Hallo Ingo,Tip trocknen und wenn Du mal verstopft

Hans hurter, (vor 7289 Tagen) @ Ingo

bist ,das Pulver in einer heissen Bouillon zubereiten aber bitte mit Vorsicht .Hi hi hi Hans
PS oder frag doch die Römer

So oder ähnlich lasen sich hier die Anfragen einiger Pilzfreunde, die sich
über einen
größeren Hallimaschfund freuen konnten, aber wegen der verschiedenen
Meinungen über
die Bekömmlichkeit besorgt waren oder nicht wussten, wie sich diese Pilze am
besten
konservieren ließen.
Dass dieses Thema noch brandaktuell ist, beweist die Tatsache, dass meine
“Bessere Hälfte“
an ihrem heutigen freien Tag in unserem Hausbuchenwald (siehe Beitrag von
Anf. Oktober) anstelle der gewünschten Elefantenohren den ganzen Wald
voller Hallimasch vorfand.
Was wir damit machen werden, möchte ich nachfolgend mal anhand von ein paar
Fotos
verdeutlichen, denn Bilder sagen mehr als Worte.
Also - zuerst brauchen wir natürlich die frischen Hallimasch. Hier im Korb
befindet
sich zum Beispiel meine Beute vom Sonntag – insgesamt drei Kilo.

Beim Sammeln bin ich dabei nicht allzu wählerisch. Ich bevorzuge eher sogar
große,
aufgeschirmte Exemplare, weil die sich besser säubern lassen und mehr Masse
bringen.
Wichtig ist, dass sie noch fest sind und weißes Hutfleisch haben. Möchte man
die kleinen,
geschlossenen Exemplare für eine besondere Zubereitung aufheben, so kann man
sie auch
einer Sonderbehandlung unterziehen.
Bei uns kommt jedenfalls alles in einen Topf; oder wie hier, erst mal in eine
Sammelschüssel.
Die weiteren Teilnehmer der Zeremonie stehen auch schon bereit. Ein tiefer
Topf mit möglichst großer Kochfläche und ein paar flache Behälter zum
Abkühlen der Pilze.

In den Topf geben wir etwas Butter (ca. 20 g) und stellen maximale Power ein.
Wenn die Butter wild herumbrutzelt, geben wir die Hallimasch hinzu. Auf diese
Menge
kommt auch noch ein gehäufter Teelöffel Salz und dann geht das Geschmörgel
los.

Unter ständigem Umrühren werden die Pilze heruntergeschmort, bis die ganze
Flüssigkeit
verdampft ist, und die Pilze trotz Rührens anbrennen möchten. Dann sind sie
gut!

Die geschmorten Pilze sind umgehend in möglichst flache, breite Gefäße
umzufüllen und
flach auszubreiten. Wir nehmen dazu immer diese beiden Lasagneformen:
Die Pilze sind nun übrigens auch vollkommen genießbar und können probiert
werden.
Lecker! Im Anschluss sind die Gefäße mitsamt Hallimasch dorthin zu bringen,
wo sie
möglichst schnell abkühlen können. In dieser Jahreszeit ist unser Balkon
dafür bestens
geeignet.

Nach etwa einer Stunde sind die Pilze nahezu auf Außentemperatur abgekühlt
und können
fachgerecht weiter verarbeitet werden. Bei uns werden sie in Portionsbeutel
eingeschweißt.
Ein Anderer hat vielleicht passende Gefäße oder Schüsseln, wo er die Pilze
hineintut.
Auf jeden Fall kommen sie dann ins „ewige Eis“ und können dort
vorschriftsgemäss
bis zu ein Jahr lang aufbewahrt werden. Zur Verarbeitung kommen die Pilze
dann gefroren
in den vorerhitzten Topf oder Bräter.
Übrigens; diese Konservierungsmethode wende ich bereits seit einiger Zeit bei
fast allen
Pilzarten an, da diese Methode den mit Abstand geringsten Qualitätsverlust
mit sich bringt.
Alles andere, wie zum Beispiel Abbrühen vor dem Frosten oder Blanchieren
kostet nur
Geschmack und Qualität.
Eine Einschränkung sei an dieser Stelle noch vermerkt: Für Röhrlinge eignet
sich diese
Methode, wie das Frosten überhaupt, nur eingeschränkt. Man sollte unbedingt
nur ganz feste
Fruchtkörper verarbeiten. Ausgewachsene Steinpilze werden beispielsweise
immer pappig.
Diese trocknet man besser!
Ich hoffe, dass der oder die Eine oder Andere etwas mit diesen Anregungen
anfangen kann.
Ich muss mich jetzt jedenfalls an die 5 Kilo Hallimasch von heute machen.
Gutes Gelingen – Ingo

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