Wildschweine als Pilzindikator

Trueffel, (vor 9503 Tagen)

Es gibt hier recht viele dieser netten schwarzen Borstenviecher - die Nachtaktiven meine ich u. zuviele, wie die Förster sagen - die winternächtens sogar die Gärten am Waldrand umgraben. Seit Jahren helfen sie mir bei der Steinpilz- u. Maronensuche; in den meisten aufgewühlten Stellen u. unmittelbarer Nähe wird man fündig. Gestern sogar ausschließlich, auf ca 480 m Höhe. Mir als Laie stellt sich die Frage, suchen die Schweine gezielt nach dem Myzel oder wird das Myzel erst durch den doch katastrophalen Eingriff zum Treiben angeregt oder beides? Die K. Kremplinge sind ebenso betroffen. Dieser Effekt hat mir bisher meistens reichhaltige Ernte beschert, bzw. lange Lauferei erspart, wie man's nimmt. Ähnliches beobachte ich z.T. in den von schwerem Gerät verursachten Spuren im Waldboden.

Viele Grüsse

Trueffel

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Re: Wildschweine als Pilzindikator

Katja Tödter, (vor 9503 Tagen) @ Trueffel

Hallo Trueffel,

ich beobachte das gleiche bei Pfifferlingen. Die Ursache ist mir nicht bekannt. Die Wildschweine scheinen an den Pilzen bzw. den Fruchtkörpern kein Interesse zu haben. Ich habe dazu zwar eine Theorie, aber die gebe ich erst preis, wenn keiner den wirklichen Grund kennt. Nachher lacht noch jemand.

Gruß
Katja

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Re: Wildschweine als Pilzindikator

Thomas Pruß, (vor 9502 Tagen) @ Katja Tödter

Hallo Trüffel,
Wildschweine und Trecker haben eines gemeinsam: Sie wühlen den Boden auf, verdichten ihn auch stellenweise. Das sind dann Bereiche, an denen das Myzel nicht mehr weiterwachsen kann. An solchen „Mycelgrenzen“ bilden sich dann oft besonders viele Fruchtkörper aus. Dehalb stehen ja auch oft an Wald- und Wegrändern, also dort, wo sich die Boden- und sonstigen -beschaffenheiten für die Pilze ändern, besonders viele Fruchtkörper.
Grüsslis
Thomas