;-)).

Gruss

Kristian

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Re: Wochenendfunde + Röhrlings-Bestimmungshilfe (B

Matthias, (vor 7297 Tagen) @ Ronny

Hallo Ronny,
ich halte das für eine Herbstrotfuss Xerocomus pruinatus, die Art kommt auch rothütig vor, aber genau lässt es sich per Bild sovieso nicht sagen.
Die Eichenrotkappe passt auch, der Sommersteinpilz sieht mir eher nach B. edulis aus wegen dem glatten runzeligen Hut, das alte liegende Exemplar ist es zweifelsfrei. Der Kiefernsteinpilz dürfte passen, aber per Foto ist das alle nicht wirklich als sicher anzusehen,
viele Grüsse
Matthias